Eurokrise Kanada ist gegen IWF-Hilfen für Europa

Für den kanadischen Finanzminister ist der IWF dazu da, finanzschwachen Staaten in der Not zu helfen. Europas Länder seien für diese Hilfen aber zu reich. Zur Bewältigung der Eurokrise empfahl er die USA als Vorbild.
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Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty. Quelle: Reuters

Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer kanadische Finanzminister Jim Flaherty lehnt umfangreiche Hilfen des IWF zur Bewältigung der Eurokrise strikt ab. „Der IWF ist dazu da, finanzschwachen Staaten in Notlagen beizustehen. Die Euro-Staaten jedoch sind relativ reich“, sagte er dem Handelsblatt. „Die stärkeren Staaten in Europa müssen die Mittel für die Finanzierung der Eurozone bereitstellen“, forderte er. Es sei vor allem in jenen Staaten, die einen höheren Schuldenstand haben als die meisten europäischen Staaten, wie Japan und die USA, sehr schwer, der Bevölkerung zu erklären, warum sie Mittel für einen Fonds in Europa bereitstellen sollten, meinte er. 

Zur Bewältigung der Eurokrise empfahl er die USA als Vorbild: Während der Bankenkrise habe die US-Regierung überwältigend viel Geld für die Bankenkapitalisierung bereitgestellt und dieses inzwischen mit Zinsen zurückbekommen. „Wenn ich die Europäische Situation damit vergleiche, würde ich sagen: Ihr müsst nicht die exakte Summe nennen, die vielleicht benötigt wird“, sagte Flaherty. „Aber: überwältigt das Problem mit der Bereitstellung von mehr Mitteln als ihr jemals brauchen werdet“, empfahl er. So bekäme Europa die Ansteckungsgefahren unter Kontrolle.

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19 Kommentare zu "Eurokrise: Kanada ist gegen IWF-Hilfen für Europa"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Merkel und Schäuble auf den Richtblock. Damit wäre für Deutschland ein großer Teil der Euro-problems gelöst.

  • Auch wenn sie es lesen sollten unsere kriminellen Politiker, was ich nicht glaube, es interessiert unsere Vaterlandsverräter in Berlin nicht, was das Volk sagt.
    Die Vernichtung Deutschlands ist längst von
    der sozialistischen Merkel und ihren Freunden beschlossen
    Wir sollten so langsam anfangen und Vorräte kaufen

  • Wenn alle Länder so rohstoffreich wären wie Kanade, sähe die Welt anders aus. Der lieber Herr Finanzminister Kanadas wird sich bald wünschen, dass wir nicht dem Beispiel der Amerikaner folgen. Dann soll Kanada mal - als reiches Land in Nordamerika - ohne IWF und Europa die Probleme der USA lösen...Mal sehen, ob er sich dann an seine Aussage erinnert...

  • PikAs, sie sprechen mir aus dem Herzen. Hoffentlich lesen alle Bundestagsabgeordneten das HB mit unseren Lesermeinungen.
    Danke

  • Kommunistische Beamtenstaaten abschaffen! Die DDR, Kuba, Nordkorea sind durch Staatsbetriebe und faule Beamte arm geworden. Die Griechen sind nicht einmal fähig, ihre Steuern einzutreiben. Griechenland unter dem Hammer. 300 Mrd. sind die Staatsbetriebe wert und sie haben 340 Mrd. Schulden, d. h. 90% der Schulden sind weg. Zusätzlich werden jedes Jahr 20 Mrd. Steuern hinterzogen.

  • Die Inflationierung von Staatsschulden funktioniert nur ohne Haushaltsdefizite! Warum versteht das heutzutage keiner mehr?

    Die USA werden mit der aktuellen Politik grandios scheitern, da die Defizite inflationsbedingt stärker ansteigen werden als die Bestandsschulden wertmäßig abschmelzen.

    Der Inflationsweg hat in fast jedem Land direkt zum Bankrott geführt.

    Dennoch hat der kanadische Finanzminister recht, der IWF hat in Europa wirklich nix verloren.

  • Lieber Günther Jauch, stellen Sie heute Abend endlich die RICHTIGEN FRAGEN und bestehen Sie auf ANTWORTEN, ansonsten schalten Sie die Mikrofone ihrer Sendung endgültig ab.
    Von Politikerphrasen und Durchhalteparolen „das finde ich spannend“ ala von der Leyen und deren dämliches Grinsen habe ich nämlich so langsam die Schnauze voll!

  • Was unsre undemokratische Regierung und auch die gesamte undekomkratische Opposition derzeit macht ist, den Weg bereiten für Bürgerkdriege in Europa und den Weg bereiten für radikale Parteien.
    Sind diese Typen sich darüber eigentlich klar, war für ein Unheil sie anrichten?

  • Was in Deutschland auch aufhören muß, sind die vielen Subventionen. Selbst der Export, der uns immer als die Wirtschaftskraft dargestellt wird, wird von der Regierung also von unsrem Geld subventioniert.
    Wenn wir dieses ganze Geld was in Großkonzerne fließt, hätten, wären wir steinreich
    Hinzu kommt, dass durch die Subventionen wir Verbraucher die Waren zwei Mal bezahlen.
    Darüber muß mal nachgedacht wrden.
    Aber von einer strammen Sozialistin die heir Kanzlerin spielt, kann ich nicht erwrten, dass eie marktwirtschaftlich denkt

  • Besser kann man es nicht beschreiben.
    Vollste Zustimmung

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