Eurokrise Spanien bremst wirtschaftliche Talfahrt etwas ab

Vor allem dank seiner Exporte kann Spanien wieder etwas aufatmen: Die Wirtschaft erholt sich langsam. Die Leistung ist zwar wieder geschrumpft, allerdings weniger als zuvor befürchtet.
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Eine spanische Ein-Euro-Münze miot dem Antlitz von König Juan Carlos ist in eine Zange eingeklemmt. Doch so langsam kann sich das Land aus der Not befreien. Quelle: dpa

Eine spanische Ein-Euro-Münze miot dem Antlitz von König Juan Carlos ist in eine Zange eingeklemmt. Doch so langsam kann sich das Land aus der Not befreien.

(Foto: dpa)

MadridDas Euro-Krisenland Spanien hat im zweiten Quartal vor allem dank anziehender Exporte die Talfahrt der Wirtschaft etwas abgebremst. Wie das Nationale Statistikinstitut (INE) am Dienstag in Madrid in einer ersten Schätzung mitteilte, schrumpfte die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal wie erwartet um lediglich 0,1 Prozent. Im ersten Quartal war noch ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent registriert worden.

Im Jahresvergleich gab das BIP im zweiten Quartal den Angaben zufolge um 1,7 Prozent nach. Diese Rate hatte im ersten Quartal noch 2,0 Prozent betragen. Das INE betonte, vor dem Hintergrund eines noch schwachen inländischen Konsums sei die Verbesserung in erster Linie von den Ausfuhren getragen worden. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone verzeichnete allerdings bereits das achte Minus-Quartal in Folge. Die Arbeitslosenquote liegt bei knapp 27 Prozent.

  • dpa
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9 Kommentare zu "Eurokrise: Spanien bremst wirtschaftliche Talfahrt etwas ab "

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  • Die Talfahrt der Wirtschaft wurde etwas abgebremst!
    Noch optimistischer kann man ein Sinken des BIP wirklich nicht verkaufen!
    Für diese Eurofanatiker sind wahrscheinlich jetzt auch schon die 27% Arbeitslose ein großer Erfolg. Man kann nur noch staunen!

  • 'BudEkins' sagt
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    Toll, mit geplatzten Kreditkarten kann halt Don Carlos keine Importluxusgüter mehr erstehen. Soll sich mittelbar auf die Handelsbilanz auswirken.
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    Das erklärt zwar die Stagnation bei den Importen, aber nicht den 15,9% Anstieg des Exports innerhalb von zwei Jahren.

    +++

    'BudEkins' sagt
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    Rechner, Statistik in allen Ehren, verkauf uns bitte nicht für ganz bloed.
    ------------------

    Das regele ich von Fall zu Fall... ;)


  • Toll, mit geplatzten Kreditkarten kann halt Don Carlos keine Importluxusgüter mehr erstehen. Soll sich mittelbar auf die Handelsbilanz auswirken.

    Rechner, Statistik in allen Ehren, verkauf uns bitte nicht für ganz bloed.

  • 'Micha' sagt
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    Klar geht's aufwärts. Es ist Sommer und die Deutschen bringen ihr Urlaubsgeld nach Spanien.
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    Aber nein.

    Schon seit zwei Jahren steigen die Exporte und die Handelsbilanz. Und wenn man die jeweils letzten 12 Monate betrachtet, sogar saisonbereinigt und kontinuierlich:

    Exporte der jeweils letzten 12 Monate Spanien:

    Mär 2011: 295 Mrd
    Jun 2011: 304 Mrd
    Sep 2011: 314 Mrd
    Dez 2011: 322 Mrd
    Mär 2012: 325 Mrd
    Jun 2012: 328 Mrd
    Sep 2012: 333 Mrd
    Dez 2012: 338 Mrd
    Mär 2013: 342 Mrd

    Handelsbilanz der jeweils letzten 12 Monate Spanien:

    Mär 2011: -23 Mrd
    Jun 2011: -17 Mrd
    Sep 2011: -13 Mrd
    Dez 2011: -8 Mrd
    Mär 2012: -5 Mrd
    Jun 2012: -2 Mrd
    Sep 2012: +3 Mrd
    Dez 2012: +11 Mrd
    Mär 2013: +19 Mrd

    [Alle Zahlen eurostat oder eigene Berechnungen auf Zahlen von eurostat beruhend.]

  • Wir von www.eudomi.de berichten über relativ hohe Preisverfälle, jedoch bringen diese wieder eine erhöhte Nachfrage von ausländischen Immobilieninverstoren. Dies hat Spanien sehr gut erkannt und will ausserdem seinem angeschlagenen Immobilienmarkt weiteren Schwung geben. Als Hebel dafür soll eine Aufenthaltserlaubnis für Nicht-EU-Bürger dienen die Immobilien im Wert ab 250.000€ kaufen. Es kann wieder aufwärts gehen. Spanien ist auf dem besten Weg.

  • Klar geht's aufwärts. Es ist Sommer und die Deutschen bringen ihr Urlaubsgeld nach Spanien.

  • Das erinnert mich an den alten Witz mit den beiden Dachdeckern, die vom Hochhaus stürzten:

    "Der Zweite hatte Glück - er blieb mit dem rechten Auge in einem Nagel hängen".

    ...

  • Ja, wen ich z.B. 100.000.- Euro Schulden habe und jeden Monat kommen (sagen wir mal) 10.000.- Euro neue Schulden hinzu. Und nun mache ich dann plötzlich jeden Monat nicht mehr 10.000.- Euro neue Schulden, sondern nun jeden Monat nur noch 8000.- Euro neue Schulden, dann ist das ein toller Erfolg :-). In Spanien geht es aufwärts, die Entwicklung zeigt positive Ergenisse - so wird das dann verkauft. Spanien ist auf einem guten Weg, würde unser Lügenbaron Schäuble sagen. Dass aber die Schulden trotzdem drastisch steigen, das wird schön geredet. Mann kann sich ja nun an dem Beispiel, wann aus den 100.000.- Euro dann 200.000.- Euro geworden sind. Und das sollen dann die vielen Arbeitslosen zurückzahlen. Fest steht doch, dass die Schulden in den Pleitestaaten enorm gestiegen sind und die Wirtschaft dort am Boden liegt. Die Rettungsgelder sind futsch - danke Herr Schäuble !!

  • Erfolgsmeldungen entstehen nur durch die rettungsschirmartige Finanzierung von Warengütern in Europa. Damit wird der reale Stand der europäischen Wirtschaft verschleiert. Die Euroerfolge leben nur noch durch Rettungsschirme. Bald wird in Brüssel die Fiskalunion (Europäischer Finanzausgleich) undemokratisch festgelegt.

    Eine Gemeinschaftswährung die permanent gestützt werden muss ist ein Alptraum. Die Widereinführung von nationalen Währungen würde dem Spuk ein Ende setzen. Nahezu alle Politiker der Altparteien (CDU, CSU, FDP, Grüne, SPD und PDS) können gegen die Alternative für Deutschland keine vernünftige Lösung der Eurokrise unter der Gemeinschaftswährung anbieten. Das zeigt, dass die AfD mit ihrer eurokritischen Haltung völlig richtig liegt.

    Die Altparteien haben kein Mittel um gegen die AfD zu argumentieren. Das letzte Mittel ist, wir ziehen über die AfD her. Wo bleiben die wirklich guten Argumente der Altparteien?

    Unter der D-Mark funktionierte die europäische Wirtschaft sehr gute. Seit die Gemeinschaftswährung eingeführt wurde geht es mit Europa bergab. Wie schon vorher erwähnt, der Schein ist trügerisch. Die augenscheinliche Wirtschaftserholung wird durch massive Subventionierungen (Rettungsschirme) erkauft. Das hat nichts mit ehrlicher Realwirtschaft zu tun.

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