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Europäische Banken EU-Vertreter schlägt zentrale Clearingstelle für faule Kredite vor

Durch eine zentrale Abwicklungsstelle für faule Kredite sollen Banken ermutigt werden, ihre Bilanzen aufzuräumen. Derzeit gibt es faule Darlehen von gut drei Billionen Euro. Zudem soll mehr Transparenz geschaffen werden.
09.11.2016 - 19:39 Uhr
Die Europäische Union will das Bankensystem reformieren und transparenter gestalten. Quelle: dpa
EU Kommission in Brüssel

Die Europäische Union will das Bankensystem reformieren und transparenter gestalten.

(Foto: dpa)

Brüssel Ein hochrangiger EU-Vertreter hat sich für die Schaffung einer zentralen Abwicklungsstelle für faule Kredite ausgesprochen. Ein solches Clearinghaus könnte die Banken ermutigen, ihre Bilanzen aufzuräumen, sagte Gert-Jan Koopman, stellvertretender Generaldirektor für Staatshilfen bei der Europäischen Kommission, auf einer Konferenz am Mittwoch. Damit dürften auch notleidende Kredite in Billionenhöhe reduziert werden. Zugleich sollte mit dem Schritt die Transparenz erhöht werden.

Die europäischen Banken sitzen derzeit auf faulen Darlehen von geschätzt drei Billionen Euro. In zehn Mitgliedsländern betrage die Quote von notleidenden Krediten immer noch mehr als zehn Prozent. Mehr als 40 Prozent dieser Darlehen seien auf fünf Länder konzentriert. Dazu zählten Zypern, Griechenland, Slowenien, Portugal und Italien. Allein die italienischen Geldhäuser haben 25 Prozent sämtlicher faulen Kredite im europäischen Bankensystem in ihren Büchern stehen.

Ein Clearinghaus könnte auf nationaler oder sogar europäischer Ebene eingerichtet werden, sagte Koopman. Dort könnten dann die Banken ihre geplanten Verkäufe anmelden. Mögliche Investoren erhielten dadurch wichtige Informationen, weil der Prozess standardisiert würde. Die EU-Beihilferegelen stellten keine Hürde dar.

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