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Europäische Zentralbank Spitzenpersonalie bleibt Streitpunkt

Die Finanzminister haben sich auf ihrem Treffen in Brüssel nicht auf eine Personalie bei der Europäischen Zentralbank (EZB) geeinigt. Wer Nachfolger von José Manuel González-Páramo im Direktorium wird, ist noch offen.
20.02.2012 - 22:18 Uhr Kommentieren
José Manuel González-Páramo, EZB-Direktoriumsmitglied.

José Manuel González-Páramo, EZB-Direktoriumsmitglied.

Brüssel Die Entscheidung über die offene Spitzenpersonalie bei der Europäischen Zentralbank zieht sich noch hin. Es seien noch weitere Beratungen notwendig, um über die Nachfolge des Ende Mai aus dem Amt scheidenden EZB-Direktoriumsmitglieds Jose Manuel Gonzalez Paramo zu entscheiden, sagten zwei mit den Gesprächen vertraute Personen am Rande des Treffens der Euro-Finanzminister.

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche bereits angekündigt, diese Frage werde wahrscheinlich erst beim nächsten Eurogruppen-Treffen am 11. März entschieden. Die Eurogruppe war nach wochenlangem Tauziehen ohnehin vollauf mit den Schlussverhandlungen über das Rettungspaket für Griechenland beschäftigt. Drei Staaten hatten Kandidaten für den EZB-Posten präsentiert: Spanien beansprucht als großer Euro-Staat einen dauerhaften Sitz in dem sechs Personen starken Gremium und nominierte den amtierenden EZB-Chefjuristen Antonio Sainz de Vicuna.

Luxemburg schickte seinen Notenbank-Chef Yves Mersch ins Rennen. Das Gründungsland der Währungsunion war bisher noch nie in der EZB-Spitze vertreten. Slowenien stellte seinen Europaminister und früheren Notenbankchef Mitja Gaspari auf. Dieser habe inzwischen aber keine Chancen mehr, sagte einer der Insider. Doch gebe es noch keine Entscheidung zwischen Mersch und Sainz de Vicuna.

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