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Helen McEntee

Eine Lösung der Grenzfrage ist ihre wichtigste Aufgabe.

(Foto: Reuters)

Europaministerin Helen McEntee kämpft als Irlands „Ms Europa“ für das Friedensabkommen

Irlands Europaministerin lobt die Geschlossenheit der EU in den Brexit-Verhandlungen. Und stellt Forderungen an Großbritannien – es geht um Frieden.
24.07.2018 - 20:36 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Man sollte eine Geschichte über die Politikerin, in deren Hände Irland seine Schicksalsfrage legt, wohl nicht mit der Tatsache beginnen, dass die Frau erst 32 Jahre alt ist. Denn wer die „toughness“ von Helen McEntee einschätzen will, sollte wissen, wie sie in die Politik kam.

Als Kandidatin im Wahlkreis, den ihr Vater Shane vertreten hatte – bis zu seinem Selbstmord Ende 2012. Helen McEntee, damals 26 und Assistentin ihres Vaters, bewarb sich nur drei Monate nach seinem Tod als seine Nachfolgerin – und gewann.

Diese Blitzkarriere mit tragischem Hintergrund hat McEntee ins Europaministerium Irlands geführt, wo sie den gerade für ihr Land so folgenschweren Brexit mit verhandelt. „Der Brexit darf das Karfreitagsabkommen und den hart erkämpften Frieden in Irland nicht beeinträchtigen“, sagt sie im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Ein Austritt Großbritanniens ohne einen Deal würde die Grenze zwischen Irland und Nordirland zurückbringen – und könnte alte, gewaltsame Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten aufreißen lassen. Irlands Fokus liegt daher auf einem sogenannten „Backstop“, einer separaten Grenzregelung, die selbst im Fall eines harten Brexits gilt. „Bislang hat Großbritannien nichts vorgeschlagen, was zu diesem Ergebnis führen würde“, sagt McEntee. Irland hat als Grenzstaat und enger Handelspartner Großbritanniens besondere Interessen.

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    Brexit-Debatte fördert EU-Verbundenheit

    Für die harte Haltung der EU-Brexit-Verhandler hat McEntee aber nur Lob: „Die Solidarität der anderen 27 EU-Staaten untereinander hat wohl sogar die Staaten selbst überrascht.“ Sie vertraue darauf, dass diese Geschlossenheit in der Grenzfrage hält.

    Bei anderen Fragen, den künftigen Handelsbeziehungen etwa, erwartet sie Kompromisse, bei denen Irland nur eine Stimme unter vielen ist. Ihre christdemokratische Regierung bereite Irland daher auch auf ein „Hard Brexit“-Szenario vor, das das Land bis zum Jahr 2030 acht Prozent Wachstum kosten könnte.

    McEntee entstammt einer Generation, die ein Europa mit Grenzen und Zollkontrollen nie gekannt hat. Die „Brexit“-Debatte in Irland habe auch ihr Gutes. „In anderen Ländern nehmen viele Junge die Vorteile der EU als gegeben hin. Bei uns dagegen befürworten 92 Prozent von ihnen die EU.“

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