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Europareise Pakistanischer Präsident wirbt um Vertrauen

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf Musharraf versucht, nach dem Attentat auf Bhutto längst verlorenes Vertrauen wuieder aufzubauen. Auf seiner Europareise hat er daher beispielsweise faire und transparente Wahlen angekündigt.

HB BRÜSSEL. Zum Auftakt seiner Europareise hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf „faire, transparente und friedliche Wahlen“ am 18. Februar versprochen. Der Westen könne gewiss sein, in Pakistan einen verlässlichen Verbündeten zu haben, sagte Musharraf am Montag vor Journalisten in Brüssel. Der pakistanische Präsident traf dort unter anderem mit dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana zusammen.

„Ich glaube sehr stark an Demokratie und Menschenrechte“, versicherte Musharraf. Die Europäer müssten Ländern wie Pakistan jedoch Zeit geben, hier vergleichbare Standards zu erreichen: „Ihr habt Jahrhunderte gebraucht, um dahinzukommen, wo Ihr jetzt seid. Gebt uns Zeit, dieses Niveau zu erreichen.“ Pakistan sei „auf dem richtigen Kurs“, eine vollständige Demokratisierung des Landes werde aber dadurch erschwert, „dass wir in einigen Provinzen eine feudalistische, von einer Stammesgesellschaft geprägte Umgebung haben“, sagte der pakistanische Präsident.

Befürchtungen, das pakistanische Atomwaffenarsenal könnte Terroristen in die Hände fallen, wies Musharraf entschieden zurück: „Es besteht keinerlei Risiko, dass unsere nuklearen Besitzstände in die falschen Hände geraten könnten“, sagte er.

Mit seiner Europareise will Musharraf nach dem Attentat auf Oppositionsführerin Benazir Bhutto offenbar der wachsenden Besorgnis des Westens über die Stabilität seines Landes begegnen. Nach seinem Gespräch mit Solana standen Treffen mit NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und Abgeordneten des EU-Parlaments auf seinem Besuchsprogramm. Am Dienstag wird Musharraf in Paris beim französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy erwartet.

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