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Europas Krisenstaaten La dolce vita? War gestern!

In der Sommerzeit regiert im europäischen Süden das süße Leben. Doch die Krise verändert den Alltag der Menschen. Von Lebensmittelknappheit, Jobsorgen und Rabatten in Strandbars – unsere Korrespondenten berichten.
31.07.2013 - 06:28 Uhr 61 Kommentare
Noch sind viele Italiener am Strand. Doch  politisch steht ein heißer Herbst bevor.

Noch sind viele Italiener am Strand. Doch politisch steht ein heißer Herbst bevor.

Athen/Mailand/Madrid In Zeiten der Krise haben Zahlen Hochkonjunktur. Da wird mit Millionen, Milliarden und manchmal sogar Billionen jongliert, dass einen erst Schwindel und dann Gleichmut packen. Irgendwann verlieren die Ziffern mit ihren vielen Nullen an Bedeutung. Wie viel Euro steckten noch mal in der Finanzspritze für Mittelständler in Griechenland? 100 Millionen, 500 Millionen oder eine Milliarde? Ist nun die Staatsverschuldung von Italien auf zwei Billionen Euro gestiegen oder war das die Summe für den EU-Haushalt bis 2020? In solchen Größenordnungen verschwimmt vieles.

Es kann auch ein gutes Schutzschild sein, sich hinter Zahlen zu verstecken. 15.000 Stellen muss Griechenland im öffentlichen Dienst streichen. Klar, zwingend notwendig, bei den Schulden. Und vielleicht sieht es auch Christos so, der bei der Stadtverwaltung von Thessaloniki beschäftigt ist. Doch er macht sich Sorgen. Denn die Krise holt ihn ein. Seine Frau Nansi hat es schon getroffen, der Keks-Produzenten Allatini konnte sie nicht mehr bezahlen.

„Die Krise begegnet einem vor allem in den Gesichtern der Menschen“, schreibt unser Korrespondent in Athen. „Als ich vor drei Jahrzehnten nach Athen kam, lernte ich die Griechen als ein optimistisches, lebensfrohes Volk kennen. Jetzt sind sie verzagt und verunsichert.“

Auch in Spanien und Italien verändert die Krise den Alltag. Auf unterschiedlichste Weise – wie unsere Korrespondenten zu berichten wissen. Geschäfte öffnen auch während der Sommerhitze, Versorgungsengpässe in den Städten – eigentlich üblich im Hochsommer – bleiben deshalb aus. Strandlokale locken mit Sonderangeboten, denn sie wissen, das Urlaubsgeld ist knapp bemessen. Trotzdem fahren die Madrilenen raus aus ihrer Stadt, für ein paar Tage Meerluft schnuppern, das muss sein, trotz Krise.

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    61 Kommentare zu "Europas Krisenstaaten: La dolce vita? War gestern!"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wir wissen jetzt: Die politische Rechnung, mit einer gemeinsamen Währung die politische Union, das heisst gleichgerichtetes Handeln zumindest in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht in Europa zu erzwingen, ging, wie vorauszusehen war, komplett "in die Hose". Insbesondere die ClubMed-Länder haben zumindest nach der Eingewöhnungsphase seit 2006 die politische Union als Haftungsunion für eigene politische Versäumnisse gesehen. Während Deutschland mit Sorge um seine Wettbewerbsfähigkeit gleich 2003 durch die Umsetzung der Agenda 2010 Löhne und Sozialleistung kürzte, haben die ClubMed-Länder zunächst einmal einen großen Schluck aus der Pulle genommen: Die Löhne und Sozialleistungen stiegen dort von 2000 bis 2013 um 30-40%, während sie in Deutschland in der gleichen Zeit mit 10% sogar real verfielen. Im Ergebnis musste das verheerend wirken: Exportweltmeisterschaft hier mit einer Verarmung insbesondere des leistungsfähigen Mittelstandes, Importweltmeisterschaft auf Pump und Abbau des eigenen Leistungspotentials in den Mittelmeerländern. In beiden Fällen sind die externen Schulden von 2005 von etwa 50% des BIP auf fast 90% des BIP gestiegen. Aber das Volk büßt immer, was die Könige tun, schrieb vor 2000 Jahren der Römer Horaz: Die jetzt dringend notwendigen Konsolidierungen büßen die Menschen in den ClubMed-Ländern jetzt mit Arbeitslosigkeit von rd. 60%, verfallenen Renten und höheren Steuern, was Deutschland schon durch die Agenda 2010 vorgemacht hat, was sie aber zur Zeit wieder erneuern müssten: Dem Gedanken Europa haben so die Politiker einen Bärendienst erwiesen; aber der Wille zur Umkehr ist schwach, zum großen Teil fehlt sogar noch die Einsicht: Wie sich in Deutschland Kräfte der Vernunft in der AfD bündeln, wachsen solche Kräfte in den am stärksten betroffenen Ländern des ClubMed leider nur sehr verhalten, weil es dort bereits zu spät ist. Deutschland hat im September noch eine reelle Chance,
      Schöne Grüße von der AfD
      Klaus Peter Kraa

    • Manche Journalisten sollten tatsächlich mal die "Dolce Vita" ausprobieren, bevor diese so süße Worte aus der Tastatur hauen.
      Die gabs auch vor dem Euro nicht wirklich, jedenfalls nicht für stinknormale Arbeitnehmer die gefälligst auch dem Konsumrausch verfallen sollen, damits brummt.
      Schade, das auch immer mehr sich dem teile und herrsche offensichtlich verpflichtet fühlen. Zumindest bekommt man bei solchen Schlagzeilen den Eindruck.
      Wem solls helfen? Den deutschen Leiharbeitern damit diese denken, ach so schlecht gehts uns ja nicht?

    • Ich bin Grieche, in Deutschland aufgewachsen. Was ich häufig bedauere ist die Stimmung, die hautsächlich von den Medien gegen die Mittelmeerstaaten gemacht wird. Es beruhigt mich aber zu sehen, dass es doch einige auch hier in Deutschland gibt die sehen, dass das Problem nicht die "faulen Griechen" gegen die Deutschen ist, sondern die abdriftende Mittel- und die Unterschicht gegen die Oligarchen, Politiker und viele Reichen sowie die Wirtschaftsleute. Aber auch hier in Deutschland haben es immer mehr Menschen schwerer vom Erarbeiteten zu überlebenen. Dies geschieht z.Z. im krassen Ausmaß in Griechenland, Spanien etc. Die Reichen, Oigarchen, Großunternehmen werden durch Maßnahmen, die z.B. in Griechenland durch die Troika durchgesetzt werden nicht getroffen, sondern die hauptsächlich die Mittelschicht, die hart arbeitet, nicht weniger als in Deutschland (ja auch die Beamten hier haben viele Vorteile, zugegeben in Griechenland herrscht das Problem der Vetternwirtschaft). Ein Hoeneß, der astronomische Unsummen nicht versteuert hat, wird nicht an den Pranger genommen, nut weil er "gut für den FC Bayern ist". Was ist mit den einfachen Leuten, wenn die minimale Summen nicht versteuern? Die werden natürlich strafrechtlich mit aller Härte verfolgt.
      Das Problem ist nicht: die Deutschen die für die Dolce vita der Südländer zahlen, das Problem sind die Wirtschaftselitären gegen die einfachen Leute, welche immer mehr arbeiten, mit immer schlechteren Arbeitsbedingungen (Leiharbeiter etc.), und kaum noch über die Runden kommen.

    • Mit CDU SPD GRÜNE FDP CSU LINKE steht es mir bis zur Oberkante der Unterlippe!
      Schon seit Jahren…

      Ich wähle am 22.09.2013 AfD!
      Wer sieht und versteht, der kann nicht anders!

    • Tja,
      wer solche Politiker hat,
      braucht wahrlich keine Feinde!
      „CDU SPD GRÜNE FDPCSU LINKE“
      Deutschlands schlimmste Feinde!

      --
      Wie grün-rote Medien die Debatte um Kindesmissbrauch bei den Grünen weichspülen

      http://www.focus.de/politik/gastkolumnen/wolffsohn/focus-online-gastkommentar-wie-gruen-rote-medien-die-debatte-um-kindesmissbrauch-bei-den-gruenen-weichspuelen_aid_1058775.html
      --
      Wegen schlechter Haushaltslage
      Pleite-Hauptstadt Berlin – Polizisten müssen Schutzwesten zurückgeben

      http://www.focus.de/politik/deutschland/wegen-schlechter-haushaltslage-pleite-hauptstadt-berlin-polizisten-muessen-schutzwesten-zurueckgeben_aid_1058731.html
      --
      Umsätze im Einzelhandel überraschend deutlich gefallen
      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/schwache-geschaefte-umsaetze-im-einzelhandel-ueberraschend-deutlich-gefallen-/8574332.html
      --
      Überraschend? – Wie dämlich ist das denn!- „Verlogenes Gesindel“


      Das ist erst der langsame Anfang...
      Der Hass auf die Politik wird jeden Tag das erste und das letzte, woran ihr denken werdet!

    • Ach "Freidenker", wie habe ich Sie nicht vermisst, als Sie im Urlaub waren. Warum sind Sie nicht länger geblieben?

      Zitat: Es interessiert in einer Egoistischen Gesellschaft keinen wie sein Nachbar klar kommt. Und wenn dieser auf der Straße verrecken muß!!

      __________________

      Schon an diesem Statement sieht man, wie verbogen Sie denken. Scheinbar das letzte Hochwasser nicht mitbekommen und was da passiert ist zwischenmenschlich, weil es nicht in Ihre Theorie passt.

      Wieviele Leute sind denn da verreckt, weil niemand geholfen hat????

      Was ich vor allen Dingen überhaupt nicht an Ihnen austehen kann, ist Ihre überhebliche Arroganz (ungefähr jeder andere Komentator hat bereits von Ihnen das Prädikat, "Nicht-Kapierer" und "Dummkopf" erhalten mit der Implikation, das Sie der grosse Erleuchtete sind, Gähn), sowie ihr billiges Prophetentum "es wird viel Blut fliessen...", das an Talibanmaschen erinnert. Mehr haben Sie nicht drauf und vor allen Dingen können Sie eines nicht: mit Menschen auf Augenhöhe reden.

      Hetzen Sie nur weiter, für mich sind Ihre Kommentare doch nur etwas, das ich überspringe, weil zu banal.

    • Ist Ihnen vielleicht schon mal der Gedanke gekommen, dass es auch Andersdenkende geben könnte, welche sich zur Marktwirtschaft und zur Leistungsgesellschaft bekennen und nicht beabsichtigen, in einem Sozialistischem "Naturschutzgebiet" sozial-gerecht-und gleichmäßig zu verarmen ? Ansonsten bitte ich Sie um Verständnis, dass ich nicht auf diesem Niveau diskutieren möchte.

    • Vielleicht bin ich zu pessimistisch, aber ich frag mich, wie die Krisenstaaten ohne Daueralimentation auskommen können.
      Griechenland war nie imstande ohne die massiven EU-Subventionen einen höheren Lebensstandard zu erwirtschaften. Spanien hatte 1995 über 20% Arbeitslosigkeit, trotz hoher EU-Subventionen, und erst der Zinsgewinn des Euro, die Immoblase brachte Spanien eine Scheinblüte. Wie sollen diese Staaten ihren Lebensstandard halten können? Die solventeren Nordländer müssen die Südländer dauerhaft alimentieren, weil es sonst soziale Proteste dort gibt. Aber die gibt es dann im Norden.
      Die Eurostaaten sind wegen dem Euro zu Dauertransfers verdammt, denn Schweden oder auch GB beteiligen (und das erwartet auch niemand) sich nicht an der "Rettung" des Euro. Am Ende sind alle verarmt, die einen früher, die anderen etwas später. Ohne Euro könnten die Südländer abwerten, und die wären für ihre Schulden ganz alleine verantwortlich. Mit Euro können sie innerlich nie so stark abwerten wie mit eigener Währung, und erwarten Hilfszahlungen von den Nordländern, ohne dass die Steuerzahler des Nordens irgendwie Einfluss auf Politik/er der Südstaaten nehmen können.

    • Warum bringt der Artikel keine Zahlen über beispielsweise die Wohneigentumsquote in den Krisenstaaten verglichen mit der in Deutschland? Über den Anteil der Höhe der Heizkosten und Mieten am verfügbaren Einkommen, über die Lebensarbeitszeit, die Beamtenquote im Verhältnis zum BIP oder im Verhältnis zu der Einwohnerzahl?
      Warum fehlt die Entwicklung des pro-Kopf-Einkommens in den letzten 20 Jahren?
      Der Artikel soll wohl die Eurorettungskritiker besänftigen, vergisst aber zu bemerken, dass Besitzer griechischer Yachten unter 12,5 m noch immer keine Luxussteuer bezahlen müssen, während die Aufstocker, HartzIVler, Niedriglöhner und Zeitarbeiter in Deutschland es "vielen" in Spanien gleichtun müssen ("Längst vergessen die Zeiten, als viele spanische Familien sich noch vier Wochen oder länger im Sommer an die Küste zurückzogen...")


    • Gerd Höhler ist Handelsblatt-Korrespondent in Griechenland
      Griechenland: Lebensfreude bleibt auf der Strecke
      ----------
      Und was werter Gerd Höhler,schreibt man als Deutscher
      so in Griechenland in deren Gazettenn über die
      Befindlichkeit der Deutschen.
      Irgend ein Wort des Bedauerns,über Sklavenlöhne,der
      geschaffenen Armutsindustrie wo mittlerweile millionen
      Arbeitsplätze dranhängen..Das heißt,man muß sie deshalb
      noch fördern,die Armut..der Arbeitsplätze wegen.
      Eine Paralellwelt wie Deutschland sie seit
      Kriegsende nie erlebte.
      4500 Fahrer alleine dafür unterwegs,Tafelessen zusammen
      zuklauben.Auch ein Armutsbeschäftigungsmaßnahme.

      Dazu noch horrende Migrationskosten.
      Auch eine Industrie für sich geworden,die um die
      hundert Milliarden pro Jahr verschlingt.

      13.Monatsgehalt gestrichen,Frauen sieben Jahre mehr
      Lebensarbeitszeit aufgedrückt,weil Kindererziehung
      und Elternbetreuung nicht mehr angerechnet werden.
      Sterbegeld-Zuzahlung gestrichen,dafür hohe Eigenbeteiligung an medizinischen Notwendigkeiten
      wie Brille,Zahnersatz,Krankenbett,Rollstuhl,Medikamente.
      Die Griechen wurden schon immer bedient aus dem
      EU Fördertopf,in dem der Deutsche das
      meiste zubutterte..Nur draus gemacht,haben sie nichts.

      Dafür und noch für noch mehr,betrügt die Politik,seit Jahren seine Rentner in Deutschland und brachte sie um die Früchte ihrer Arbeit..Interessiert Sie die Suizidrate
      älterer Frauen..die Dunkelziffer sagt man,sei höher
      als die angegebenen 3000 im Jahr.
      Dazu noch die Vernachlässigung,das dahinsiechen in den Heimen,die unbezahlbar sind...Da ist schon Jahre,
      keine Lebensfreude mehr..Staatsgewollt,denn der
      kümmert sich nur noch um seine Einnahmen.
      Vermaledeite Ignoranten.



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