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Europawahl Abwärtstrend bei Wahlbeteiligung gestoppt

Kein berauschender Anstieg, aber auch kein historisches Tief: Der Abwärtstrend bei der Wahlbeteiligung wurde ersten Berechnungen nach gestoppt. Die Teilnahme lag bei 43,09 Prozent - nur knapp höher als 2009.
26.05.2014 - 03:11 Uhr Kommentieren
Wahlhelfer leeren eine Wahlurne mit Briefwahlstimmen in der Mensa einer Schule in Berlin. Quelle: dpa

Wahlhelfer leeren eine Wahlurne mit Briefwahlstimmen in der Mensa einer Schule in Berlin.

(Foto: dpa)

Brüssel Bei den Europawahlen ist es den Europäern ersten Berechnungen des EU-Parlaments zufolge gelungen, einen Abwärtstrend zu stoppen: Erstmals haben demnach nicht weniger Wähler an der Abstimmung teilgenommen als bei der vorherigen Wahl. Das EU-Parlament gab am frühen Montagmorgen in Brüssel eine Wahlbeteiligung von 43,09 Prozent bekannt. Demnach dürfte die Beteiligung das historisch niedrige Interesse des Jahres 2009 - wenn auch knapp - nicht unterschreiten.

Bei der ersten Wahl des Europaparlaments durch die Bürger der Mitgliedstaaten im Jahr 1979 beteiligten sich noch 63 Prozent der Wahlberechtigten. Seitdem ist die Beteiligung von Mal zu Mal gesunken auf nur noch 43 Prozent im Jahr 2009. Nun wurde dieser Abwärtstrend zumindest gestoppt.

Von Land zu Land ist das Bild wie schon bei den vergangenen Wahlen sehr unterschiedlich: In Deutschland gingen vor fünf Jahren 43,3 Prozent der Berechtigten zur Wahl, also leicht mehr als im EU-Schnitt. Diesmal waren es mit knapp 48 Prozent deutlich mehr. Die Beteiligung in Deutschland liegt somit in diesem Jahr klar über dem EU-Schnitt. Jeweils 90 Prozent erreichte die Wahlbeteiligung in Belgien und Luxemburg - wo allerdings Wahlpflicht herrscht.

Eine gestiegene Wahlbeteiligung verzeichneten etwa auch das politisch nach rechts gerückte Frankreich mit 43,4 Prozent (2009: 40,6 Prozent), das europaskeptische Großbritannien mit 36,0 Prozent (2009: 34,7 Prozent) oder das krisengeschüttelte Griechenland mit 57,4 Prozent (2009: 52,6 Prozent).

In mehreren osteuropäischen Staaten war das Interesse hingegen gering: In der Slowakei gingen 13 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung nach knapp 20 Prozent vor fünf Jahren. In Tschechien lag die Beteiligung bei 19,5 Prozent, nachdem sie 2009 noch bei 28 Prozent gelegen hatte. In Slowenien beteiligten sich 21 Prozent der Wähler, dort hatte der Wert bei den letzten Wahlen bei 28,3 Prozent gelegen.

  • afp
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