AfD-Chef Adam „Gauweiler ist begabtester Schüler der AfD“

Die Alternative für Deutschland sieht die CSU auf AfD-Kurs. Dass CSU-Vize Peter Gauweiler teils für dieselben Themen steht wie die AfD, löst jedoch nicht nur Begeisterung bei der Anti-Euro-Partei aus.
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Der Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler ist CSU-Vize - die AfD sieht ihn als Sympathisanten, weil er auch für ihre Themen steht. Quelle: dpa

Der Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler ist CSU-Vize - die AfD sieht ihn als Sympathisanten, weil er auch für ihre Themen steht.

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BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) hat den etablierten Parteien Themenklau vorgeworfen. Die „Lautsprecher der gegnerischen Parteien“ bewiesen durch ihr „eifriges Kopieren“, wie überfällig vieles von dem sei, was die AfD vorschlage. „Und was von den sogenannten Volksparteien, die seit Jahr und Tag an der Regierung sind, zum Schaden des Landes versäumt worden ist“, sagte AfD-Sprecher Konrad Adam Handelsblatt Online.

Als „begabtester Schüler der AfD“ habe sich CSU-Vize Peter Gauweiler einen Namen gemacht, sagte Adam weiter. „Von seinem Chef Horst Seehofer als Köder auf den Angelhaken der CSU gesteckt, spricht Gauweiler inzwischen so ziemlich alles nach, was ihm die AfD vorgesprochen hat.“ Gauweiler sei dafür, den Euro-Zwangsverband zu lockern, verlange ein Plebiszit über die Zukunft der EU, plädiere dafür, Asylanten das Recht auf Arbeit zuzugestehen und wolle den im Ausland lebenden Kindern das Kindergeld aus deutschen Kassen vorenthalten. Als vorläufigen Höhepunkt von Gauweilers „Kopistentätigkeit“ bezeichnete Adam dessen Kritik an der Entsendung von OSZE-Beobachtern in die Ukraine.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag wies heute Gauweilers Ukraine-Äußerungen als irritierend zurück, verzichtete aber auf eine Rüge. Gauweiler sei klar gemacht worden, dass besonders seine Kritik am Verhalten der Bundeswehr-Mitglieder der OSZE-Mission unangemessen gewesen sei, sagte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt. Auch die rechtlichen Grundlagen für den Einsatz seien einwandfrei gewesen.

Auf eine Rüge Gauweilers sei aber verzichtet worden, sagte Hasselfeldt. „Das ist nicht meine Art der Führung.“ Auch dass die Diskussion einen stellvertretenden Parteichef betreffe, „hält eine Partei wie die CSU aus“.

Gauweiler habe in der Sitzung der Landesgruppe am Montagabend eine halbe Stunde lang zu dem Vorgang Stellung genommen. Dabei habe es sich ihr allerdings „nicht so schnell erschlossen, was er gemeint hat“, sagte die Vorsitzende. Sie interpretiere ihn aber so, „dass er durchaus nochmal nachdenkt über das, was diskutiert wird“.

Zwischen Anti-Brüssel-Propaganda und Bekenntnissen zu Europa
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9 Kommentare zu "AfD-Chef Adam: „Gauweiler ist begabtester Schüler der AfD“"

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  • Teil 4
    FDP

    Über die FDP denke ich nicht mehr nach. Auch die Übernahme von AfD-Positionen wie “ein Austrittsmechanismus für Euro-Länder schaffen “ wird diese Klientel-Partei nicht retten.
    Und: sich etwas auf die Fahnen zu schreiben, was ohnehin manipulierbar und vom Bürger kaum kontrollierbar ist (wie hier: den “Rettungsschirm ESM schrittweise reduzieren”), ist unanständig. Wir sehen ja am Beispiel Griechenlands, wie sehr die EU und die Troika bereit sind, die Zahlen zu fälschen, nur damit die Bürger denken, es sei alles im “grünen Bereich”. So eine Fälschung würde dann zu einem “Erfolg” der FDP umdeklariert werden.

    AfD

    Diese Partei stellt nicht nur Forderungen, sondern sagt auch, WIE es stattdessen besser gemacht werden kann.
    Auch denkt sie in der Euro-Frage als einzige konsequent:
    Der Euro ist nicht geeignet als Währung für Länder mit total unterschiedlicher Wirtschaftskraft.
    Deshalb ist es auch unmöglich, eine “Neuausrichtung” der WU (die LINKE) vorzunehmen, ohne gleichzeitig den Euro zu reformieren. Das kann nur heißen, dass einige Länder aus dem € aussteigen werden. Und wenn dies geschieht, dann wird der Rest der WU vor genau den Alternativen stehen, die schon im vorläufigen Wahlprogramm der AfD (vor d. BT-Wahl 2013) stehen: entweder lässt den Maastrichter Vertrag wieder gelten (kein Staat unterstützt den anderen) - dann könnte der Euro bleiben. Oder man einigt sich nicht und alle kehren zu ihren nationalen Währungen zurück. Auch ein Nord-Euro könnte sich bilden.
    Etwas anderes ist nicht möglich.
    Die einzigen, die das schon seit Monaten sagen und sich wegen dieser Wahrheiten den übelsten Propagandalügen aussetzen, sind die Leute von der AfD.
    Auch die anderen Forderungen im EU-Programm haben Hand und Fuß. Überall ist der Wille der Bürger zu erkennen - und eben nicht der Wille der Lobbyisten.
    Ende.

  • Teil 3
    Linke
    Wie es “sozial, friedlich und demokratisch” werden soll mit einem Einheits-Euro, das sagt die Linke nicht. Was soll ich unter “solidarisch” verstehen? Bedeutet es, dass wir im Norden weiter für den Süden bezahlen sollen? Würde sich dadurch etwas an der wirtschaftlichen Lage im Süden verändern?
    Was bedeutet “Neuausrichtung” der WU? Butter bei die Fische, bitte! Bisher hat die Linke nur die ART der €-Rettung moniert. Sie will nicht den Banken, somdern den Staaten/Bürgern DIREKT das Geld geben. Toll. Ändert das etwas an der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit, die der Grund für die €-Krise ist? Nein. Unser Geld ist trotzdem weg und fehlt uns hier an allen Ecken und Enden.
    “Keine Nato und keine Rüstungsexporte mehr”. Hmm. Wir haben doch EU-Wahlen und keine Märchenstunde.

    Grüne

    Die Grünen bastelten am unsäglichen EEG mit, dass jetzt ALLEIN uns Bürgern ständig steigende Preise beschert. Das zeugt von großer Inkompetenz in Organisationsfragen. Und hatten sie nicht - neben der SPD - auch ihre Finger in dem Gesetz, dass letztlich den Mädchenhandel extrem gefördert hat und eine Strafverfolgung fast unmöglich macht?
    Und solchen Leuten wollen wir noch weitere wichtige Themen überlassen?
    Wenn sie sich wenigstens auf ihre Kernbereiche wie “gegen Gentechnologie” und “für Atomausstieg” oder “Angabe von Herkunftsangaben” begrenzen würden, dann könnte man sie ja VIELLEICHT noch in guten Zeiten wählen. Aber wir haben keine guten Zeiten. Uns drückt der falsche Euro, der für die einen Länder zu stark und für die anderen zu schwach ist. DAS ist das zentrale Problem, der Schlüssel zu fast allen Problemen in den €-Ländern.
    Aber das sehen die Grünen nicht. Sie folgen den Lobbyisten und bestehen auf der Fortsetzung der Fehler.
    Ende Teil 3

  • Teil 2
    SPD
    Der Spitzenmann ist ein Buchhändler, der bestenfalls etwas von Büchern versteht. “Bestenfalls”, weil ich bei einem Buchhändler auch ein Mindestmaß an Grammatikkenntnissen voraussetze. Als “das am meisten gereisteste” stellte er heute früh im ARD sein Maskottchen vor. Wer in seinem Alter noch immer den Komperativ von Verben bildet, beweist eine gewisse Belehrungsresistenz. Die perfekte Marionette, geradezu ideal als EU-Kommissionspräsident. Und es passt auch zum Demokratieverständnis der SPD, dass sie allem dem Kampf ansagt, was sich außer ihr am Markt tummelt. “Rechts- und Linkspopulismus” nennt sie das demokratische Meinungsspektrum außerhalb der SPD.
    Die Minderung der Bankenmacht und “weniger EU-Bürokratie” hätte sie bereits in den vergangenen Legislaturperioden durchsetzen können - in der EU + in Deutschland. Stattdessen hat sie alles durchgewinkt, was die Bankenlobby vorschlug. Warum also sollte man nun glauben, dass es in der Zukunft anders läuft?
    “Trennung von Investment- und Geschäftsbankensystem” - war es nicht die SPD selbst, die diese Trennung erst aufgehoben hat?
    Europaweite Mindestlöhne - fabelhaft, um Geld zu sparen. Man wird sich gern an den schwächsten EU-Ländern orientieren: Bulgarien z.B., da gibt es Minilöhne, von denen deutsche Unternehmen nur träumen. Eine typische, unüberlegte SPD-Forderung mehr, die uns schaden wird.
    “Dass ausgerechnet ein Mann wie Schulz “zugkräftig” ist, beweist nur, wie leichtgläubig und naiv SPD-Wähler sind.
    Ende Teil 2

  • Zum Info-Block: Die Europawahl-Programm der Parteien

    CDU

    Haha - Schuldenvergemeinschaftung verhindern und ESM erhalten wollen! Der dauerhafte Rettungsschirm IST bereits die Vergemeinschaftung der Schulden!
    Es ist nicht möglich, dass dies innerhalb der CDU nicht gesehen wird. Logisches Fazit:
    Die CDU will ihren Wählern absichtlich nicht die Wahrheit sagen, sie belügt sie. Warum? Verfolgt sie in Wahrheit andere Ziele? Der Verdacht liegt nahe. In den Parlamenten in der EU und in Berlin geben sich die Lobbyisten die Klinke in die Hand.,

    CSU

    Das Kalkül der CSU ist nicht neu und mehr als durchsichtig: erst übernimmt sie Positionen anderer, um deren Wähler abzuschöpfen und hinterher wird NICHTS davon umgesetzt. Große Reden und nichts dahinter - anders war es nie.
    Das beste Beispiel ist die derzeitige Übernahme von AfD-Positionen: die große Schwester CDU wird niemals zulassen, dass auch nur darüber diskutiert wird. Und “mehr Demokratie” war schon ein Verhandlungspunkt während der Koalitionsverhandlungen. Und? Was ist daraus geworden?
    Gauweiler lässt sich instrumentalisieren - ob absichtlich oder nicht sei dahin gestellt.
    Ende Teil 1

  • Zur Europawahl 2014 wird das Wahlvolk von der CSU verhöhnt- vielleicht auch in geheimem Einverständnis mit der CDU(auch wenn die CDU die CSU in der Öffentlichkeit dafür kritisiert). In angeblichem Gegensatz zur CDU fordert die CSU, daß die Anzahl der (höchst kompetenten) EU-Kommissare von 28 um die Hälfte auf 14 reduziert wird. Wenn diese Forderung tatsächlich sachlich(und nicht populistisch) gerechtfertigt sein sollte, gehörten der gesamte EU-Apparat und die Parteien, die ihn geschaffen haben, aufgelöst bzw. nicht mehr gewählt und dafür zur Verantwortung gezogen, daß sie bisher Steuergelder in krminellen Ausmaß verschwendet haben. Wird die CSU im erhofften Ausmaß bei der Europawahl gewählt, bleibt von der erwähnten Forderung sehr schnell nichts mehr übrig. Es handelt sich um eine Scheinforderung, die verhindern soll, daß zu viele Wähler zur AfD abwandern, also um eine Verhöhnung der Wähler, an der auch die CDU beteiligt sein dürfte. Wer läßt sich auf dieses Weise verhöhnen?
    Daß die EU-Kommission mit 28 Kommissaren grotesk überbesetzt ist, hätte eigentlich auch dem EU-Bürokratieabbau --Beauftragen Stoiber von der CSU auffallen müssen. Stammt die Forderung, die Anzahl der Kommissare von 28 auf 14 zu reduzieren, von Herrn Stoiber? Wenn nicht, hat er bei seinen Vorschlägen zum EU-Bürokratieabbau etwas Gravierendes übersehen und 14 EU-Kommissare wurden bisher zu Lasten des EU-Steuerzahlers ungerechtfertigt bereichert. Es könnten schenkungsteuerpflichtige Sachverhalte vorliegen.

  • Gauweiler - der Plagiator
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    Er bedient sich der AfD-Thesen, weil ihm selbst nichts einfällt. Er ist somit wirklich der beste Schüler der AfD.
    Aber ich wähle dennoch lieber das Original, denn da weiß ich, die meinen es ernst, auch nach der Wahl!
    Und das ist bei der CDU/CSU nicht immer der Fall!
    Und gerade was den Euro und die Schuldenunion betrifft, ist die CSU tief gespalten.
    Da lobe ich mir die klaren Aussagen der AfD.

  • Gauweiler hat Recht: Die ursprünglichen Vorstellungen vom Europa der Vaterländer, ein freiwilliger Zusammenschluss, der die jeweilige kulturelle Tradition der Einzelstaaten überarbeitet und alles ausgrenzt, was dem Kulturaustausch und der Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Entwicklung einer humanistischen Kultur bisher im Wege stand und Konfliktstoff der Vergangenheit war und immer noch ist mit dem Ziel: Endlich eine Versöhnung von Geist und Natur in Europa gemeinsam zu erreichen. Angesichts der Kulturtradition von Antike, Renaissance, Humanismus und Aufklärung in Europa wäre das eine spannende Aufgabe, die auch dieser noch jungen Nation Deutschland ermöglichen könnte, ihre geistige Entwicklung seit 1871 gründlich zu überprüfen und selbstkritisch aufzuarbeiten und sich danach einer humanistischen Kulturtradition zu nähern.
    Und was haben wir heute? Genau das Gegenteil, nämlich den bösen und verkrampften Versuch, die guten Eigenschaften (nicht Eigenheiten oder Eigenarten wie das Wiederaufleben nationalistischer Vorurteile, die offensichtlich durch diesen Einigungsversuch befördert werden) der europäischen Völker über eine Haftungs- und Schuldenunion in einem alptraumhaften Euro-Topia des Wettlaufs um die besten noch vorhandenen Renditen unter großkapitalistischer Regieanweisung des Mario Draghi zu verwischen und das auch noch politischen Dilettanten zu überlassen, die bereits in ihren eigenen Ländern gescheitert sind, wie z.B. dem Häuptling dieses EU-Marionetten-Kabinetts, Barroso. Und der Präsident des EU- Parlaments, Bürgermeister eines Nestes bei Aachen und jetzt oberster Spesenritter der europäischen Union gibt in diesem Sinne noch seinen Senf dazu: Maastricht soll an die „Realitäten“ angeglichen werden: An die Realitäten großkapitaler Renditejagden zu Lasten der Menschen in Europa? Das ist nicht lediglich politische Aporie, sondern unanständiges Lakaientum für das Großkapital im pekuniären Eigeninteresse (Gerhard Schröder lässt grüßen).

  • Gauweiler muß NICHTS von der AfD lernen. Er ist (mindestens genauso) das Original. Er war einer der wenigen Abgeordneten, die sich massiv und lautstark den Vertragsbrüchen und Machenschaften der EU-Banklobby widersetzte und auch deshalb nach Karlsruhe ging. Er steht damit natürlich ziemlich ALLEINE in seiner US-hörigen Spetzl-Partei. Daher haben Sie natürlich recht: glaubhaft ist die CSU deshalb noch lange nicht.

  • Gauweiler muss den CSU-Karren ziehen und die AfD massiv kopieren. Glaubhaft ist das für die CSU nicht, darum besser das Original AfD wählen. Erstaunlich ist aber, dass die große Bruderpartei CDU alles frisst, was die CSU auftischt. Es fehlen der Union wohl die Argumente, weil sich mit "Merkel" im Sack und ohne Argumente die Wähler abwenden. Habe gerade im ntv die Brehmer-Diskussion mit Fuchs (CDU) und Lucke (AfD) gesehen. Fuchs wirkte unsicher und naiv und konnte Lucke kaum das Wasser reichen. Lucke war bestens informiert, vorbereitet und argumentativ überzeugend. Somit bleibt die AfD das Original mit einem guten EU-Programm: bürgernäher, mitbestimmender, gegen Schuldenvergemeinschaftung, gegen Brüssel-Diktatur und für Freiheit und Demokratie, die in den Ländern vor Ort bestimmt wird. Da kann man alle Blockparteien abhaken. Endgültig.

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