Neue Attacken gegen Lucke AfD-Hilfeappell an politische Konkurrenz verpufft

Die AfD beklagt massive Attacken im Europawahlkampf und bittet daher andere Parteien um Beistand. Doch statt zu helfen, erneuert die FDP ihre Angriffe – und wehrt sich ihrerseits gegen Beschimpfungen aus dem AfD-Lager.
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Die Spitzenkandidaten für die Europawahl der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel (l.), stellen sich in Berlin den Fragen der Hauptstadtjournalisten. Quelle: dpa

Die Spitzenkandidaten für die Europawahl der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel (l.), stellen sich in Berlin den Fragen der Hauptstadtjournalisten.

(Foto: dpa)

BerlinDer Chef der baden-württembergischen FDP, Michael Theurer, hat seine Äußerungen über den Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, verteidigt. „Lucke reagiert auf inhaltliche Kritik mit Rundumschlägen, statt sich der Kritik zu stellen“, sagte das Mitglied im Präsidium der Bundes-FDP Handelsblatt Online. „Wie berechtigt die Kritik an der AfD ist, zeigen die üblen Beschimpfungen und Verunglimpfungen, die ich in zahlreichen Emails von selbsterklärten AfD-Anhängern erhalten habe.“ Es sei daher „absurd, wie Herr Lucke jetzt um Mitleid heischt“.

Lucke hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Berlin von massiven Angriffen und Störungen im Europawahlkampf berichtet. Es seien nicht nur AfD-Plakate beschädigt worden, Veranstaltungen würden durch linke Demonstranten gestört, und auch körperliche Attacken auf AfD-Wahlkämpfer seien vorgekommen. Andere Parteien sollten sich daher schützend vor die AfD stellen.

Lucke wies auch „Entgleisungen“ anderer Politiker im Umgang mit der AfD zurück. Als „ungeheuerlich“ bezeichnete er eine Äußerung des FDP-Europakandidaten Theurer, der Lucke als „verkappten Salonfaschisten“ bezeichnet hatte. Die AfD sei weder rechtspopulistisch noch fundamental-christlich geprägt, betonte er.

Theurer sagte dazu, selbstverständlich sei Gewalt immer abzulehnen und zu verurteilen. „Aber vielleicht sollte Herr Lucke erstmal vor seiner eigenen Türe kehren.“ Die von ihm „inhaltlich fundierte Kritik“ bleibe bestehen. So seien Luckes „10 Thesen zum Islam“  oder seine Äußerungen über den Ex-Fußballnationalspieler Thomas Hitzlsperger „diskriminierend und entsprechen national-konservativen Argumentationsmustern“.

Auch den Teilungsplan zur Ukraine habe der AfD-Chef bislang nicht revidiert. „Offensichtlich liegen bei Herrn Lucke die Nerven blank und dafür gibt es auch einen guten Grund: Es geht darum, die AfD zu demaskieren“, sagte der FDP-Politiker. Konkrete Vorschläge dazu, was er auf EU-Ebene bewegen wolle, seien dagegen Fehlanzeige – „abgesehen von dieser unsäglichen Idee eines Endes unserer Währungsunion, die auch Deutschland in die Tiefe reißen würde“.

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35 Kommentare zu "Neue Attacken gegen Lucke: AfD-Hilfeappell an politische Konkurrenz verpufft"

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  • Deshalb NICHT MIT DEM BLEISTIFT ankreuzen auf dem Wahlzettel. Er dient der Wahlfälschung !!!

  • @hafnersp Sind Wahlfälschungen in Deutschland wirklich auszuschließen

    Was die Prozentzahlen angeht, so würde ich mittlerweile in unserer Besatzer-gesteuerten Bananenrepublik Wahlfälschungen nicht mehr ausschließen. Besonders gefährdet erscheint mir hier das BRIEFWAHL-Verfahren.

    Ja, das denke ich auch. Generell oder "Kategorisch" ausschließen sollte man Wahlfälschungen auf keinem Fall. Die etablierten Parteien und den Interessengruppen, denen sie dienen, hatten in den letzten Jahrzehnten genug Zeit die Prozesse zu beeinflussen, sich einen Vorteil zu verschaffen.

  • Sind Wählfälschungen in Deutschland wirklich auszuschließen.

    [/i]Was die Prozentzahlen angeht, so würde ich mittlerweile in unserer Besatzer-gesteuerten Bananenrepublik Wahlfälschungen nicht mehr ausschließen. Besonders gefährdet erscheint mir hier das BRIEFWAHL-Verfahren.[i]

    Ja, das denke ich auch. Generell oder "Kategorisch" ausschließen sollte man Wahlfälschungen auf keinem Fall. Die etablierten Parteien und den Interessengruppen, denen sie dienen, hatten in den letzten Jahrzehnten genug Zeit die Prozesse zu beeinflussen, sich einen Vorteil zu verschaffen.

  • Die "Pseudo-Konservativen" mit Juncker und die "Sozialisten" mit M.Schulz bilden im EU-Parlament eine "Grosse Koalition" bei Abstimmungen. Also bitte BEIDE ZUSAMMEN UNTER 50 % drücken !! Sonst geht die Ausplünderung Deutschlands weiter.

    ++++ Keine Stimme für CDU oder SPD am 25. Mai !!!! ++++

    NEHMEN SIE IHRE NACHBARN, FREUNDE MIT ZUR WAHL +++ WIR BRAUCHEN JEDE STIMME.

    Europawahl Umfrage sieht AfD bei sieben Prozent

    Die Alternative für Deutschland erreicht im ARD-Deutschlandtrend zur Europawahl ihren Höchstwert von sieben Prozent.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/europawahl/europawahl-umfrage-sieht-afd-bei-sieben-prozent-12940390.html

    Gegen Ausplünderung Deutschlands. Sprechen Sie mit ihren Bekannten und Freunden.

    ---

    CDU und SPD sparen immer weiter an der Polizei, kein Geld, jeine Leute, keine Ausrüstung, keine Zeit um Einbrüche aufzuklären.

    Sie wollen lieber eine "saubere Statistik", wo beide Augen zugedrückt sind.

    Gebt CDU und SPD die Quittung am 25. Mai !!

    "Immer mehr Fälle am helllichten Tag Polizei registriert Zehntausende Einbrüche

    Die Zahl der Einbrüche steigt in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr drastisch an. Im nationalen Vergleich sind dabei jedoch deutliche Unterschiede erkennbar: In einigen Bundesländern nehmen Diebstähle bisweilen sogar um bis zu 30 Prozent zu."

    http://www.n-tv.de/panorama/Polizei-registriert-Zehntausende-Einbrueche-article12833256.html

  • @MarkusB

    Was die Prozentzahlen angeht, so würde ich mittlerweile in unserer Besatzer-gesteuerten Bananenrepublik Wahlfälschungen nicht mehr ausschließen. Besonders gefährdet erscheint mir hier das BRIEFWAHL-Verfahren.

    Ich würde daher ALLEN DIE KEINE BLOCKPARTEIEN WÄHLEN wollen raten, auf Briefwahl soweit möglich ZU VERZICHTEN

    (es macht mich jedenfalls mißtrauisch, daß die "Behörden" plötzlich ihre Liebe zur Briefwahl entdeckt haben und diese zu einer Art Standard machten (ca. 25%), nachdem sie früher eine absolute, auf den Knien zu begründende, Ausnahme war).

  • Die Nerven liegen Blank bei der Splitterpartei FDP, mehr nicht und die Angriffe auf einen demokratische Partei im Wahlkampf sind widerlich.

    Die Blockparteien, setzen sich nur für Demokratie ein wenn es ihnen nützt, wie in der DDR.

    Meine Stimme hat die AfD, am 25.05.14

  • "FDP-Frontmann Michael Theurer vergleicht hier angeblich erhaltene Hass-Emails, für die die AfD nichts kann, mit Körperverletzungen, tätlichen Angriffen und nackter Gewalt."
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    Wer ein paar lächerliche e-Mails, die keine konkreten Bedrohungen beinhalten (dann sofort ab zur Polizei damit!) ernst nimmt, dem ist nicht zu helfen. Einfach als Junk markieren (so wie ich es mit "wichtigen Kreditangeboten und Kontoproblemen" mache, die sich am Spamfilter des Providers vorbeigemogelt haben), was mit jedem, ordentlichen Mail-Client geht, und gut ist. In Zukunft fliegen sie dann gleich automatisch in den Müll.

    Ein echter, körperlicher Angriff (insbesondere auch, wenn Familienmitgleider gefährdet sind) ist natürlich ein Problem, bei dem eigentlich nur hilft, sich mit Nachdruck zu wehren (Notwehrparagraph!), wo ich allerdings bei "Anzugträgern" gleichfalls ein Problem resp. Defizit sehe, und die Täter konsequent mit allen Mitteln des Gesetzes zu verfolgen, festzusetzen ud abzuurteilen. Gegenüber linken muß wie gegenüber rechten Schlägern gelten: Null Toleranz und ab in den Knast! Das sind keine "politischen Aktivisten", sondern schlicht und ergreifend Verbrecher (auf jeden Fall Bandenkriminalität, ggf. Einstufung als Terroristen)!

    "Was macht aber die AFD,sie bittet andere Parteien um Hilfe? ist ja zum Ko.. "
    ---
    Das sehe ich jetzt nicht ganz so eng. Es geht m.E. auch weniger um "Hilfe" im wörtlichen Sinne, sondern mehr darum, daß sich die großen Parteien ganz klar zu einer sauberen Demokratie bekennen, mit gutem Beispiel vorangehen (hoffen darf ich doch noch oder...?) und solche Attacken öffentlich verurteilen. Speziell die Grünen sind in der Pflicht, ihre Jugendorganisation entweder an die Kandare zu nehmen oder sich von ihr klar zu distanzieren.
    Sonst könnte man nämlich glatt auf die Idee kommen, daß die Schläger- und Störtrupps von den etablierten Parteien, insb. den GrünInnen wohlwollend geduldet werden.

  • Naja, der Neuerer ist halt kein "Rechtpopulist", sondern viel gefährlicher: ein Linkspublizist.

  • Süd-West-FDP: E-Mails sind so wie Körperverletzungen und Prügelattacken.

    FDP-Frontmann Michael Theurer vergleicht hier angeblich erhaltene Hass-Emails, für die die AfD nichts kann, mit Körperverletzungen, tätlichen Angriffen und nackter Gewalt.
    Ich denke allein dieser unsägliche Vergleich zeigt, was von diesen liberalen "Demokraten" zu halten ist. Menschlich, moralisch und politisch.

    Ich selbst bin wahrlich kein Freund der AfD, ich sehe mich selbst eher als einen ihrer Gegner, aber die Diffamierung einer Person als "Salongfaschist" ist keine sachliche Kritik - schon gar nicht wegen der vorsichtigen Islamkritik oder der als "Homophobie" interpretierten Würdigung von Familien.
    Wie viele Staatschefs anderer Länder samt ihrer Oppositionsparteien, in denen Homosexualität noch immer ein Verbrechen ist, sind nach dieser Denkweise denn eigentlich Salongfaschisten.

  • Fakt ist: In anderen Ländern Europas liegen eurokritische Parteien oft bei 20% und mehr. Unter der Annahme, dass wir hier ähnlich ticken, ist die Differenz zu den 5% der AfD nur so zu erklären, dass die Mafia-Methoden der Antifa, das Stören von Veranstaltungen und Beschmieren von Plakaten doch einen gewissen Erfolg haben.

    Anderseits denke ich aber, dass die 5%, die die AfD jetzt hat, ein sehr solider Sockel werden könnten, da es ja auch immer einen Anteil Wähler gibt, der dieses Spielchen durchschaut und sich davon nicht beeindrucken lässt (oder im Gegenteil mit der AfD solidarisiert). Dann muss man nur noch die Masse in der Mitte überzeugen.

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