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Evangelischer Kirchentag Im Kollektiv gegen Trump

Dem Jubel für Obama folgt die Kritik an Trump: Auf dem Evangelischen Kirchentag lesen führende SPD-Politiker dem US- Präsidenten die Leviten. Außerdem ist die Zusammenlegung zweier Kirchen im Gespräch.
26.05.2017 - 17:44 Uhr 3 Kommentare

„Trump hat das Wort Abrüstung nicht einmal in den Mund genommen“

Berlin Kritik an den USA und ein weiteres Zeichen der Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten: Nach dem umjubelten Auftritt von Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Kirchentag hat Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Tag darauf die US-Politik unter Präsident Donald Trump kritisiert. Dabei wies er am Freitag dessen Forderung nach Erhöhung der deutschen Militärausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zurück.

„Was sich ändern muss in Europa und in der Welt, ist, dass wir endlich auch wieder über Abrüstung, Denuklearisierung und Rüstungskontrolle reden müssen“, sagte Gabriel und erhielt dafür viel Applaus. „Es wird keine Stabilität und keinen Frieden nur durch Militär geben, sondern durch Entwicklungshilfe, Krisenprävention.“

Für Beifall sorgte auf dem Protestanten-Treffen auch der Auftritt des obersten deutschen Katholiken: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx bekräftigte 500 Jahre nach Beginn der Reformation den Willen zur ökumenischen Annäherung der beiden Kirchen in Deutschland. „Wollen wir zusammengehen? Wir wollen es!“, sagte Marx bei einer Begegnung mit dem EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm.

„Wir hatten das wunderschönste Stück Schokoladenkuchen“
Trump über den Raketenangriff in Syrien
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„Wir hatten das wunderschönste Stück Schokoladenkuchen, dass Sie sich vorstellen können und Präsident Xi hat es genossen. Da habe ich die Nachricht bekommen, dass die Kriegsschiffe bereit seien und was ich tun wolle. Also haben wir den Beschluss gefasst, es zu tun – und die Raketen waren auf ihrem Weg. (...) Und alle haben getroffen.“

US-Präsident Donald Trump über das Abendessen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Interview mit Maria Bartiromo vom Fox Business Network.

(Foto: Reuters)
Trump über seine Popularität
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„Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.“

(Foto: dpa)
Trump zu seinen Wahlkampfausgaben
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„Ich brauche kein Geld von irgendwem. Ich brauche die Lobbyisten nicht. Ich brauche die Spender nicht. Das ist mir egal. Ich bin wirklich reich.“

Trump über die US-Journalistin Arianna Huffington
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„Sie ist unattraktiv - von außen und von innen. Ich verstehe vollkommen, warum ihr früherer Ehemann sie für einen Mann verlassen hat.“

Trump über seinen Körper
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„Meine Finger sind lang und schön, wie, wie gut dokumentiert wurde, auch andere Teile meines Körpers.“

(Foto: dpa)
Trump zur geplanten Reform des Gesundheitssystems
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„Ich muss Ihnen sagen, das ist eine unglaublich komplexe Sache. Niemand wusste, dass das Thema Gesundheitswesen so kompliziert sein könnte.“

(Foto: AFP)
Trump zu Abhörvorwürfen gegen Obama und dem Angriff der US-Geheimdienste auf Merkels Handy
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„Zumindest haben wir vielleicht etwas gemeinsam.“

(Foto: Reuters)

Beide Seiten müssten sich zuvor der eigenen Schuld für die Trennung stellen, fügte Marx hinzu. „Wir dürfen nichts überspringen.“ Bedford-Strohm mahnte ebenfalls zur Vorsicht. „Eine zu euphorische Wiedervereinigung wäre fragil.“

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    Am Freitag wurde auch eine Personalie bekannt: Der renommierte Journalist Hans Leyendecker wird Präsident des kommenden Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund. „Eines der Ziele des Kirchentages ist klar: Welt und Kirche näher zu bringen“, kündigte der 67-Jährige an, der für seine Arbeit vor allem beim „Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ vielfach ausgezeichnet wurde.

    Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz nahm sich auf dem Kirchentag US-Präsident Trump vor und verurteilte dessen aggressiven Umgang mit Deutschland und Europa. „Solch eine demütigende Behandlung ist zurückzuweisen, so etwas braucht man nicht zu akzeptieren.“ Der Umgang Trumps mit demokratisch gewählten Bündnispartnern auf dem Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag sei nicht hinzunehmen.

    Trump hatte in Brüssel für einen Eklat gesorgt: Er warf der Mehrzahl der Nato-Mitgliedsstaaten unzureichendes militärisches Engagement vor. Die mangelnde Beteiligung vieler Staaten sei „nicht fair“ gegenüber den amerikanischen Steuerzahlern.

    Am Vortag hatten Obama und Merkel vor rund 70.000 Zuhörern am Brandenburger Tor über die Zukunft der Demokratie gesprochen. Der frühere US-Präsident hatte dabei seinen Nachfolger nicht namentlich genannt, sich aber gegen Nationalismus und Populismus ausgesprochen.

    Während eines Bittgottesdienstes für Frieden in der Gedächtniskirche mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) seilten sich am Freitag zwei Aktivistinnen von einer Empore ab. Gemeinsam mit Mitstreitern wandten sie sich lautstark gegen Kriegseinsätze und die „Verstrickung der Kirche mit der Bundeswehr“.

    Zur Halbzeit zeigten sich die Kirchentags-Organisatoren zufrieden: Über die gut 106.000 Dauergäste hinaus seien bereits 30.000 Tageskarten verkauft worden. Erwartet werden zu dem Christentreffen bis Sonntag rund 140.000 Teilnehmer, beim Abschlussgottesdienst in Wittenberg am Sonntag wird mit etwa 100.000 Gläubigen gerechnet.

    Der Kirchentag erinnert in diesem Jahr an die von Martin Luther (1483-1546) mit seinen Thesen gegen den Ablasshandel angestoßene Reformation. Das Treffen geht am Sonntag in Wittenberg mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel zu Ende.

    • dpa
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    3 Kommentare zu "Evangelischer Kirchentag: Im Kollektiv gegen Trump"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Einmal davon abgesehen das Gott die Schafe liebt ,die vom Weg abgekommen sind. ist die Hatz auf Trump von Christen, Merkel,Obama und SPD auf der Kirchlichen Wahlveranstaltung für Merkel ja absurd. Sonst hält die Kirche gegen Gewalt auch verbaler Gewalt nur die zweite Wange hin. Aber das hat sich geändert, Gott ist scheinbar verdrängt und im Licht stehen nur die Kirchenfürsten die sich selbst lieben. Die Kirchen sind leer und jeder Unternehmer der so arbeitet muss in Insolvenz. Das müsste die Kirche auch, aber Geld muss die hiesige Kirche ja nicht erwirtschaften .

      Was hätte Jesus wohl zu der Evangelischen Kirche heute gesagt.? Verwundert
      hätte er wohl ausgerufen, wie viel Kirchen braucht ein Gläubiger um Gott zu huldigen.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Der Umgang Trumps mit demokratisch gewählten Bündnispartnern auf dem Nato-Gipfel in Brüssel am Donnerstag sei nicht hinzunehmen.
      Da fast nur Erdogan demokratisch gewählt ist, verstehe ich diesen Satz nicht.

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