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EVP-Spitzenkandidat Juncker hält Wahl von Weber zum EU-Kommissionschef für logisch

Neben Weber seien aber auch Margrethe Vestager und Frans Timmermanns geeignete Kandidaten. Offene Stellen in der EU-Kommission will Juncker erst mal unbesetzt lassen.
02.06.2019 - 10:12 Uhr Kommentieren
Der EU-Kommissionspräsident spricht sich für seinen Parteigenossen aus der EVP als Nachfolger aus. Quelle: Reuters
Manfred Weber (l.) und Jean-Claude Juncker

Der EU-Kommissionspräsident spricht sich für seinen Parteigenossen aus der EVP als Nachfolger aus.

(Foto: Reuters)

Berlin EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gibt bei der Suche nach seinem Nachfolger dem EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber den Vorzug. Er wolle sich zwar nicht für einen der Kandidaten aussprechen, sagte Juncker der „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Aber ich bin wie Manfred Weber Mitglied der Europäischen Volkspartei, die die stärkste Fraktion stellt. Da läge es in der Logik der Dinge, dass er auch Kommissionspräsident wird.“

Juncker hält aber auch den Sozialdemokraten Frans Timmermans und die Liberale Margrethe Vestager, die erst nach der Europa-Wahl offiziell ihr Interesse am EU-Spitzenposten bekundet hatte, für geeignet.

Frau Vestager ist eine tüchtige Kommissarin“, sagte Juncker. „Mit ihrer jetzt erklärten Bereitschaft, die Führung der Kommission zu übernehmen, gehört sie zum Kreis derer, aus denen ausgewählt wird.“ Auf die Frage, ob sie als Kommissionspräsidentin geeignet sei, antwortete Juncker: „Ja, sie könnte das. Mein Vize-Präsident Frans Timmermans, Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, könnte es auch.“

Der scheidende Kommissionschef kündigte an, offene Stellen in der Behördenspitze bis zum Antritt der neuen EU-Kommissionsmannschaft im November aus Kostengründen unbesetzt lassen zu wollen. Voraussichtlich fünf seiner EU-Kommissare wollten nach der Europawahl jetzt ins Europäische Parlament wechseln, obwohl die jetzige Kommission noch bis zum November im Amt bleibe.

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    „Nun hat jedes Mitgliedsland das Recht, für die verbleibenden vier Monate einen neuen Kommissar zu schicken“, berichtete der scheidende Kommissionschef und rechnete vor: „Das würde den europäischen Steuerzahler pro Kommissar eine Million Euro kosten - für den Umzug, für das Personal und für die lebenslängliche Rente. Die erhält jeder Kommissar, egal, wie lange er im Amt war, weil die Mitgliedstaaten das so entschieden haben. Ich versuche, das zu verhindern.“

    Die bisherigen EU-Kommissare Frans Timmermans (Niederlande), Andrus Ansip (Estland), Valdis Dombrovskis (Lettland), Mariya Gabriel (Bulgarien) und Corina Cretu (Rumänien) waren jüngst ins Europaparlament gewählt worden.

    Die Arbeit der ausscheidenden Kommissare könne „sehr gut für vier Monate von den anderen Kommissaren mitgemacht werden“, befand Juncker. Wenn die nationalen Regierungschefs trotzdem auf eine Neubesetzung der Stellen bestünden, „würde das doch kein Bürger verstehen“, urteilte der 64-Jährige.

    Juncker forderte, dass mehr Frauen einen Posten in der EU-Kommission übernehmen. Als er vor fünf Jahren die amtierende Kommission zusammengesetzt habe, hätten die Mitgliedsstaaten nur eine einzige Frau vorgeschlagen. „Ich habe dafür gesorgt, dass am Ende immerhin neun der 28 Posten mit Frauen besetzt wurden. Ja, das ist immer noch lächerlich, ja, das ist immer noch zu wenig.“ 60 Prozent der Universitätsabsolventen seien Frauen, sagte Juncker. „Da ist es das Mindeste, dass die Hälfte der Kommission weiblich ist.“

    Juncker sagte auf die Frage, was er nach seinem Ausscheiden am meisten an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vermissen werde: „Sie ist ein liebenswertes Gesamtkunstwerk. Und wenn man mir ein Kunstwerk nimmt, werde ich traurig. Aber es ist noch lange nicht so weit.“

    Mehr: Die Chefposten bei Kommission, Rat und Parlament sind hart umkämpft. Neun Männer und eine Frau bewerben sich.

    • rtr
    • dpa
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