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Ex-Kommunikationschef Anthony Scaramucci – „Trump wird die Wahl 2020 gewinnen“

Nur elf Tage war er Pressechef im Weißen Haus, doch nach seinem Rauswurf genießt der Hedgefonds-Manager Kultstatus. Immer noch spricht er am liebsten über Trumps Stärken und Schwächen.
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„Ich war einfach nicht der Erfahrenste für den Job“, sagt er über seine Zeit im Weißen Haus. Quelle: AFP
Anthony Scaramucci

„Ich war einfach nicht der Erfahrenste für den Job“, sagt er über seine Zeit im Weißen Haus.

(Foto: AFP)

New York Anthony Scaramucci liebt es immer noch, Schlagzeilen zu machen. Ende Januar entließ er sich aus dem Big-Brother-Haus, weil er zum Weltwirtschaftsgipfel reisen wollte. „Ich war bestimmt der einzige Teilnehmer, der aus einer Fernsehshow direkt nach Davos flog“, kokettierte er am Wochenende bei einem Pressegespräch in New York.

Eineinhalb Jahre nach seinem spektakulären Rauswurf aus dem Weißen Haus sei er nun wieder „zu 100 Prozent Hedgefonds-Manager“, versichert Scaramucci, der die zwölf Milliarden Dollar schwere Investmentfirma Skybridge Capital gegründet hatte und nun wieder leitet. Das Geschäft läuft eigentlich gut. Skybridge habe im vergangenen Jahr eine Rendite von vier Prozent erzielt, während der Rest der Branche im Schnitt vier Prozent im Minus lag.

Und doch spricht der schillernde Finanzmanager am liebsten über den größten Flop seiner Karriere. „Ich war einfach nicht der Erfahrenste für den Job“, räumt Scaramucci ein. Er hatte im Juli 2017 einen Reporter des Magazins „New Yorker“ angerufen und die Trump-Regierung heftig beschimpft, dabei aber nicht gesagt, dass das Gespräch nicht zur Veröffentlichung gedacht sei. Als das Magazin das Gespräch veröffentlichte, wurde er von Donald Trumps damaligem Stabschef John Kelly gefeuert – nach nur elf Tagen im Job.

Trotzdem positioniert sich der Hedgefonds-Manager als Politik-Experte und liefert Ratschläge für alle drängenden Fragen in der Politik. Vergangene Woche kommentierte er im US-Börsensender CNBC Trumps Rede zur Lage der Nation. Gern bewertet er die Twitter-Strategie des Präsidenten. „Die Tweets sind oft reaktiv. Besser wäre, wenn er aktiv die Themen setzt“, attestiert Scaramucci. In seiner Medienstrategie hatte er das auch so vorgesehen.

Überhaupt müsse sich Trump mehr mit Leuten umgeben, die sich in seiner Gegenwart nicht verstellen, sondern ihm klar die Meinung sagen. Eine Rückkehr ins Weiße Haus schließt er dagegen aus. „Ich glaube nicht, dass sie mich zurückholen“, sagt er. „Ich bin ja schließlich kein Politiker und er umgibt sich gerade nur mit Insidern aus Washington.“

Auch eine eigene Kandidatur für das Amt des Präsidenten schließt er aus und doch ist klar, dass er sich lieber mit Politik beschäftigt als mit den strukturierten Krediten, auf die sich sein Hedgefonds spezialisiert hat. Er glaubt daran, dass Trump die Wahl 2020 noch einmal gewinnen kann, vor allem wenn die Wirtschaft weiter wächst und ihm Sonderermittler Robert Muller in der Russland-Affäre nicht zu gefährlich wird.

„Trump zerstört das Establishment“, stellt er klar. Schon jetzt gebe es kein Zurück mehr in die geordnete Welt, die vor Trumps Einzug ins Weiße Haus herrschte. Und etablierte Politiker hätten immer noch keinen Draht zur Unter- und Mittelschicht des Landes aufbauen können.

Seinen nächsten großen Auftritt im Rampenlicht hat Scaramucci bereits vorbereitet. Im Mai lädt er wieder zu einer großen Investment-Konferenz ein, die er im vergangenen Jahr wegen seiner politischen Ambitionen ausgesetzt hatte.

Zu den Gästen der „Salt“-Konferenz gehören nicht nur Investoren wie Risikokapitalgeber Tim Draper, Krypto-Unternehmer Michael Novogratz und Hedgefonds-Manager Sam Zell, sondern auch Präsident Obamas ehemalige Beraterin Valerie Jarrett, die frühere US-Botschafterin der Vereinten Nationen, Susan Rice, und – ja, auch der Mann, der ihn rausgeschmissen hat und im Dezember selbst das Weiße Haus verlassen hat: John Kelly.

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