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Ex-Ministerin greift Premier wegen UN-Abhörvorwurf direkt an Short verbeißt sich in Blair

Ex-Entwicklungsministerin Clare Short lässt nicht locker: Im möglichen UN-Abhörskandal hat sie Premierminister Tony Blair direkt angegriffen. In einem BBC-Interview vom Freitag warf Short Blair eine „aufgeblasene Ablenkungstaktik“ vor, wenn er ihr unverantwortliches Handeln vorwerfe.

HB LONDON. Die Ex-Ministerin hatte tags zuvor gesagt, der britische Geheimdienst habe vor dem Irak-Krieg UN- Generalsekretär Kofi Annan abgehört.

„Entweder sagt er „Ja, es ist wahr“ oder er muss sagen „Nein, das ist nicht wahr“, und dann würde er lügen“, sagte Short in dem Interview. Der Premierminister hatte am Donnerstag bei seiner monatlichen Pressekonferenz die Vorwürfe weder bestätigt noch dementiert.

Short, die aus Protest gegen den Krieg zurückgetreten war, verteidigte sich gegen den Vorwurf, sie habe mit ihren Äußerungen die Sicherheit Großbritanniens oder dessen Geheimdienste aufs Spiel gesetzt. „Es gibt hierbei kein nationales Interesse. Wenn ich dies öffentlich mache, stellt das keinerlei Bedrohung für die Geheimdienste dar“, sagte sie weiter. Short hatte gesagt, Großbritannien habe vor dem Krieg „Spione auf Kofi Annans Büro angesetzt“. Annan sei „eine ganze Zeit lang“ abgehört worden.

Blair hatte Shorts Äußerungen als „völlig unverantwortlich“ bezeichnet. Er könne zu den Vorwürfen im einzelnen nicht Stellung nehmen, da Premierminister nie öffentlich über Aktionen von Geheimagenten Auskunft gäben.

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