Ex-Sowjetunion Georgien stellt russische Offiziere vor Gericht

Zwei Tage nach ihrer Verhaftung durch georgische Sicherheitskräfte sollen vier Offiziere des russischen Militärgeheimdienstes GRU in dem Kaukasusstaat vor Gericht gestellt werden. Der Schritt hat die ohnehin angespannten Beziehungen beider Länder zusätzlich belastet.

HB TIFLIS. Die georgische Justiz erhob gegen die vier Offiziere, die im Hauptquartier der russischen Truppen in Georgien festgenommen worden waren, offiziell Anklage. Die GRU-Mitarbeiter sollten noch am Freitag vor Gericht gestellt werden, sagte der Sprecher des georgischen Innenministeriums, Schota Chisanischwili.

In dem sich zuspitzenden Konflikt riegelte die georgische Polizei in Tiflis weiter den Stab der russischen Truppen ab. Ein festgenommener Georgier, der als Fahrer für die russischen Truppen arbeitet, sei freigelassen worden, sagte Chisanischwili. Russland unterhält noch zwei Kasernen in der ehemaligen Sowjetrepublik, die derzeit aufgelöst werden.

Die Moskauer Presse warf dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili am Freitag einhellig vor, er habe den Konflikt mit Russland im Auftrag der USA verschärft. Nach Angaben der russischen Botschaft in Georgien traf ein Flugzeug in Tiflis ein, mit dem die Familien der Diplomaten und der Botschafter Wjatschewslaw Kowalenko im Lauf des Tages ausgeflogen werden sollten. Russland hat den Botschafter als Protest gegen die Verhaftung der GRU-Offiziere am Mittwoch nach Moskau zurückbeordert.

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