Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Ex-US-Botschafter "Deutschland muss die Führung übernehmen"

Die Schuldenkrise bedroht das politische System Europas. Die Strukturen der EU seien der neuen Dynamik auf den globalen Finanzmärkten nicht gewachsen, kritisiert der frühere US-Botschafter John Kornblum im Handelsblatt.
19.06.2011 - 16:18 Uhr 7 Kommentare

Düsseldorf Der Alte Kontinent habe die Kontrolle über seine Währungspolitik verloren. "Die Schuldenkrise ist nur eines von zahlreichen Warnsignalen, die die Länder Europas in den vergangenen Monaten erhalten haben", schreibt Kornblum. Auch die unsicheren Reaktionen auf den arabischen Frühling und die heftige Kritik des US-Verteidigungsministers Robert gates an der Schwäche Europas seien Zeichen für tiefsitzende Probleme, die man nicht mehr ignorieren könne.

Kornblum fordert vor allem von Deutschland mehr Führung. "Viele Europäer mögen sich durch das harte Auftreten Angela Merkels in der Schuldenkrise vor den Kopf gestoßen fühlen. Doch man kann die deutsche Politik nur verstehen, wenn man mit deutschen Augen sieht, wie wenig sich im Rest Europas bewegt." Der Amerikaner ist jedoch skeptisch, ob die deutsche Politik ihrer Führungsverantwortung gerecht werde. Deutsche Politiker hätte mehr Angst vor den eigenen Wählern als vor den europäischen Herausforderungen.

--------
Den vollständigen Gastbeitrag von John Kornblum können Sie am Montag im Handelsblatt lesen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Startseite
    7 Kommentare zu "Ex-US-Botschafter: "Deutschland muss die Führung übernehmen""

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich möchte mal die Franzosen und andere hören, wenn Deustchland "führen" würde. Die einzige akzeptierte "Führung" ist die des Bezahlens, die höchsten Summen und zuerst immer dabei.
      Deutschland ist wirtschaftlich ein Elefant, tritt als Maus auf. Das war schon immer so, die alten Kanzler haben alles mit ihrer Scheckbuchmentalität zugedeckt, auf Augenhöhe kam aber keiner, wenn das Scheckbuch nicht gezückt worden wäre. Nein, Frankreich prahlt, Deutschland zahlt.

    • Aus dieser Zwangslage werden die Amerikaner und europäischen Mitesser Deutschland nicht so ohne weiteres entlassen. Es ist jetzt schon eine belegte Sachlage das Francois Mitterand die deutsche Wirstchaftkraft entschärfen und langfristig paralesieren wollten mit der Einführung des Euro Korsetts als Preis für die deutsche Wiedervereinigung. Philipp Bagus u.a. hat dies glaubwürdig beschrieben in "The Tragedy of the Euro". Die Amerikaner kennen diesen Umstand sehr wohl und nutzen dies trotz schemenhafter Sympathien als Mittel gegen das europäische Projekt als Industriemacht insgesamt. Der gemeinsame europäische Wirtschaftraum ist eine sinnvolle Entwicklung, die gemeinsame Währung im Euroraum Wunschdenken und leider mehr politisches Züchtigungsinstrument und das ohne Exekutive scheitern wird.

      Es gibt keine Rettungsschirmklausel in den europäischen Verträgen und Angela Merkel sollte dies unter allen Umständen zu verhindern wissen nachträglich solche vertraglichen Fesseln festzuschreiben. Wenn Sie diesen Trumpf nicht schon im EU Fegefeuer der Eitelkeiten erstbietend verscherbelt hat.

    • Kornblum fordert vor allem von Deutschland mehr Führung. Der Amerikaner ist jedoch skeptisch, ob die deutsche Politik ihrer Führungsverantwortung gerecht werde.


      Ja - das hat er schon "goldrichtig" erkannt. Es gibt kein "Führungspersonal" in diesem Land . Zudem würde eine zu starke deutsche Führung von den übrigen EU-Ländern sicher sehr mißtrauisch beäugt werden. Führungs -Defizit kommt besonders in der Lösung der Griechenlandkrise zum Vorschein. Aber auch " brennende "Punkte -wie Afghanistanabzug - sieht es nicht besser aus. Deutschland überlässt die "Regierungsverantwortung" in erster Linie Frankreich - was die Finanzen und der USA -was die Verteidigungsbereitschaft anbetrifft.

      Geradezu grotesk ist die Einmischung in die deutsche Wirtschaftspolitik durch Frankreich, wenn von dort der erfolgreiche Export Deutschlands kritisiert wird, wobei
      zur Zeit dieses die fast einzige Garantie für die Stabilität des Euros ist

    • Herr Kornblum in allen Ehren. Er vergißt aber offensichtlich, dass es die Europ. Union, die er noch kennt, nicht mehr gibt.
      Die EU heute ist eine hoch kriminelle Diktatur aus Brüssel.
      Und wenn Deutschland mehr Führung übernimmt, dann wird die gesamte EU zu einer neuen sozialistischen Diktatur, denn das ist das Ziel von Merkel.
      Herr Kornblum vergißt auch, dass dieses Kunstgeld Euro eine kriminelle Tat war und diese derzeitige Krise geradezu herauf beschworen hat.
      Und Herr Kornblum vergißt ebenfalls, dass der Krieg in Libyen rechtswidrig ist, das ganze Land zerstört wird ohne jeden Sinn. Denn Gadafi wurde und wird offensichtlich nicht beseitigt. Dies aber wäre mal Grundvoraussetzung für eine neuen Anfang
      Herr Kornblum, wie gesagt, in allen Ehren, aber bitte erst ganz gründlich nachdenken, was sich gerade in den letzten 20 Jahren seit der Wende in Deutschland getan hat.
      Es ist nicht mehr das Deutschland das er noch kennt aus seiner diplomatischen Arbeit hier.
      Deutschland driftet mehr und mehr in eine 2. DDR.
      Und viele Probleme sind hauasgemacht und man will sie auch nicht beseitigen, denn am Kapitalismus haben eben nun mal die Sozialisten ihren Geschmack gefunden.

    • Wer die Führung hat ist SCHULD, wenn es jemandem schlecht geht.

      Deutschland ist kein EU-Caritas-Verband zum Nulltarif !

      Also - nein danke ! Um des EU-Friedens Willen. Da hat Hans-Olaf Henkel schon ganz recht. Auf das Glatteis sollte Deutschland NICHT GEHEN.

    • Ex-Botschafter Kornblum fordert von Deutschland mehr Führung. Was heißt das in Bezug auf Libyen? Deutschland war gegen den Militäreinsatz. Die US-Regierung, Frankreich etc. waren dafür, aber nun haben zehn republikanische Abgeordnete Präsident Obama wegen der US-Beteiligung verklagt. Es wäre besser gewesen, wenn man den Militäreinsatz nicht begonnen hätte. Deutschland ist zu Unrecht für seine Ablehnung geschimpft worden. Die US-Regierung hat Probleme wegen Libyen (weil der Opposition der Einsatz inzwischen zu teuer ist) und Probleme mit ihrer eigenen Verschuldung. Vor diesem Hintergrund sollte man Kornblums Ratschläge sehen.

    • Da hat Herr Kornblum durchaus recht Deutschland hat die Führungsverantwortung muss aber nicht nur den Zahlmeister geben sondern auch auf seine eigenen notwendigen Bedürfnisse achten. Das transatlantische Schmierentheater mit den PIIGS in der Nebenrolle hat die wirklich wichtigen Fragen verdrängt. Welche Kompetenzen wird Deutschland und Europa neben China/Asien und USA bedienen können? Bin gespannt auf den Artikel am Montag...

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%