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Exit-Strategie 3000 Tote pro Tag erwartet: USA fürchten zweite Coronawelle

Eine alarmierende interne Prognose für die US-Regierung: Bis August könnten 135.000 Menschen an den Folgen der Coronaseuche gestorben sein.
05.05.2020 - 19:25 Uhr Kommentieren
New York hatte eine besonders heftige Infektionswelle zu verkraften. Quelle: AFP
Straßenszene in New York

New York hatte eine besonders heftige Infektionswelle zu verkraften.

(Foto: AFP)

Washington Prognosen über drastisch steigende Infektions- und Todeszahlen durch das Coronavirus haben der Öffnungsdebatte in den USA eine neue Richtung gegeben. Zahlreiche Bundesstaaten lockern dort derzeit ihre Coronabeschränkungen schneller, als es die Richtlinien des Weißen Hauses vorsehen.

In Georgia und nun auch in Texas zum Beispiel dürfen Kinos, Restaurants, Geschäfte und Friseure mit einigen Auflagen wieder öffnen. Beide Staaten erfüllen nicht die Empfehlung des Weißen Hauses, dass vor ersten Öffnungsschritten die Fallzahlen 14 Tage lang gesunken sein müssen.

Interne Prognosen für die US-Regierung machen die wahrscheinlichen Folgen dieses Öffnungskurses deutlich. Das Dokument, über das mehrere US-Medien berichteten, sagt ab Mitte Mai einen erneuten starken Anstieg der Infektions- und Todeszahlen in den USA voraus. Am 1. Juni sei mit über 3000 Corona-Toten pro Tag in den USA zu rechnen und mit einem Anstieg der Neuinfektionen auf 200.000 pro Tag.

Dem gleichen Dokument zufolge lagen die Neuinfektionen in den USA Ende April bei gut 30.000, die der Toten bei etwa 1750 pro Tag. US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass die steigenden Zahlen das Szenario ohne Anti-Corona-Maßnahmen seien, „aber wir werden Maßnahmen haben“.

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    Bis August 135.000 Tote

    Zumindest Anthony Fauci, Mediziner und Mitglied der Corona-Taskforce des Weißen Hauses, ist vom prognostizierten Wiederanstieg der Fallzahlen nicht überrascht. Im Nachrichtensender CNN sagte er: „Der Grund, dass ich nicht überrascht bin, ist die phänomenale Fähigkeit dieses Virus, sich von Mensch zu Mensch zu verbreiten.“ Lediglich das Masernvirus sei ähnlich ansteckend.

    Auch das vom Weißen Haus häufig verwendete Prognosemodell der University of Washington hat seine Vorhersage für die Zahl der Corona-Toten drastisch nach oben korrigiert, „als Reaktion auf die vorzeitige Lockerung der Beschränkungen“.

    Am 17. April war die Hochschule noch von gut 60.000 Corona-Toten bis zum 1. August ausgegangen, eine Zahl, die die USA mit rund 69.000 Toten bereits jetzt überschritten haben. Die neue Prognose kalkuliert nun, dass bis zum 1. August fast 135.000 US-Amerikaner an einer Corona-Infektion gestorben sein werden.

    In zahlreichen Bundesstaaten fordern Demonstranten mittlerweile eine rasche Öffnung der Wirtschaft, sie werden immer wieder von Trump mit Tweets oder Statements unterstützt. Doch diese Demonstranten vertreten nur eine Minderheit, wie eine Umfrage der University of Maryland im Auftrag der „Washington Post“ zeigt.

    Lediglich 18 Prozent der US-Bürger sind demnach dafür, dass in ihrem Bundesstaat die Kinos wieder öffnen. 26 Prozent befürworten die Öffnung von Restaurants, gut 30 Prozent die von Friseurläden und Geschäften. Noch die größte Zustimmung findet laut der Umfrage mit 41 Prozent die Öffnung von Golfplätzen.

    Mehr: Die US-Regierung ramponiert in der Coronakrise ihre Glaubwürdigkeit. Das spielt China in die Hände.

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