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Experte: Würde El Kaida nicht schwächen Saudis wissen nichts vom Tod Bin Ladens

Saudi-Arabien hat einen französischen Zeitungsbericht dementiert, wonach der Geheimdienst des Landes vom Tod des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden überzeugt sei. Indes erklärten Experten, ein Tod des El-Kaida-Gründers würde zwar US-Präsident George W. Bush politisch nützen, den islamischen Terrorismus aber nicht schwächen.

HB WASHINGTON. Das Königreich habe keine Informationen, die den Bericht stützten, erklärte die saudiarabische Botschaft in Washington am Sonntag. Die Angaben in dem Bericht seien „rein spekulativ“ und könnten „nicht unabhängig überprüft werden“.

Die in Nancy erscheinende Regionalzeitung „L'Est Republicain“ hatte am Samstag unter Berufung auf ein Papier des französischen Geheimdienstes berichtet, die saudiarabischen Geheimdienste seien davon überzeugt, dass der Moslem-Extremist Ende August in Pakistan an Typhus gestorben sei. Seine Beine seien teilweise gelähmt gewesen.

Der Pariser Experte für Infektionskrankheiten, Professor François Bricaire, äußerte sich dazu skeptisch. Zwar könne ein fieberhafter Typhusschub zum Tode führen. Doch sei die Lähmung der Beine eine „wirklich äußerst seltene Komplikation“, sagte er dem „Journal du Dimanche“. Auch Frankreich und die USA erklärten, sie könnten den Bericht nicht bestätigen.

Selbst wenn Bin Laden einen Tag nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gestorben wäre, hätte das die Terroranschläge von London nicht verhindert, sagte der Direktor de Pariser Instituts für internationale und strategische Beziehungen (IRIS), Pascal Boniface, dem Sonntagsblatt „Le Journal du Dimanche“. Die Terrorzellen würden sich zu El Kaida bekennen, ohne von Bin Laden Aufträge zu erhalten.

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