EZB-Stresstest Italiens Finanzminister verbreitet Zuversicht

Fabrizio Saccomanni rechnet mit einem Wirtschaftswachstum seines Landes. Der italienische Finanzminister verspricht, die geplante Defizitquote werde deutlich unterschritten. Doch es könnten auch Probleme drohen.
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Fabrizio Saccomanni, Finanzminister Italiens, blickt optimistisch in die Zukunft. Quelle: ap

Fabrizio Saccomanni, Finanzminister Italiens, blickt optimistisch in die Zukunft.

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BerlinItaliens Finanzminister Fabrizio Saccomanni hat sich zuversichtlich über die Wirtschaftsaussichten in seinem Land in diesem Jahr geäußert. „Wir rechnen ... mit einem Wirtschaftswachstum von einem Prozent”, sagte er dem Handelsblatt vom Dienstag. Die geplante Defizitquote von 2,5 Prozent der Wirtschaftsleistung werde Italien „deutlich unterschreiten”. Was Privatisierungen angehe, so rechne er mit zusätzlichen Einnahmen für den Staat von rund zwölf Milliarden Euro in diesem und im nächsten Jahr. Bislang war von lediglich acht bis zehn Milliarden Euro die Rede gewesen.

Was die anstehenden Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) für die europäischen Banken angeht, so sieht Saccomanni diese offenbar für die Institute seines Landes gelassen. Er sei „relativ optimistisch, was den Bankenstresstest angeht”, sagte er. Er schränkte aber ein: „Sollten die Bankenaufseher im Stresstest einen Einbruch der Wirtschaftsleistung von zehn Prozent unterstellen, dann wird es natürlich auch für italienische Banken Probleme geben”. Ein so negatives Szenario werde aber wohl nicht getestet.

Trotz der zuletzt sinkenden Teuerung in Europa sieht der Minister keinen Grund für gravierende Befürchtungen. Er halte es „für übertrieben, von einer Deflation in Europa zu sprechen”, sagte er. Die Inflationsraten seien niedrig, aber nicht negativ. „Das ist ein wichtiger Unterschied”.

  • rtr
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