EZB und EU-Kommission Lettland ist fit für den Euro

Der lettische Weg zum Euro ist fast frei. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank sehen das baltische Land bereit für die Einführung. Doch es gibt auch Sorgen.
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Der Euro ist auf dem Weg nach Lettland. Quelle: dpa

Der Euro ist auf dem Weg nach Lettland.

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BrüsselLettland kann nach Auffassung von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) zum 1. Januar 2014 den Euro einführen.

Das baltische Land mit rund zwei Millionen Menschen erfülle die Maastrichter Beitrittskriterien, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit. Das letzte Wort hat nun der EU-Ministerrat, in dem die Mitgliedstaaten vertreten sind.

Lettland wäre das 18. Mitglied des Währungsclubs. EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte: „Der Wunsch Lettlands zur Euro-Einführung ist ein Zeichen des Vertrauens in unsere gemeinsame Währung und ein weiterer Beweis dafür, dass diejenigen irrten, die den Zerfall der Eurozone vorhersagten.“

Zuvor hatte bereits die EZB Lettland die Reife für die Währungsunion attestiert - trotz einiger Bedenken. Der Staat erfülle alle Maastricht-Kriterien, schreibt die EZB in ihrem in Frankfurt veröffentlichten Konvergenzbericht.

Es gebe jedoch Sorgen, etwa wegen des Inflationsdrucks. Da das Preisniveau und das Pro-Kopf-Einkommen in Lettland niedriger sind als im Euroraum, sei mittelfristig mit einer höheren Preissteigerung zu rechnen als im Währungsraum insgesamt.

  • dpa
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10 Kommentare zu "EZB und EU-Kommission: Lettland ist fit für den Euro"

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  • Lettland ist besser beraten, das eigene günstige Preisniveau noch einige Jahre zu bewahren. Jeder weiß, dass der EURO ein TEURO ist. Außerdem würde Lettland nicht mit den EURO-Rettungsmaßnahmen belastet. Die EU funktioniert auch ohne Währungsunion recht gut, eigentlich sogar besser, denn die EURO-Rettungsszenarien führen nur zur EU-Müdigkeit der Bürger, die es leid sind, immer nur zahlen oder überdimensional sparen zu müssen, wie im Mittelmeerraum. Deshalb: Lettland halte Dich vom EURO fern! Mindestens noch einige Jahre, bis entweder die EURO-Krise vorüber ist oder es den EURO schon nicht mehr gibt.

  • Genauso fit waren Griechenland, Zypern, Slowenien, Portugal, Spanien, Italien. Die Realität sehen wir heute. Der Murks läuft aber unbeirrt weiter bis der totale Zusammenbruck folgt. Nur die AfD bereitet einen Ausweg aus dem Altparteien-Einheitsbrei mit vielen Rechtsbrüchen. Darum im September die AfD wählen. Es ist die letzte Chance für unser Land.

  • Dürfen die Bürger Lettlands auch nicht abstimmen ?

    Sind genau wie wir nach Ansicht der Politiker zu blöd und ungebildet.

    Aber innerhalb kurzer Zeit werden sie aufwachen, wenn auch bei ihnen der TEURO zuschlägt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Nur in ihrer Welt.

  • Die Bürger Lettlands sind nach Umfragen mehrheitlich gegen den Euro. Die Regierung gibt ihre monetäre Selbstständigkeit auf, kann nun weder auf- noch abwerten. Wo wären die Briten heute, wenn sie nicht wenigstens das Pfund hätten abwerten können? Der Spielraum, den so etwas schafft, ist beträchtlich. Andererseits ist Lettland ein kleines Land mit wenigen Einwohnern und aufgrund der historischen und geographischen Nähe zur bösen Mutter Rossiya wirft man sich lieber an die Brust der EU. Ich sehe das unter diesen Umständen eher leidenschaftslos; die Eurozone wird sich zwangsweise zum neuen hard core Europas entwickeln müssen, und Lettland gehört nun dazu.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • ...und wieder ein Land, in dem einige wenige Politiker einschneidende, langfristig wirkende Grundsatzentscheidungen beschließen, ohne die "vermeintlichen Nutznießer", das Volk/die Bürger, selbst zu befragen/entscheiden zu lassen. Wenn die gemeinsame Währung dann die tatsächlichen Kostenstrukturen transparent macht, und die industrielle Wettbewerbslücke offenkundig wird, will dann wieder keiner für die sich daraus ergebenden Konsequenzen die Verantwortung übernehmen:erhöhter Preisdruck (Inflation) durch internationalen Transmissionsmechanismus der Preise, Verlust an industrieller Wettbewerbsfähigkeit ==> dadurch noch mehr Arbeitslose; ergo erhöhter Sparzwang und/oder öffentliche Ausgabenkürzung und/oder Steuererhöhung; wahrscheinlich steigende öffentliche Verschuldung (derzeit 41% des BIP!)

  • Das ist kein Witz, das ist primitiv.


  • Zitat : Das baltische Land mit rund zwei Millionen Menschen erfülle die Maastrichter Beitrittskriterien, teilte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mit.

    - Und was sind das jetzt fuer Kriterien ?
    Weiss das noch jemand ? Die bekannten ( vertraglichen ) Kriterien sind doch ausser Kraft gesetzt worden…?

    Was erfuellt denn so ein Bettelstaat ( der ueber Bruessel ausgehalten wird ) Lettland jetzt ?

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