Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Facebook, Google & Co. Spanien führt Digitalsteuer ein

Die neue Regierung in Madrid will eine Digital- und eine Finanztransaktionssteuer einführen. Das könnte den Haushalt um eine Milliarde Euro pro Jahr aufstocken.
18.02.2020 - 17:52 Uhr Kommentieren
Die Finanzministerin von Spanien will mit der Digitalsteuer den Haushalt des Landes aufstocken. Quelle: dpa
Maria Jesus Montero

Die Finanzministerin von Spanien will mit der Digitalsteuer den Haushalt des Landes aufstocken.

(Foto: dpa)

Madrid Nach Frankreich will auch Spanien die Internetgiganten zur Kasse bitten. Die neue Regierung aus Sozialisten und Linkspopulisten hat am Dienstag die Einführung einer nationalen Digitalsteuer beschlossen, die hauptsächlich große Onlineunternehmen wie Google, Amazon oder Facebook treffen soll. Durch diese neue Steuer erwarte man Einnahmen von einer knappen Milliarde Euro pro Jahr, sagte Finanzministerin María Jesús Montero.

Darüber hinaus hat das Kabinett die Einführung einer Finanztransaktionssteuer beschlossen, die weitere knapp 850 Millionen bringen soll. Die Gesetzentwürfe sollen beide dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden und spätestens im zweiten Quartal in Kraft treten.

Die angepeilten Mehreinnahmen von gut 1,8 Milliarden Euro sind dringend nötig und im Etat für 2020 vorgesehen, über den das Parlament allerdings noch nicht abgestimmt hat. Brüssel hatte Madrid bereits vor einer Erhöhung der Sozialausgaben ohne entsprechende Deckung auf der Einnahmenseite gewarnt.

Bei der Digitalsteuer will Madrid allerdings – ebenso wie Paris – die fälligen Vorauszahlungen „ausnahmsweise“ bis Ende des Jahres aussetzen. Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hatte mit Strafzöllen gedroht, weil sie durch die nationalen Digitalsteuern Nachteile für amerikanischen Konzerne sieht.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    „Das ist eine Steuer, die versucht, auf eine wirtschaftliche Realität zu antworten, die es vor rund zehn Jahren noch nicht gab“, erklärte Montero. Es geht dabei in erster Linie darum, dass internationale Onlinekonzerne nicht nur an ihrem jeweiligen Sitz, sondern auch dort Abgaben zahlen sollen, wo ihre Kunden oder Nutzer sitzen und die Unternehmen Gewinne erzielen. Madrid will mit drei Prozent die Digitaldienste der großen Tech-Firmen besteuern, die Umsätze von mindestens 750 Millionen Euro weltweit oder drei Millionen Euro in Spanien machen.

    Mit Agenturmaterial.

    Mehr: Im Ringen um die Digitalsteuer hat Frankreich vorerst eingelenkt und das Vorhaben verschoben.

    Startseite
    Mehr zu: Facebook, Google & Co. - Spanien führt Digitalsteuer ein
    0 Kommentare zu "Facebook, Google & Co.: Spanien führt Digitalsteuer ein "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%