Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Fall Timoschenko Britische Regierung boykottiert EM-Vorrunde

London nutzt die Fußball-Europameisterschaft für einen politischen Hieb gegen die Ukraine. Wegen der Inhaftierung von Regimekritikerin Timoschenko wollen alle Kabinettsmitglieder den Spielen der Vorrunde fernbleiben.
2 Kommentare
Ein Anhänger der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko demonstriert in Kiew. Quelle: dpa

Ein Anhänger der früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko demonstriert in Kiew.

(Foto: dpa)

LondonAus Protest gegen die Behandlung der inhaftierten Oppositionsführerin Julia Timoschenko boykottiert die britische Regierung die Vorrundenspiele der englischen Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine. Kein Minister werde die Partien in Donezk und Kiew besuchen, teilte das Außenministerium in London am Donnerstag mit. Es gebe "Bedenken bezüglich der Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine", hieß es aus Kreisen des Ministeriums.

Wegen Amtsmissbrauchs verbüßt Timoschenko derzeit eine siebenjährige Haftstrafe. Zahlreiche europäische Regierungen hatten das Urteil gegen die frühere Ministerpräsidentin als politisch motiviert kritisiert und ihre Freilassung gefordert.

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft war in ganz Europa immer wieder über ein Boykott des Turniers diskutiert worden. Die EU-Kommission kündigte im Mai an, dass kein Kommissar zu einem EM-Spiel in die Ukraine reisen werde. Zuvor hatte auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy mitgeteilt, keine EM-Spiele in der Ukraine besuchen zu wollen. Die Regierungen der Niederlande und Österreichs verkündeten die gleiche Absicht.

Auch an den europäischen Königshäusern wird über ein Boykott der Europameisterschaft nachgedacht. So stellte die niederländische Königin Beatrix ihren Besuch des Spiels Deutschland - Niederlande am 13. Juni in Charkiw infrage. Und auch der britische Prinz William deutete an, den Besuch eines Spiels der englischen Mannschaft in der Ukraine abzusagen.

  • dapd
Startseite

Mehr zu: Fall Timoschenko - Britische Regierung boykottiert EM-Vorrunde

2 Kommentare zu "Fall Timoschenko: Britische Regierung boykottiert EM-Vorrunde"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • wer keine Menschenrechte - wie die Ukraine - respektiert, hat natürlich keine Anerkennung verdient - jmp

  • Zitat: "...boykottiert die britische Regierung die Vorrundenspiele der englischen Mannschaft"

    Wieso eigentlich nur die Vorrundenspiele? Muss die englische Regierung angesichts ihres zerrütteten Haushalts überhaupt auf Kosten der rücksichtslos ausgelaugten Steuerzahler zur EM reisen? Vergnügungsdienstreisen sind zurzeit unangebracht.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%