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Fall von Mossul Irakischer Parlamentsausschuss fordert Prozess

Der Fall von Mossul war ein wichtiger Sieg des IS für die Eroberung großer Teile des Iraks. Wer den Befehl gab, die Stadt aufzugeben, ist noch unklar. Ein Parlamentsausschuss will gegen Politiker und Offiziere vorgehen.
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Wenige Tausend Kämpfer auf Pick-ups reichten aus, um Mossul einzunehmen – der Widerstand hielt sich in Grenzen. Quelle: dpa
Vor einem Jahr überrannte der IS Mossul

Wenige Tausend Kämpfer auf Pick-ups reichten aus, um Mossul einzunehmen – der Widerstand hielt sich in Grenzen.

(Foto: dpa)

Bagdad Ein irakischer Parlamentsausschuss hat am Sonntag ein Gerichtsverfahren gegen Dutzende Offiziere und Politiker gefordert, weil er sie für den Fall der Stadt Mossul an die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Juni 2014 verantwortlich macht. Angeklagt werden sollen unter anderem der frühere Ministerpräsident Nuri al-Maliki, der Ex-Gouverneur von Mossul, Athil al-Nudschaifi, Ex-Verteidigungsminister Sadun al-Dulaimi, sowie der frühere Armeechef Babakir Sebari.

Der Fall von Mossul, der zweitgrößten Stadt Iraks, war ein entscheidender Sieg des IS in seiner Offensive zur Eroberung großer Teile des Landes. Bislang gibt es keine offizielle Untersuchung, warum Mossul fiel und wer den Befehl gab, die Stadt aufzugeben. Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters ergaben im Oktober, eine zu geringe Truppenstärke sowie Auseinandersetzungen zwischen führenden Offizieren und Politikern hätten den Extremisten in die Hände gespielt. Maliki warf ausländischen Mächten, Kommandeuren und politischen Rivalen vor, den Fall von Mossul betrieben zu haben.

Vor einer Woche hat der heutige Regierungschef Haider al-Abadi eine Kampagne zur Bekämpfung von Korruption und Missmanagement gestartet, die das Land nach seinen Worten fast unregierbar gemacht hätten.

  • rtr
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