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Falscher Bombenalarm Entwarnung nach Air France-Notlandung

Ein Karton mit Zeitschaltuhr hat für die Notlandung eines Air France-Flugzeugs in Kenia gesorgt. Nachdem mehr als 470 Passagiere aus der Maschine evakuiert wurden, stellte sich das Paket als Attrappe heraus.
20.12.2015 - 16:39 Uhr

Air-France-Maschine muss in Kenia notlanden

Paris Die Notlandung einer Air-France-Maschine mit mehr als 470 Menschen an Bord war nach Angaben des Unternehmens Folge eines falschen Bombenalarms. Air-France-Chef Frédéric Gagey erklärte am Sonntag in Paris, der angebliche Sprengsatz in einer Toilette der Maschine habe aus Karton, Papier und einer Art Zeitschaltuhr bestanden. „Das Objekt war nicht imstande, eine Explosion auszulösen“, fügte Gagey hinzu.

Das Flugzeug war am Sonntag im kenianischen Mombasa notgelandet. Es war vom afrikanischen Inselstaat Mauritius nach Paris unterwegs. Die Insassen - 459 Fluggäste und 14 Crewmitglieder - waren mit Hilfe von Notrutschen in Sicherheit gebracht worden.

Flug AF 463 war in Mauritius am Samstag um 21.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr Mitteleuropäische Zeit - MEZ) gestartet und sollte um 05.50 Uhr MEZ auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle landen. Air France teilte mit, dass die in Kenia gestrandeten Passagiere noch am Sonntag mit einen anderen Flug nach Paris gebracht werden sollten.

Der Passagier John Stephen sagte, nach der Landung des Flugzeugs in Mombasa, habe ein „ziemlich angespannt“ wirkendes Crewmitglied die Passagiere angewiesen, die Maschine zu verlassen und dann wegzurennen. In der Toilette habe es etwas gegeben, „was aussah wie eine Bombe“, er wisse darüber aber nichts Näheres, fügte Stephen hinzu.

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    Der kenianische Innenminister Joseph Nkaissery, der sich nach Mombasa begab, wollte keine Angaben zu einem möglichen Sprengsatz machen. Nach seinen Angaben befragte die Polizei Passagiere dazu.

    Nach den von Dschihadisten verübten Pariser Anschlägen vom 13. November mit 130 Toten befinden sich viele Länder in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte sich auch zu einem Anschlag Ende Oktober auf ein russisches Passagierflugzeug über der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Dabei starben alle 224 Menschen an Bord, überwiegend russische Urlauber.

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