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Familienkasse Zahl der Kindergeldbezieher erreicht Rekord

Der Anstieg des Kindergelds ist vor allem dem Familienpaket geschuldet. Zuletzt war das Kindergeld wegen vermehrter Betrugsfälle zum Politikum geworden.
28.12.2019 - 09:58 Uhr Kommentieren
Das Kindergeld innerhalb der EU unterscheidet sich sehr stark. Quelle: dpa
Kindergeld

Das Kindergeld innerhalb der EU unterscheidet sich sehr stark.

(Foto: dpa)

Berlin Die Zahl der Kindergeldbezieher wird in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen. Bis Ende November gab es 15,7 Millionen Kinder, die die Leistung vom deutschen Staat erhielten. Das geht aus einer Statistik der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Ende 2018 waren es bis Ende November noch 15,35 Millionen, und Ende 2017 knapp unter 15 Millionen Kinder gewesen.

Insgesamt legte die bis November ausgezahlte Kindergeldsumme auf 35,4 Milliarden Euro zu, nach 33,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Anstieg ist unter anderem dem Familienpaket geschuldet, das die Bundesregierung aufgelegt hatte. So stieg im Juli das Kindergeld für das erste und zweite Kind um zehn auf 204 Euro, für das dritte gibt es 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro monatlich. Außerdem haben kleinere Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit zuletzt Aufgaben übertragen, wodurch die Zahl der Kindergeldberechtigten ebenfalls zulegte, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

Allerdings hatte es um die stetig steigenden Kindergeld-Zahlungen vor allem aus anderen Gründen zuletzt immer wieder Debatten gegeben. So haben EU-Bürger Anspruch auf Kindergeld des jeweiligen Landes, in dem sie arbeiten oder ihren Wohnsitz haben. Das gilt auch, wenn das Kind in der Heimat lebt. Diese EU-Regelung sorgt seit Jahren für Diskussionen, auch weil sich das Kindergeld innerhalb der EU stark unterscheidet.

Zudem wurden Fälle bekannt, bei denen mit zum Teil gar nicht existierenden Kindern Sozialbetrug betrieben wurde, besonders aktiv sollen hier Banden aus Osteuropa sein. So ist den Behörden in Nordrhein-Westfalen offenbar erst kürzlich ein beispielloser Schlag gegen Kindergeldbetrüger gelungen ist, wie die „Rheinischen Post“ kurz vor Weihnachten berichtete. Familien aus Südosteuropa in Krefeld erhielten demnach Kindergeld für rund 90 Kinder, die gar nicht in der Stadt lebten – und das möglicherweise jahrelang. Dadurch soll ein Millionenschaden entstanden sein.

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    Auch 2019 stieg die Zahl der ausländischen Kinder, für die eine Unterstützung gezahlt wurde weiter an, auf rund 3,16 Millionen an. Im Vorjahr waren es noch rund drei Millionen gewesen, 2017 rund 2,8 Millionen. Insgesamt entfielen von den 35,4 Milliarden Euro ausgezahltem Kindergeld in diesem Jahr 7,4 Milliarden auf ausländische Empfänger.

    Familienkassen können bei Betrugsverdacht Zahlung stoppen

    Insgesamt wurde Kindergeld in Höhe von 367 Millionen Euro auf ausländische Konten überwiesen. Allerdings gibt es auch Kindergeldberechtigte mit deutscher Staatangehörigkeit, denen Kindergeld auf ein ausländisches Konto überwiesen wird. Auch sagt die Auszahlung auf ein ausländisches Konto noch nichts über den Wohnsitz des Kindes aus, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit.

    Die Bundesregierung hatte Mitte des Jahres ein Gesetz beschlossen, das das Erschleichen von Kindergeld erschweren soll. Familienkassen können nun bereits bei einem Betrugsverdacht die Kindergeldzahlung stoppen. Außerdem haben neu zugezogene EU-Bürger in den ersten drei Monaten künftig nur dann Anspruch auf Kindergeld, wenn sie Einkünfte nachweisen.

    Mehr: Was gilt es zum Thema Elterngeld zu beachten? Lesen Sie hier einen kurzen Überblick über die notwendigen Anträge, die Auszahlungstermine und über das Elterngeld Plus.

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