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FBI und Michael Douglas Gordon Gekko kämpft gegen Insiderhandel

„Gier ist gut“, war das Credo von Gordon Gekko im Film „Wall Street“. Er goss damit die Stimmung im New York der späten 1980er-Jahre in einen Satz. Nun ist Gekko, alias Micheal Douglas, zurück: Als Verbündeter des FBI.
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Michael Douglas auf dem Weg zu einer Oscar-Party. Quelle: Reuters

Michael Douglas auf dem Weg zu einer Oscar-Party.

(Foto: Reuters)

New York Die Kampagne des FBI gegen den Insiderhandel an der Wall Street hat ein neues Gesicht. Michael Douglas, der in zwei Spielfilmen den skrupellosen Investor Gordon Gekko spielte, ruft in einem Video der US-Bundespolizei zum Kampf gegen Betrug an den Börsen auf.

So emotional mitreißend er den Gekko gab, so trocken und eindringlich wirbt Douglas nun dafür, kriminelle Machenschaften anzuzeigen. Als Gordon Gekko habe er die Menschen um ihre Ersparnisse gebracht, so Douglas. „Das war Fiktion. Aber das Problem ist echt.“ Amerika sei in wachsendem Maße auf funktionierende Kapitalmärkte angewiesen, so der Schaupieler, der für die Rolle in „Wall Street“ einen Oskar bekam. Wer Hinweise auf Betrug habe, solle das nächste FBI-Büro kontaktieren.

Der 60-Sekunden-Spot ist auf You Tube zu sehen und soll nach den Worten von FBI Special Agent David Chaves auch auf einigen TV-Stationen gezeigt werden. Man habe sich an Michael Douglas gewandt, weil er eine bestimmte Rolle verkörpere, sagte Chaves, der die FBI-Kampagne „Perfect Hedge“ gegen Insiderhandel leitet, der Financial Times. Der Spot sei auch dazu gedacht, die Marke „FBI“ bekannter zu machen, so Chaves.

„Perfect Hedge“ wurde einer breiten Öffentlichkeit 2009 mit der Verhaftung des Gründers des Hegde-Fonds Galleon, Raj Rajaratnam, bekannt. Seither hat es unzählige Verhaftungen, Anklagen und Verurteilungen gegeben. Darunter die Klage gegen Rajat Gupta, ehemals Chef der Unternehmensberatung McKinsey und Ex-Aufsichtsratsmitglied bei Goldman Sachs. Gupta, sicher der bislang prominenteste Angeklagte, soll geheime Informationen aus Aufsichtsratssitzungen von Goldman an Rajaratnam weiterverkauft haben. Der Prozess soll im Mai dieses Jahres beginnen.

Offenbar will das FBI auch etwas von der Publicity rund um „Perfect Hedge“ abhaben. Die Medienberichterstattung über die Ermittlungen und Festnahmen der vergangenen Wochen und Monate konzentriere sich vor allem auf Staatsanwälte, so Chaves. „Einmal wurde in den Medien behauptet, die (Börsenaufsicht) SEC habe Leute verhaftet“, so Chavez. Die Festnahmen seien aber vom FBI durchgeführt worden. Da habe er sich überlegt, wie man den öffentlichen Eindruck korrigieren könnte und sich an Michael Douglas gewandt.

Dabei scheint es, als habe es das FBI eigentlich nicht nötig, mit Promis wie Michael Douglas auf die Suche nach Informanten zu gehen. Man habe mehr als genügend Informanten, so Chavez. „Ich will nicht sagen, dass wir damit bis in alle Ewigkeit Arbeit haben, aber fünf Jahre brauchen wir bestimmt, um das vorliegende Material abzuarbeiten“, sagt der Ermittler.

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4 Kommentare zu "FBI und Michael Douglas: Gordon Gekko kämpft gegen Insiderhandel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man will nun ein Gesetz verabschieden, dass die Mitglieder des Kongresses vom Insiderhandel ausnimmt! Michael douglas sollte sich einmal in seinem eigenen Land umsehen!
    DDRv2.de

  • Die Herren (und Damen) von der Finanzbranche sind nicht inkompetent, aber sie sind vielfach so gierig, dass vor lauter Gier alle Hemmungen fallengelassen werden, und deshalb Werte wie Sicherheit und Verantwortung nichts mehr zählen. Das führt dazu, dass sich Finantkatastrophen und Weltwirtschaftskrisen ereignen. Hollywood springt übrigens auch auf jeden Zug auf. In den 1980-er Jahren waren
    Finanzhaie sexy, jetzt miemt Douglas hingegen den edlen Ritter wider dem Finanzkapitalismus. Das mag sogar richtig sein. Anpasserisch ist es aber eben auch.

  • inkompetenz als geschaeftsprinzip ......

  • "Weißt Du, warum Fondsmanager auch nicht besser sind als der Markt? Fondsmanager sind wie Schafe, und Schafe werden geschlachtet!"