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Fehler und Versäumnisse US-Geheimdienste stehen vor umfassender Reform

Der designierte Chef der 15 US-Spionagebehörden, John Negroponte, hat eine umfassende Reform der Geheimdienste zugesagt. Er wolle dafür sorgen, dass die Arbeit vom Sammeln von Informationen bis hin zu den Analysen qualitativ besser wird, sagte der von Präsident George W. Bush als nationaler Geheimdienstdirektor nominierte Negroponte am Dienstag zum Auftakt des Bestätigungsverfahren im US-Senat. Es müsse sichergestellt werden, dass die politischen Entscheidungsträger mit der „Wahrheit“ konfrontiert würden.
John Negroponte. Foto: dpa.

John Negroponte. Foto: dpa.

dpa WASHINGTON. Der einstige Botschafter bei den Vereinten Nationen und dann im Irak bezog sich dabei auf den Geheimdiensten angelastete Fehler und Versäumnisse vor den Anschlägen vom 11. September 2001 und vor dem Irakkrieg. Im ersten Fall war den Behörden vorgeworfen worden, Hinweise auf die Terrorattacken nicht erkannt und nicht verknüpft zu haben.

Im Fall Irak hat die Bush-Regierung selbst insbesondere die CIA dafür verantwortlich gemacht, dass stets von der Existenz von Massenvernichtungswaffen ausgegangen worden sei. Der Posten des Geheimdienstdirektors als Chefkoordinator der 15 Einzelbehörden war als Konsequenz aus den Vorgängen in den vergangenen Jahren neu geschaffen worden.

Die Bestätigung Negropontes gilt als sicher, auch wenn es bei vielen Demokraten Vorbehalte gibt. Sie beziehen sich hauptsächlich auf Negropontes Tätigkeit in den frühen achtziger Jahren als Botschafter in Honduras. Unter anderem wird ihm angelastet, Menschenrechtsverletzungen in dem Land heruntergespielt oder absichtlich übersehen zu haben. Der 65-Jährige wies diese Vorwürfe in der Senatsanhörung am Dienstag zurück.

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