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Feroza Aziz Getarnte Kritik geht viral: Wie eine 17-jährige Influencerin Chinas Regierung angeht

Die Influencerin aus den USA veröffentlicht auf dem sozialen Netzwerk Tiktok Kritik an China. Und sieht sich der Zensur ausgesetzt. Das Unternehmen gibt sich kleinlaut.
28.11.2019 - 14:20 Uhr Kommentieren
Die US-Amerikanerin auf Tiktok. Quelle: Tik Tok
Feroza Aziz

Die US-Amerikanerin auf Tiktok.

(Foto: Tik Tok)

Peking Das Video sieht zunächst aus wie eines der vielen Make-up-Tutorials, die häufig auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Tiktok zu sehen sind. Eine junge Frau zeigt, wie man eine Wimpernzange benutzt. „Hey Leute, ich werde euch beibringen, wie man lange Wimpern bekommt“, sagt die US-Amerikanerin Feroza Aziz, während sie in die Kamera schaut.

„Also, ihr nehmt dafür erst mal eure Wimpernzange und dann formt ihre eure Wimpern. Und dann legt ihr sie beiseite und nehmt euer Handy, das ihr gerade benutzt, und schaut nach, was in China passiert, wie sie Konzentrationslager bauen, in die sie unschuldige Muslime werfen“, sagt die 17-Jährige.

Die als Tutorial getarnte Kritik an China geht im Anschluss viral, rund 1,5 Millionen Menschen sehen das Video auf Tiktok. Doch dann wird der Account von Aziz blockiert. Hat das Unternehmen, dessen Konzernmutter Bytedance in Peking seinen Hauptsitz hat, das Video gelöscht, um der chinesischen Regierung zu gefallen?

Die Veröffentlichung von parteiinternen Dokumenten in den vergangenen Tagen hatte Peking schwer belastet. Die muslimische Minderheit der Uiguren soll in der Region Xinjiang systematisch verfolgt und in Internierungslagern gegen ihren Willen festgehalten werden.

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    Mittlerweile hat sich Tiktok entschuldigt. Es habe sich um einen menschlichen Fehler gehandelt, führte das Unternehmen in einer langen Erklärung aus. Das Video der aus New Jersey stammenden Influencerin sei nun wieder online.

    Doch Aziz gibt sich damit nicht zufrieden. Auf Twitter schrieb sie, dass sie zuvor auch schon Videos zu den Uiguren gepostet habe, die gelöscht worden seien. Laut Tiktok sei schon ein früheres Konto von ihr gesperrt worden sein, nachdem dort ein Video des früheren Al-Qaida-Chefs Osama Bin Laden verbreitet wurde.

    Der Vorfall dürfte die Skepsis gegenüber Tiktok weiter erhöhen und die geplante internationale Expansion erschweren. US-Parlamentarier hatten sich wegen angeblicher Zensur bereits für eine Sicherheitsüberprüfung der Plattform ausgesprochen.

    Mehr: Staaten sperren Zugang zu weltweitem Netz – Der Iran ist das jüngste Beispiel: Um unliebsame Kommunikation zu verhindern, sperren Regierungen das Internet. Überwachung und Kontrolle breiten sich weltweit aus.

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