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Finale im französischen Wahlkampf Macron baut Vorsprung vor Le Pen aus

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Tiefe politische Gräben

Dass die politischen Gräben zwischen den Wählern in Frankreich deutlich tiefer sind als im Rest der Europäischen Union, könnte sich auch am Sonntag zeigen. Jeder fünfte Franzose beschreibt sich einer Eupinions-Umfrage der Bertelsmann-Stiftung zufolge als politisch extrem. 14 Prozent schätzen sich als rechtsextrem ein, sechs Prozent als linksextrem. Der europaweiten Erhebung zufolge verorten sich in der gesamten EU dagegen nur sieben Prozent an den politischen Rändern.

Zur politischen Mitte, also Mitte-Links und Mitte-Rechts, zählt sich gut ein Drittel der Franzosen. Im EU-Durchschnitt sind dies dagegen 62 Prozent der Bürger. "Die Spaltung in unversöhnliche Lager kann Politik und Gesellschaft lähmen", sagte Aart De Geus, der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann-Stiftung.

Je näher sich die Europäer an den politischen Rändern sehen, umso unzufriedener sind die Menschen. Jedoch ist laut Bertelsmann-Studie die Unzufriedenheit bei den Franzosen insgesamt stärker ausgeprägt als im EU-Schnitt, und das nicht nur an den Rändern. In Frankreich ist nicht einmal jeder fünfte der Mitte-Wähler mit dem Status Quo seines Landes zufrieden.

Wer immer am Sonntag in Frankreich gewinnt, muss ein polarisiertes Land einen und Misstrauen überwinden. Die etablierten Volksparteien haben dies bereits zu spüren bekommen. Der scheidende sozialistische Präsident Francois Hollande ist so unbeliebt wie keiner seiner Vorgänger und trat gar nicht erst zur Wiederwahl an. Erstmals seit 1958 findet eine Stichwahl für das Präsidentenamt statt, bei der weder ein Konservativer noch ein Sozialist dabei ist. Mit Macrons "En marche" (Vorwärts) ist ein neuer Akteur im Spiel. Auch wenn der erst vor einem Jahr ins Leben gerufenen Bewegung der Unterbau einer etablierten Partei fehlt, geben ihr manche Meinungsforscher gute Chancen, bei der Parlamentswahl im Juni die meisten Stimmen zu holen

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2 Kommentare zu "Finale im französischen Wahlkampf: Macron baut Vorsprung vor Le Pen aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Rücken wir doch mal den Text des HB in Richtung Realität zurecht:

    Der linksextreme Macron ist genauso inhaltsbefreit wie Merkel und wird als Söhnchen der Letztgenannten mit viel Schwung dafür sorgen, dass Europa noch schneller ins kulturelle, religiöse und vor allem monetäre Chaos fällt als mit Katastrophe Merkel allein. Dies zur Freude der Saudis, die eh seit Jahren fleißigst an der Islamisierung Europas arbeiten, vollkommen unbemerkt seitens unserer Klippschüler an Politikern.

    Dies während eine Madame Le Pen versucht, den oben genannten Prozess aufzuhalten und zu retten, was noch zu retten ist, was alles nichts mit Rechtsextremismus und Polemik zu tun hat, sondern mit einem klaren Auge für die Realität und einem Mitgefühl für die Millionen an Steuerzahlern, welche Dank solcher wie Merkel und zukünftig ggf. Macron für ihren eigenen Untergang auch noch Billionen EUR zahlen müssen.

    Beschissener kann man keine Politik betreiben und genau das prangert Le Pen mit Recht an. Dass Medien und die pseudoetablierten Parteien auf mieseste und undemokratische Weise dagegen vorgehen, ist nichts Anderes als das Zeichen für einen riesen Sch*ss in der Hose, dass es ihnen nun endlich und nachhaltig an den Kragen geht, was schon vor 10 Jahren hätte passieren müssen.

    Denn Europa hat den Anschluß an die intelligente Welt von morgen längst verpasst. Und diese heisst nicht zurück ins Mittelalter und sich von Nobrainern und Analphabeten aus Afrika und Middle East vorschreiben zu lassen, was man zu tun hat, obwohl man für deren Volk auch noch alles bezahlt.

  • "Enttäuschte Links-Wähler" ??

    Was erwarteten die bei 30 % Jugendarbeitslosigkeit unter einem LInken Präsidenten Hollande ?