Finanzkrise Papst geißelt „Diktatur der Wirtschaft“

Bescheidenheit ist das Thema von Papst Franziskus. Er will sie in der Kirche durchsetzen - und verlangt sie vom globalen Finanzsystem. Mit harschen Worten geißelt der Mann aus Argentinien die Gier. Und fordert Umkehr.
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Papst Franziskus I. im Vatikan. Quelle: dpa

Papst Franziskus I. im Vatikan.

(Foto: dpa)

Als ehemaliger Kardinal von Buenos Aires weiß Papst Franziskus, wie eine Wirtschaftskrise im Alltag aussieht. "Sie hat Angst und Verzweiflung geschaffen, sie hat vielen die Lebensfreude genommen und Gewalt und Armut steigen lassen", sagte das neue Oberhaupt der katholischen Kirche jetzt bei einem Besuch von Botschaftern im Vatikan in seiner ersten Rede zum Thema Wirtschaft und Finanzen.

Franziskus hat in Argentinien vor Jahren eine Krise miterlebt, die ähnlich wie heute in einigen Ländern Südeuropas, die Menschen in die Verzweiflung trieb und Rentner, die finanziell am Ende waren, in den Selbstmord. Der Papst belässt es aber nicht bei einer Analyse, sondern verlangt eine Umkehr.

Er fordert, dass der Staat sich stärker in die Verteilung zwischen Arm und Reich einmischen soll - und ruft zur Reform der globalen Finanzmärkte und mehr staatliche Kontrolle auf. "Geld muss uns dienen, nicht über uns herrschen."

Die Ungleichgewichte in der Welt hätten ihre Ursache in jenen Ideologien, die die Autonomie der Märkte und der Spekulationen an die erste Stelle setzen und den Staaten ein Recht auf Kontrolle absprächen. "Wir haben neue Idole geschaffen", sagt Franziskus weiter. Was einst Anbetung des goldenen Kalbes gewesen sei, seien heute der Kult um das Geld und die Diktatur der Wirtschaft.

Dabei greift der Papst auf seine eigenen Erfahrungen in seinem Heimatland Argentinien zurück, wo er sich als Bischof der Slums verstanden hat. Franziskus hat sich nicht nur nach einem Heiligen benannt, der die Armut gepredigt hat. Er ist nicht nur der erste Papst, der von einem Kontinent außerhalb Europas kommt. Er hat, mehr als alle seine Vorgänger, direkte Erfahrung mit Menschen, die unter Armut leiden.

Und diese Erfahrung gibt ihm die Autorität und vielleicht auch den nötigen Zorn, mit den Mächtigen und Reichen dieser Erde ins Gericht zu gehen. Dass er davor keine Scheu hat, beweist er jetzt, kaum in Rom eingelebt, mit einer wahren Strafpredigt gegen die "unsichtbare Tyrannei" des Marktes.

Diese erste Rede zu Wirtschaft und Finanzen zeigt, dass viele den neuen Chef im Vatikan unterschätzt haben. Franziskus ist zwar ein Konservativer. Aber er ist Jesuit, und damit Mitglied eines Ordens, der sich der "Option für die Armen" verschrieben hat.

Und er kommt aus Lateinamerika, dem Kontinent, der die bekanntesten Theologen der Befreiung hervorgebracht hat, die die frohe Botschaft Jesu mit marxistischem Gedankengut verbanden: Sie kamen zu der Erkenntnis, dass die Menschen nicht auf die Wiederkunft des Messias warten dürfen, sondern selbst den Zustand der Welt verbessern müssen.

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19 Kommentare zu "Finanzkrise: Papst geißelt „Diktatur der Wirtschaft“"

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  • http://www.pi-news.net/2013/05/zwei-lesben-ein-schwuler-ein-falscher-vater-und-ein-bemitleidenswertes-kind/

    Jedem normalen Menschen muß klar sein, daß dieses Kind, wenn es später erfährt, was da alles abging, in höchstem Maße psychisch gestört wird.

    Das ist ja die Loikder Gerichte und Kalkulation solcher Schlampen mit Unterhalsterzielings-absicht: Daß die Väter den Mund halten weil die im Gegensatz zu den Egotrip kampf-emanzipatroischen Feministinnen weil die im Allegmeienn das Wohlereghen des Kindes im Auge haben.

    /Nuttis erpressen dann die Väter im weitesten Sinen damit daß sie das Kind durch eiegens Fehlverhalten foltern oder das androhen wenn man(n) nicht macht was die wllen.

    Nur dann darf man nicht sinngemäß die jüdische Synagoge anzünden und versuchen das dem Kidnsvater anzuhängen (Drogen-unterchiebeversuche gabe es sogar von staatlicher also korrupter polizeilicher Stelle) und ihn umzubringen versuchen dann muß er sich nämlich wehren.

  • http://www.pi-news.net/2013/05/zwei-lesben-ein-schwuler-ein-falscher-vater-und-ein-bemitleidenswertes-kind/

    Eher freiwilliegr oder eher UNFREIWILLIGER “SAMENSPENDER”? Was die Feminismus Bewegung sich erlaubt hat kann man nur noch übelsten organisiert kriminellen Kindesmißbrauch nennen! Denn Gerichte und Polizei tun gegen den Willen einer Kindesmutter meiner Erfahrung nach gar nichts.

    Zumal sie einem auch noch Killeekomandos auf den Hals hetzen:

    http://wuergerjagd.tumblr.com

    Das hier war der letzte der mich umzubringen versucht hat.

  • http://www.pi-news.net/2013/05/zwei-lesben-ein-schwuler-ein-falscher-vater-und-ein-bemitleidenswertes-kind/

    “Man reiche mir ein Schwert”; das klingt ein wenig nach dem biblischen Salomo!

    Das hier ist ein echter Fall einer Lebensgemeisnachft die gegen Ende der Shcawengersacht auseinadeging in dem das Jugendamt geholfen hat über ein jahr lang die Identität/geburtsurkunden zu fälschen so daß der biologische Vater als erste Mann in der BRD gezwungen war die Frau gerichtlich zum DNA-Abstammungstest zu zwingen.

    Statt ihm dann das Umgangsrecht (also das Recht das Kind regelmäßig zu sehen/Besuchen) einzuräumen hat die Richterin dem Vater mit Willkürinhaftierung bedroht und dafür gesogrt daß er seine Geschäft (EDV) schließen musste!
    Hintergrud der Parteibuchbesetzten Richterstelle: Der VAter hatte sich über das überlange Vrefahren beschwert und zwar erfolgreich – ein Richter wurde vom Ministerium in den Ruhestand versetzt. Dafür wollten die sich dann rächen. Zudem hatte der Kindsvater einen Whalmanipulaionskandal aufgedeckt und den Drogenkonsum der Stadtoberen-Kidner mit denen er zur schule gegangen war. Ziwschenzeitlich hat sich zudem die wohl mit der Sekte – wegen deren Mitgliedschft sich der Kindesvater von der schnwangeren Lebensgefährtin letztendlich trennte – sie wollte ihm kein Mit-Sorgerecht geben sondern bestand darauf beim Kind handele es sich um die Reinkarnation einer verstorbenen Seele, zudem einer männlichen , die im falschen – weiblichen Körper stecke – dahingehend eingelassen daß eienn städtsiche Klinik den pseudomedizinischen Sekten Lari-Fari als Wellness anbietet.

    Damit pi das rechrechieren kann habe ich hier teilweise Klarnamen verwendet:

    http://tabea-lara.tumblr.com/

    http://www.buvriek.baehring.at/
    http://www.take-ca.re/
    http://www.reiki-direkt.de/huessner/
    http://www.nazis.dynip.name/

    http://wuergerjagd.tumblr.com

  • O-Ton Pabst
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    Papst geißelt „Diktatur der Wirtschaft“
    -------------

    Allemal besser als die Diktatur der Inquisition.

    ...

    Die angebliche "Diktatur" der ("bösen") Wirtschaft ist tatsächlich der Dominanz wirtschaftlichen Denkens und damit einfach Ausdrucks des Primats der Vernunft über Aberglaube und Vorurteil.

    Und was der Pabst wirklich fürchtet ist die Vernunft der Menschen, deren Anwendung dazu führt daß sie sich zunehmend von den scheußlichen mossaischen Wüstenreligionen abwenden.

  • Ich erwarte, dass die ganzen Schaetze des Vatikans demnaechst versteigert werden und einem guten Zweck zugefuehrt werden. Man muss Beispiel geben und nicht nur ueber andere reden.

  • "Und diese Erfahrung gibt ihm die Autorität und vielleicht auch den nötigen Zorn, mit den Mächtigen und Reichen dieser Erde ins Gericht zu gehen. Dass er davor keine Scheu hat, beweist er jetzt, kaum in Rom eingelebt, mit einer wahren Strafpredigt gegen die "unsichtbare Tyrannei" des Marktes."

    Respekt vor diesem Papst. Dazu gehört Mut und Durchsetzungsfähigkeit.

    Atheisten und Esoteriker verwechseln leider oft den Vatikanstaat mit dem Glauben an Gott.

  • Blind ? Die Liste der sozialen Leistungen der Kirche an Arme und Hungernde in aller Welt ist fast endlos. Viele Staaten würden zusammen brechen ohne die freiwilligen und meist unbezahlten Hilfsleistungen christlicher Gläubiger. Es sind die Christen in aller Welt, die massive soziale Arbeit leisten. Das passt manchem nicht zuzugeben. Es ist ja viel einfacher die menschlichen Fehler zu kritisieren, der jede Organisation auf dieser Welt unterliegt.

  • Gerade beim Papst mit solch einer Kritik anzusetzen, zeigt den Bildungslevel. Jeder Abteilungsleiter einer kleinen Firma gestattet sich mehr Fressen und Saufen als ein Papst. Als ob Franziskus Papst werden wollte um endlich mal Wein zu trinken und Wasser zu predigen, einfach lächerlich. .
    Ein Papst hat eine vielfach grössere Verantwortung als jeder Manager einer Spitzenbank, ein Papst hat keine Boni und verdient keine 15 Millionen fürs Schönreden wie Ackermann. Aber ein Papst ist ja so einfach anzugreifen...das war bei Jesus genauso...man hatte Spass dabei, die zu schlagen, die sich dem Streit und dem Krieg zwischen Menschen und Völkern entziehen...kritisieren Sie mal beim VW Chef und den Puffreisen seiner Vorstandsmitglieder, bei "Saubermann" Steinbrück, beim "Edelritter"Barroso und beim "Volkshelden"Hollande, dann kommt Ihnen ein shitstorm zurück, dass Sie es lieber bleiben lassen.

  • Hier sind einige wirklich gute Kommentare abgegeben worden. Meine Meinung: Die Kirche soll mal bei sich anfangen. Seit Jahrhunderten sammeln die Geld ein unter z.T. mehr als grenzwertigen Bedingungen (Ablasshandel, Kirchensteuer,...) und haben riesige Vermögen angehäuft. Die Vatikanbank ist an Intransparenz auch nicht zu überbieten. Ich bin wegen deren Gebaren und Haltung zu vielen Dingen ausgetreten und habe das keine Sekunde bereut. Wasser predigen und selber Wein trinken. Ich kann dieses selbstgefällige, überhebliche moralinsaure Geseiere der Kirche nicht mehr hören. Wenn ich mir schon die Geschichte der Kirche anschaue wird mir übel. Wer hat denn mit den Nazis paktiert ? Hexenwahn ? Inquisition ? Und auch heute noch: Diskriminierung von Frauen ? Selber Hungerlöhne zahlen ? Dis Liste ist fast endlos.

  • Da geht's ja nun im Vatikan zu wie bei den Grünen.
    Und diesmal nicht nur bezüglich Schutz von Päderasten, sondern nun auch bezüglich Beissens der Hand, die einen füttert.
    Ohne Wirtschaft gibt's keine Abgaben oder Steuern - und ich wäre mal gespannt, wie dann Roth, Özdemir, Bergoglio & Co. das eigene, fette Dasein rechtfertigen und finanzieren.

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