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Finanzministerin Lagarde „Wir haben Schulden absichtlich in die Höhe getrieben“

Die französische Finanzministerin Christine Lagarde will ihren Haushalt jetzt konsequent sanieren und ihr Land reformieren. Im Interview spricht sie über die strikten Sparprogramme der französischen Regierung und ihre Hoffnung auf eine internationale Transaktionssteuer.
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Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde muss sparen. Quelle: Reuters

Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde muss sparen.

(Foto: Reuters)

Handelsblatt: Frau Ministerin, vor wem haben Sie mehr Angst? Vor dem Volk, das gegen die Rentenreform auf die Straße geht? Oder vor den Ratingagenturen, die Frankreich an den Märkten Druck machen?

Christine Lagarde: Wir haben überhaupt keine Angst. Wir setzen unsere Politik der Haushaltskonsolidierung entschlossen durch.

Es gab Gerüchte, dass französische Staatsanleihen die Bestnote Triple A verlieren. Beunruhigt Sie das nicht?

Ich bin ständig im Gespräch mit den Ratingagenturen und erkläre ihnen unsere Wirtschaftspolitik. Ich bin davon überzeugt, dass Frankreich seine AAA-Note behält. Wir vollziehen gerade einen grundlegenden Politikwechsel. 32 Jahre lange haben wir die Schieflage in unserem Staatshaushalt wissentlich in Kauf genommen und Defizite und Schulden absichtlich in die Höhe getrieben. Nun vollziehen wir eine Kehrtwende.

Sie hoffen, dass Ihnen der Aufschwung bei der Haushaltskonsolidierung hilft. Was machen Sie, wenn das Wirtschaftswachstum und die Steuereinnahmen niedriger als erwartet ausfallen?

Der Staatspräsident und der Premierminister haben sich formell verpflichtet, das Staatsdefizit 2011 auf sechs Prozent und 2012 auf 4,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu senken. Wenn die Einnahmen dafür nicht ausreichen, müssen wir weitere Schritte unternehmen, um die Ausgaben zu senken.

Welche?

Das sage ich Ihnen, wenn es nötig wird. Spielraum haben wir bei den Staatsausgaben auf jeden Fall. Sie machen 55,6 Prozent des Sozialprodukts aus. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als der europäische Durchschnitt.

Riskieren Sie nicht einen Volksaufstand, wenn Sie noch mehr sparen?

Das haben wir selbst in der Hand. Wir müssen unseren Mitbürgern eben gut erklären, warum wir sparen. Allein mit der Rentenreform können wir das Staatsdefizit ab 2013 jährlich um 0,5 Prozentpunkte senken. Diese Reform kurbelt außerdem das Wachstum an. Wenn wir die Lebensarbeitszeit schrittweise jedes Jahr ein wenig erhöhen, dann haben wir im nächsten Jahrzehnt durchschnittlich 0,3 Prozentpunkte mehr Wachstum pro Jahr. Die Rentenreform ist ein Symbol für unsere neue Politik. Und das ist exakt der Grund dafür, wieso die Opposition jetzt den Minister attackiert, der diese Reform verantwortet.

Sie sprechen von Arbeitsminister Eric Woerth und der Affäre Bettencourt, wo es um einen mutmaßlichen Parteispendenskandal geht.

Dass diese Affäre jetzt ein Thema wird, ist kein Zufall. Dass Eric Woerth dabei unter Beschuss gerät, auch nicht.

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3 Kommentare zu "Finanzministerin Lagarde: „Wir haben Schulden absichtlich in die Höhe getrieben“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @aruba die frau ist nur ein williges werkzeug sie will es auch so.die verarsche der nicht mal mehr scheindemokratie leben die USA nun schon seit es sie gibt nicht die folterer sind schuldig nein die wikileaks gefährden nun die menschenrechtsverletzer kriegsverbrechen das waren wir nicht ,die terroristen waren die ureinwohner amerikas lateinamerikas die iraker aud den gebiet der finanzindustrie sind die terroristen die sparer,die leistungsträger sie haben es nämlich erst ermöglicht diese sauereeien zu begehen.Landesbanken system stoiber und sachsensumpf,die birne war da mit sein weigel noch brutaler der hat gleich im vorfeld straffreiheit für die treuhandschieber ausgerufen.nun haut die profitmaximierung auch nicht mehr hin und der sozialterrorismus einer van der leyen zieht auch kein mehr vom hocker,sarrazins kochrezepte für harz 4ler ist zum rohrkrepierer geworden alles steuert auf die spietze zu und alle richtungen gehen steil nach unten.nun hoffen wir das die armen dieser erde nicht vergessen wer ihnen das angetan hat.busch und merkel sind gute freunde und das lässt hoffen

  • Was halten sie vom burka Verbot in Frankreich @aruba?

    Es sind einige wenige tausend Frauen betroffen die vermutlich seit Jahrzehnten damit rumlaufen und viele freiwillig, wenn nicht sogar alle freiwillig damit rumlaufen.
    in Deutschland ist es sowieso eine absolute Rarität eine Frau mit burka zu sehen.
    Also wofür das Ganze?

  • Guten Tag,..... Die gute Frau ist leider ( wie alle anderen ) dazu verdammt das Lied des kleinen Teufels mit zu singen. Jedoch kocht eine boese Suppe auf grosser Flamme. Nichts mit Sparprogrammen, sondern mit Wahlkampffinanzierung ( in Deutschland sitzt einer der " birne " heisst, der hat sich nur etwas schlauer angelegt ) und ueblem Gemauschel. ich mag den Zwerg nicht, aber in Frankreich ist das Sparprogramm beim gemeinen Volk nicht mal von hoeren-sagen bekannt, seine ganze Politik haengt den Leuten zu Hals heraus. besten Dank