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Finanzskandal Prozess gegen Berlusconi wird verschoben

Im Übernahmekampf der italienischen BNL Bank soll Italiens ehemaliger Regierungschef Berlusconi vertrauliche Informationen öffentlich gemacht habe. Doch ein Prozess soll erst nach der Wahl stattfinden.
17.01.2013 - 21:38 Uhr 1 Kommentar
Silvio Berlusconi muss sich vorerst nicht vor Gericht verantworten. Quelle: Reuters

Silvio Berlusconi muss sich vorerst nicht vor Gericht verantworten.

(Foto: Reuters)

Rom Ein italienisches Gericht hat Medienberichten zufolge einem Antrag des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi auf die Verschiebung seines Prozesses auf die Zeit nach der Parlamentswahl im Februar stattgegeben. Die nächste Anhörung in dem sogenannten Unipol-Verfahren werde nun am 7. März stattfinden, berichteten italienische Medien am Donnerstag. Berlusconis konservative Partei Volk der Freiheit (PDL) ist mit der rechten Lega Nord eine Wahlallianz für die Wahlen am 24. und 25. Februar eingegangen.

Berlusconi wird in dem Verfahren vorgeworfen, vertrauliche Informationen zu einem Finanzskandal von 2005 öffentlich gemacht zu haben. Damals waren Unregelmäßigkeiten beim Kampf um die Übernahme der Bank BNL aufgetaucht. Im Zuge der Ermittlungen war ein Telefongespräch zwischen dem Chef des Versicherungskonzerns Unipol, Giovanni Consorte, und dem Mitte-links-Politiker Piero Fassino abgehört worden. Die geheimen Aufzeichnungen waren dann in Berlusconis Zeitung "Il Giornale" veröffentlicht worden.

Im Prozess gegen Berlusconi unter anderem wegen Machtmissbrauchs, in den die Marokkanerin "Ruby" verwickelt ist, hatte ein Gericht in Mailand am Montag hingegen einen Antrag der Verteidigung auf Verschiebung abgelehnt. Die Anklage wirft Berlusconi vor, mit der Tänzerin Ruby Sex gehabt zu haben, als diese noch minderjährig war. Berlusconi soll zudem seine Macht missbraucht haben, um im Jahr 2010 Rubys Freilassung nach ihrer Festnahme durch die Polizei zu erreichen.

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    1 Kommentar zu "Finanzskandal: Prozess gegen Berlusconi wird verschoben"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn die Aussage richtig ist "Ein Volk hat immer die Regierung, die es verdient", dann hatten die Italiener in der Zeit von Berliscona wohl nichts gutes verdient, sondern konnten den Sumpf mafiöser Strukturen genießen.
      In Amt und Würde sollten Regierungsmitglieder stehen, bei Berlusconi fehlte die Würde. Wenn die Italiener einen derartigen Gockel noch einmal wählen sollte, dann wird mir Angst um dieses Volk.

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