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Finanztransaktionssteuer Großbritannien gibt der EU einen Korb

Die Pläne für eine Finanztransaktionssteuer stoßen auf Ablehnung. Großbritannien droht mit einem Veto, eine EU-weite Einführung wäre damit vom Tisch. Auch andere Länder halten wenig von der Steuer.
28.09.2011 Update: 28.09.2011 - 20:37 Uhr
Mit einer Finanztransaktionssteuer will EU-Kommissionspräsident Barroso rund 57 Milliarden für Europa und die einzelnen Staaten einnehmen. Quelle: dapd

Mit einer Finanztransaktionssteuer will EU-Kommissionspräsident Barroso rund 57 Milliarden für Europa und die einzelnen Staaten einnehmen.

(Foto: dapd)

Straßburg/Brüssel/Frankfurt Die britische Regierung lehnt die von EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso vorgeschlagene Finanztransaktionssteuer ab. Großbritannien sei nicht grundsätzlich gegen eine solche Abgabe, sie müsste aber weltweit eingeführt werden, berichtete der britische Rundfunksender BBC unter Berufung auf das Londoner Finanzministerium. Die Britten kündigten an, die Steuer notfalls per Veto zu verhindern.

Für die EU-weite Einführung der von Barroso vorgeschlagenen Steuer ist die britische Zustimmung erforderlich. Nur wenn alle 27 EU-Staaten zustimmen, gilt die Steuer für die ganze Union. Auch in Schweden und den Niederlanden gibt es für die Steuer wenig Gegenliebe.

Die EU-Kommission hat angekündigt, bei einem britischen Veto die Abgabe vorerst in der Eurozone einführen zu wollen. Ob die Steuer dort eingeführt wird, scheint aber fraglich.

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