Flucht nach Europa Tunesische Küstenwache rettet mehr als 120 Flüchtlinge aus Seenot

Vor der Küste Tunesiens sind am Sonntag mehr als 120 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Die afrikanischen Migranten haben versucht, die italienische Insel Lampedusa zu erreichen. Sie waren bereits drei Tage unterwegs.
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Das Schlauchboot, das mehr als 120 Menschen von der libyschen Küste aus über das Mittelmeer bringen sollte, versagte wegen einer Panne den Dienst. Quelle: dpa
Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Das Schlauchboot, das mehr als 120 Menschen von der libyschen Küste aus über das Mittelmeer bringen sollte, versagte wegen einer Panne den Dienst.

(Foto: dpa)

TunisVor der Küste Tunesiens sind am Sonntag mehr als 120 Flüchtlinge aus Seenot gerettet worden. Die afrikanischen Migranten hätten versucht, die italienische Insel Lampedusa zu erreichen, teilte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) mit. Das große Schlauchboot, das die Menschen von der libyschen Küste aus über das Mittelmeer bringen sollte, versagte jedoch wegen einer Panne den Dienst. Als die tunesische Küstenwache die mehrheitlich aus Nigeria stammenden Menschen aufgriff, waren sie bereits seit drei Tagen auf See.

Flüchtlinge überrennen den Stacheldraht
Flüchtlinge strömen nach Mazedonien
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Hunderte Flüchtlinge sind am Samstag trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen nach Mazedonien vorgedrungen. Sie durchbrachen am Nachmittag die mit Stacheldraht gesicherten Grenzabsperrungen und stürmten auf mazedonisches Staatsgebiet, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Grenzsicherung mit aller Macht
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Die Polizei hatte schon am Freitag mit einem Großaufgebot der Polizei gegen den Menschenandrang aus Richtung Griechenland reagiert, das Militär rückte zur Verstärkung an. Mit dem Einsatz von Tränengas und Blendgranaten wurde versucht, die Menschen an der Einreise zu hindern.

Hunderte Menschen brechen durch
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Auch am Samstag kamen Gummiknüppel und Blendgranaten wieder zum Einsatz. Trotzdem gelang es hunderten mehrheitlich aus Syrien stammenden Flüchtlingen, die Grenzanlagen zu überrennen.

Schreiende Kinder
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Kinder ohne Eltern schrien nach Mutter oder Vater. „Diese Männer sind herzlos“, sagte der syrische Flüchtling Jusef, der nur seinen Vornamen nennen wollte. Er hielt ein kleines Mädchen mit weitaufgerissenen Augen im Arm und zeigte auf die Polizisten. „Die kümmert unsere Tragödie nicht.“

Nacht im Freien ...
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Nachdem Mazedonien am Donnerstag seine Grenze zu Griechenland weitgehend abgeriegelt hatte, harrten in dem Grenzgebiet etwa 2000 Flüchtlinge aus. Die meisten von ihnen mussten die Nacht zum Samstag unter freiem Himmel verbringen, wie AFP-Journalisten beobachteten.

... oder Camping im Niemandsland
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Einige Flüchtlinge konnten sich zum Schutz vor dem Regen und den niedrigen Temperaturen in kleine Zelte im Niemandsland zwischen dem griechischen Dorf Idomeni und der mazedonischen Stadt Gevgelija zurückziehen.

Zwischen Müll und Stacheldraht
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Am Samstag waren erschöpfte Flüchtlinge zu sehen, die zwischen Müllhaufen umherliefen und zur mazedonischen Grenze schauten, wo seit Donnerstag Spezialeinheiten der Polizei patrouillieren. In der Nacht verstärkte die Polizei den Stacheldraht an der Grenze. Zudem wurden Soldaten entsandt, um den Grenzabschnitt abzusichern, wie das mazedonische Militär mitteilte.

Tunesien spielt bei den Rettungsmaßnahmen für in Seenot geratene Flüchtlinge eine zentrale Rolle. Erst im Juni hatte die tunesische Marine 356 afrikanische Migranten von einem havarierten Frachter gerettet. Trotz der Gefahren versuchen immer mehr Menschen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. In Italien sind in diesem Jahr bereits mehr als 100.000 Asylsuchende eingetroffen. Hunderte starben jedoch allein in diesem Jahr bei dem gefährlichen Versuch, das Meer zu überqueren.

  • afp
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1 Kommentar zu "Flucht nach Europa: Tunesische Küstenwache rettet mehr als 120 Flüchtlinge aus Seenot"

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  • Bliebe noch die Frage offen wohin sind geretteten anschließend gebracht worden? Es ist zu wünschen zurück nach Tunesien und anschließend nach Nigeria zurück geschickt.

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