Flüchtlinge 50 Tote bei Tragödie im Mittelmeer

Die italienische Küstenwache hat bei der Rettung eines Flüchtlingsbootes etwa 50 Menschen nur noch tot bergen können. Insgesamt waren mehr als 400 Menschen an Bord.
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Jeden Tag versuchen Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Quelle: dpa
Flüchtlinge im Mittelmeer

Jeden Tag versuchen Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa zu kommen.

(Foto: dpa)

RomAuf einem Schiff vor der libyschen Küste wurden am Mittwoch die Leichen von etwa 50 Menschen entdeckt. Sie seien im Laderaum gefunden worden, bestätigte die italienische Küstenwache am Mittwoch. Von Bord wurden laut Nachrichtenagentur Ansa etwa 439 Menschen gerettet. Das Schiff sei in Richtung Italien unterwegs gewesen. Erst vor wenigen Tagen waren im Mittelmeer etwa 50 Leichen auf einem Schiff unter Deck entdeckt worden. Die Toten sind nur die neuesten in einer langen Reihe von Flüchtlingstragödien auf dem Mittelmeer. Laut der italienischen Küstenwache liefen mehrere Rettungseinsätze für insgesamt mehr als 2000 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer.

Über das Bürgerkriegsland Libyen werden Schätzungen zufolge 80 Prozent des Menschenschmuggels über das Mittelmeer abgewickelt. Vor allem vom Osten des Landes aus brechen Flüchtlingsschiffe zu oft tödlich endenden Reisen Richtung Europa auf.

Erst am Dienstag hatte die EU-Grenzschutzagentur Frontex berichtet, dass in der vergangenen nach eigenen Angaben 3.400 Flüchtlinge vor der Küste Libyens aus dem Mittelmeer gerettet wurden. Die meisten der größtenteils aus Afrika stammenden Menschen seien von Freitag bis Sonntag von Schiffen aufgenommen und nach Europa gebracht worden, teilte Frontex mit. Die Flüchtlinge seien vor allem in Gummi- und Holzbooten vom nordafrikanischen Festland unterwegs gewesen und hätten kurz nach dem Ablegen Notrufe an italienische Behörden abgesetzt. In den ersten sieben Monaten des Jahres sind nach Frontex-Angaben insgesamt 95 000 Menschen aus diesem Korridor des Mittelmeeres gerettet worden.

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7 Kommentare zu "Flüchtlinge: 50 Tote bei Tragödie im Mittelmeer"

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  • So ist das mit der Wahrnehmung: man selber ist ein guter Flüchtling, alle anderen nur Schmarotzer und Wirtschaftsflüchtlinge.

  • 50 Tode bei Flucht im Mittelmeer
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    Hier sollen sie von der italienischen Küstenwache gerettet worden sein.
    In der Zeit steht das aber anders!

    Die schwedische Küstenwache hat vor der libyschen Küste ein Schiff mit mehr als 400 Flüchtlingen entdeckt. Im Laderaum fanden Mitarbeiter die Leichen von 50 Menschen.
    439 Flüchtlinge konnten durch die Besatzung des schwedischen Schiffes Poseidon, das zur Triton-Mission gehört, lebend von dem Holzboot gerettet werden.


    Ja was denn nun?


  • Herr Knoll, ich feiere den Tod von Menschen - egal welcher Herkunft, Gesinnung - in keinster Weise! Allerdings sollte sich die Berichterstattung davor hüten, dieses Thema jetzt regelmäßig hochzustilisieren.

    Es passieren im Verhältnis deutlich mehr tödliche Verkehrsunfälle, die im Gegenzug dazu niemanden kümmern.

  • Sie haben mal erwähnt, dass Sie vor der Stasi geflohen sind. Was wäre denn gewesen, wenn damals ein anderer gesagt hätte: her mit den Absperrungen, damit kein Ostdeutscher mehr bei uns anlegen kann. Gewünscht hätte ich es Ihnen.

  • Wenn Ihren Angehörigen ein tödlicher Autounfall passiert, reden Sie dann auch von Ausschuss? Soviel Kaltschnäuzigkeit ist sogar für die hier üblicherweise zu diesem Thema anfallenden Kommentaren unterirdisch.

  • Im Verhältnis zu den tatsächlich über Meer nach Europa Reisenden, ist das ein verschwindend geringer Anteil. In der wertschöpfenden Industrie wird so etwas als Ausschuss geführt...

  • Es wird höchste Zeit, dass in dieser Sache ordentlich g ehandelt wird.
    Seit die Schlepper wissen, dass die Bundeswehr und andere Küpstenwachen die Flüchtlinge aufgreifen, kommen noch mehr.
    Man will Europa in die Knie zwingen.
    Den Schleppern muß jetzt endlich das Handerk gelegt werden. Dies geht nur, unter völliger Absperrung der Küse. Es darf kein einziges Boot mehr ablegen können

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