Flüchtlinge Bundesregierung räumt mit „Lügen der Schleuser“ auf

Die Bundesregierung will mit einer Aufklärungskampagne gegen Schleuserbanden vorgehen. Sie tritt auf einer Internetseite Gerüchten über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland gegenüber.
8 Kommentare
Flüchtlinge: Bundesregierung räumt mit „Lügen der Schleuser“ auf Quelle: dpa
Flüchtlingsunterkunft aus Containern

Mit Hilfe einer Internetseite will die Bundesregierung gegen Fehlinformationen über die Aufnahme von Flüchtlingen ankämpfen. Das soll Schleusern ihr Geschäft erschweren.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesregierung verstärkt ihre Aufklärungskampagne gegen von Schleuserbanden verbreitete Fehlinformationen. An diesem Montag wurde die Internetseite RumoursAboutGermany.info freigeschaltet, auf der den falschen Gerüchten über die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland Fakten gegenübergestellt werden. Die Informationen werden auf Arabisch, Französisch und Englisch verbreitet.

„Wir wollen verhindern, dass sich Menschen in ohnehin schwieriger Lage mit verklärten Vorstellungen und falschen Erwartungen auf den Weg machen“, erklärte das Auswärtige Amt zum Start der Internetseite. „Deshalb setzen wir der brodelnden Gerüchteküche objektive Informationen entgegen.“

Auf der Seite werden die „sieben größten Lügen der Schleuser“ aufgelistet, die über das Flüchtlingsziel Deutschland und den Weg dorthin verbreitet werden. Zum Beispiel:

  • „Deutschland hat 800.000 Plätze alleine für afghanische Flüchtlinge reserviert.“ Falsch: Es gibt keine Kontingente für Flüchtlinge aus bestimmten Ländern, jeder Fall wird individuell betrachtet.
  • „Jeder Flüchtling erhält ein Willkommensgeld von 2000 Euro.“ Und: „Deutschland schenkt jedem Flüchtling ein Haus.“ Beides hat mit der Realität nichts zu tun.
  • „Wenn es Dir in Deutschland nicht gefällt, geben Sie Dir einfach ein Visum für Kanada.“ Dazu heißt es auf der Internetseite: „Das ist völliger Schwachsinn. Es gibt keinerlei Vereinbarung zwischen Deutschland und Kanada oder irgendeinem anderen Land für solche Fälle.“

„Das wichtigste Ziel der Kampagne #RumoursAboutGermany ist es, die Deutungshoheit im Netz nicht allein den Schleusern zu überlassen“, heißt es im Auswärtigen Amt. Die neue Internetseite ist Teil einer Kampagne, die seit 2015 läuft. In Afghanistan, Pakistan, Nord- und Westafrika wurde mit Großplakaten, Buswerbung, Blogs, TV- und Radiosendungen Aufklärungsarbeit betrieben. Die neue Internetseite soll die bisherigen Aktivitäten der Kampagne im Netz bündeln.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Flüchtlinge - Bundesregierung räumt mit „Lügen der Schleuser“ auf

8 Kommentare zu "Flüchtlinge: Bundesregierung räumt mit „Lügen der Schleuser“ auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das ist so überflüssig wie ein Kropf.

    Wer den Lügen der Schleuser erfolgreich entgegen treten will, löst die täglich mehrmals vergewaltigten Frauen in den Konzentrationslagern Libyens aus und bringt sie zurück in ihre Heimatländer.

  • Die Aufklärungskampage hätten wir 2015 gebraucht, an Stelle eines Selfies. Dazu schon damals eine Schließung der Balkanroute und Sperrung der afrikanischen Küste. Ich befürchte nur, dass soll nur zur Verdummung der deutschen Bevölkerung dienen, weil man schon weiß, was man in der Jamaika-Koalition beschließen wird.

  • Mein Gott, was hat die Regierung da schnell reagiert. Seit September 2015 sind die Grenzen quasi für jedermann offen und im Oktober 2017 wird mit den "Lügen der Schleuser" aufgeräumt.

    Wer findet den Fehler?

    Wird aber in einer "Fluch- der-Karibik"-Koalition nix nutzen.

  • Sarkasmus Modus ein: Schau mal, wie entschlossen und hart die Bundesregierung auf einmal durchgreift! Jetzt haben sie eine Homepage zur Information von Schleusern und Flüchtlingen freigeschaltet! Brutal! Sarkasmus Modus aus. Viel Erfolg dann mit Jamaika, da wird es sicher ähnlich weitergehen.

  • Das einzig wirksame Mittel wäre gewesen, Gleiches mit Gleichem zu begegnen.

    So hätte man ebenfalls lügen sollen:

    1. Kriminelle werden sofort einkassiert und in Sammellager bis zur Abschiebung gebracht.

    2. Illegale Grenzüberritte sind bereits Straftaten und führen zu den Konsequenzen gemäß 1.

    3. Für legal Eingereiste stehen Aufnahmezentren zur Verfügung. Die deutsche Regierung arbeitet derzeit an dem Plan, statt Geld und Unterkünfte auf dem Wohnungsmarkt zu finanzieren, Geflüchteten das (Über)Leben mit Sachleistungen zu ermöglichen.

    Dabei müssen natürlich die Medien „mitspielen“.

  • Wer ist der größte Schleuser ? Wer holt all die Gäste ? Ich kenne sie.

  • Vielleicht sollte Deutschland zukünftig auch verbreiten, dass Europa inklusive Deutschland (und gegen das verlogene Geheuchel von Grünen und SPD) sich an die Flüchtlingsaufnahmequote der USA (dem Vorbild aller demokratischen Länder!) anlehnen wird. Obama hatte zu seiner Amtszeit ein Maximum für die USA von 110 000 Flüchtlingen festgesetzt.

  • Das Handelsblatt hätte gleich mal daneben stellen sollen, wie Schleuser die Flüchtlinge über andere Staaten, wie Frankreich, Polen. Ungarn etc informieren.

    Dann würde man erkennen , dass Deutschland weit oben steht bei den Flüchtlingen , zu lange und viele Aussagen unserer Politiker sind um die Welt gegangen, Daher werden Schleuser mit den Flüchtlingen kein Problem haben mit der neuen Seite, man stellt das wiederum als Lügen da , weil Deutschland nur keine Südamerikaner hier haben möchte , aber alle anderen vor allen Muslime sind sehr begehrt und gern gesehen in Deutschland. Wat,..nun?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%