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Flüchtlinge Herzlich willkommen – aber nicht bei uns

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Frankreich

In Frankreich kommen trotz seiner langen Mittelmeerküste deutlich weniger Flüchtlinge auf direktem Wege an als in Spanien. Doch viele schlagen sich aus Italien oder Spanien bis nach Frankreich durch, leben bei Freunden oder Verwandten in der Banlieue und arbeiten in einem der Sweatshops von Paris, wo Kleidungsstücke hergestellt werden, die in einem der afrikanischen Geschäfte in der Innenstadt oder am Rande des Flohmarkts an der Porte de Clignancourt verkauft werden. Diejenigen, denen es noch schlechter geht, vegetieren in Elendssiedlungen am Rande der Autobahnen.

Wer einmal einen der völlig überfüllten „foyers“, von den Gemeinden finanzierte Heime für Afrikaner, besucht hat, merkt unmittelbar, wie fragwürdig die offiziellen Statistiken sind. Wer in diesem Gewusel feststellen will, ob jemand legal oder illegal ist, fest dort wohnt oder gerade durchreist, muss schon paranormale Fähigkeiten haben.

Regelmäßig schiebt der Innenminister illegale Einwanderer ab. Die Linke hat nicht weniger Flüchtlinge auf Charterflugzeuge in die Heimat gesetzt als vor ihr die Rechte. Immer wieder kommt es zu Protestaktionen dagegen. Viele Pfarrer unterstützen die Flüchtlinge. Oft ist deren Ziel aber ohnehin Großbritannien. Viele versuchen, durch den Kanaltunnel auf die Insel zu kommen.

An dessen französischem Eingang hat sich ein Flüchtlingslager gebildet, das immer wieder zu Schlagzeilen Anlass gibt – auch wegen der oft brutalen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Ethnien. Die französischen Behörden streiten sich mit den Briten darüber, wer für die Kontrolle zuständig ist. Nach Ansicht der Franzosen schieben die Briten die ganze Arbeit auf sie ab und ziehen sich feixend auf ihre Insel zurück.

In der EU verhält Frankreich sich eher leise beim Thema Flüchtlinge, gehört aber zu den Ländern, die einen unbeugsamen Außenschutz verlangen. Die französische Bevölkerung hat das Gefühl, am stärksten von allen vom Flüchtlingsproblem betroffen zu sein. Das Land werde überschwemmt von illegalen Einwanderern, die den „echten“ Franzosen das Leben schwer machten, behauptet die Front National und findet immer mehr Anklang damit. Das ist ein Vorurteil, das keiner Prüfung standhält, da Frankreich proportional deutlich weniger Menschen aufnimmt als andere EU-Staaten. Die Regierung dringt aber angesichts der verbreiteten Stimmungen darauf, dass die EU-Agentur Frontex mit mehr Mitteln ausgestattet wird und noch strikter auf Abschottung achtet. „Die Franzosen sind besorgt wegen der vielen Menschen, die aus fernen Ländern zu uns drängen“, schloss sich auf seiner jüngsten Pressekonferenz Präsident Franҫois Hollande dem diffusen Stimmungsbild an. Paris versucht, die spanische Regierung dazu zu bewegen, in Abkommen mit Marokko eine wirksamere Bekämpfung von Schleppern zu erreichen – und keine Menschen an seine Nordküste durchreisen zu lassen, die nach Europa gelangen wollen.

Thomas Hanke, Paris

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Österreich
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21 Kommentare zu "Flüchtlinge : Herzlich willkommen – aber nicht bei uns"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Und ich warne jeden ganz dringend davor, sich willenlos und unreflektiert wie ein Schaf in der Herde von eigenen - und erst recht von fremden!! - Stimmungen und Emotionen treiben zu lassen!

    Wir sind freie, mit der Fähigkeit zum Denken ausgestattete Menschen, keine (Rudel-)Tiere, und haben (m.E. jedenrfalls) nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, von dieser Gabe Gebrauch zu machen! Jeder nach seinen Möglichkeiten, aber höchstselbst, und ohne diese Aufgabe an andere zu delegieren!

    Übrigens: Bei den Flüchtlingen handelt es sich fast immer gerade nicht um die von Ihnen beschriebenen „Moslems mit Nachthemd und Sauerkrautbart“ (...), sondern um Menschen, die gezwungen sind, gerade vor denjenigen unter diesen „Sauerkrautbartträgern“ zu fliehen, bei denen es sich tatsächlich um Bestien handelt!

    (...)

    Aus folgendem Grunde: Ich werde es niemals akzeptieren, dass irgend ein Mensch - ganz egal, wer - sich anmaßt, seinen Mitmenschen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen – und erst recht, was sie zu denken haben!! Mal ganz abgesehen davon, dass solche Manipulationsversuche aufgrund der menschlichen Natur – jeder ist anders – gottlob grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind, handelt es sich einem solchen Missbrauch von Religion um nichts anderes als Blasphemie!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Das Problem ist die unkontrollierte Zuwanderung. Es gibt aber endlich eine Partei, die das Problem glaubhaft anzugehen gedenkt - die AfD. Sollte ich wegen dieser Meinung als rechtslastig verunglimpft werden, hätte ich damit kein Problem. Wenn "Links" und die sogen. "Mitte" das Zuwanderungsproblem nicht schnell und wirkungsvoll unter Berücksichtigung der Bürgermeinung in den Griff bekommt, bleibt letztlich nur eine demokratische Entscheidung mit dem Stimmzettel - AfD!

  • Ich kann Ihnen nur zustimmen. Fakt ist, dass die sozial schwächsten Gruppen in unserer Gesellschaft, die größten Opfer für die fehlgeleitete Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik zu erbringen haben. Es wäre wünschenswert, wenn die Klasse unserer "Leistungs- und Entscheidungsträger" öffentlichkeitswirksam einen weit größeren Anteil übernimmt, etwa durch Aufnahme von Flüchtlingen bei denjenigen, denen übergroße Wohnflächen zur Verfügung stehen oder Zweitwohnungen und Ferienhäuser. Auch ein Solidarbeitrag zur Finanzierung der Zuwandererströme speziell von den Bestverdienenden und Vermögendsten in unserer Gesellschaft wäre vorbildlich. Es würde nicht lange dauern, bis nach Wirksamwerden solcher Bestimmungen die Politik geändert würde, denn die Zeche für populistische Gutmenschen-Politik zahlen immer die Schwächsten und nie die Urheber.

  • Wenn viele Menschen aus einer anderen Kultur und mit vergleichsweise niedriger Qualifikation in ein Land kommen um zu bleiben, verändert das das Aufnahmeland erheblich. Es ist verständlich, dass dies nicht jeder wünscht, und die Politik sollte hier nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden.

  • Wenn man selbst der Meinung, ist dass wir schon Genug Leute aufgenommen haben, dann wird einem von den öffentlich-unrechtlichen Medien suggeriert, man wäre einer von 3% unverbesserlich Rechtsradikalen.

    Wenn ich aber hier die Foren lese und mit normalen Menschen in meinem Bekanntenkreis spreche, dann erkenne ich: Ich bin nicht allein!
    Ich gehöre zur Mehrheit, die die unkontrollierte Zuwanderung ablehnen.

    Und ja, dann bin ich gerne politisch unkorrekt.

  • Es ist nicht möglich in Europa alle Flüchtlinge dieser Welt aufzunehmen.Die Politiker sind ratlos, denn keiner wagt dies anzusprechen. Die Flüchtlinge müssen Vorort versorgt werden oder Grenznah. Wenn alle das Land verlassen, Syrien, Irak, Sudan, Somalia, Äthiopien etc., wer kämpft denn dann eigentlich für seine Heimat? Die wollen doch nie wieder zurück. Deutschland ist reich? Wieviel Schulden haben wir? Wiesehen unsere Strassen, unsere Bildungstätten, unsere Brücken unsere Kindertagesstätten und die Bundeswehr aus? Wir brauchen einen Flüchtlingsaufnahmestopp sofort. Es tümmeln sich inzwischen genug Arbeitslose und schlecht untergebrachte Personen in unseren Städten. Wenn es so weiter geht explodiert irgendwann die deutsche Seele und macht sich Luft.

  • Die Leute sollten bei ihren friedlichen "Muslimischen Brüder" bleiben. Dort sind sie sicherlich erwünscht und werden bestens versorgt. Eine Einreise in die EU kommt
    daher nicht in Frage.

  • am Ende und nach dem 2.Weltkrieg waren Reichs-Interne Fluechtlinge aus Ostpreussen und Pimocke = Vertriebene aus dem ehemaligen Polen und der ehemaligen Ukraine, sowie aus Schlesien etc im Westen ebenfalls "sehr" wilkommen!
    ungebetene Zuwanderer aus einem andern insbesondere Muslemischen Kulturkreis sollten jedenfalls nicht "unbedingt" und "alternativlos" hier als Fluechtlinge aufgenommen werden.
    Deitschland schafft sich sonst noch schneller ab, als es eh jetzt schon der Fall ist!

  • Flüchtlinge? Nein es sind kriminelle, faul Sozialschmarototzer. Diese sollen willkommen sein. Gerade haben die friedlichen Erpresser wieder das DGBhaus in Berlin besetzt und erpressen jetzt den DGB. Flüchtling = ich suche im Nachbarland Unterkunft. Deutschland = Nachbarland von Deutschland? Da habe ich in der Erdkunde total geschlafen. Wir sind reich? Nur unsere Flugzeuge sind Schrott. Warum nehmen wir Kinder ohne Begleitung der Eltern auf? Rückführung sofort zu den Eltern! Wir dürfen Eltern und Politiker nicht aus der Verantwortung entlassen. Zivilcourage? Warum wird dies nur von Deutschen gefordert? Warum wollen die Flüchtlinge/Asylanten nicht mit Ihren Nachbar in Frieden leben? Woher haben die "armen" Flüchtlingen die Tausende für Schleuser?? Sie könnten, was sie nicht wollen, ihre Heimat damit aufbauen!

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