Flüchtlinge in Budapest „Germany! Germany!“

Die Botschaft kam per Lautsprecher: Zeitweise fuhren keine Züge mehr am Budapester Ostbahnhof ein, und es gingen keine mehr heraus. Polizisten räumten die Bahnsteige – während die Flüchtlinge riefen: „Wir wollen weg!“
Update: 01.09.2015 - 11:04 Uhr 237 Kommentare

„We wanna go to Germany“ - Flüchtlinge demonstrieren in Budapest

BudapestIn Ungarn hat die Polizei wieder durchgegriffen: Angesichts des Flüchtlingsandrangs auf Züge in Richtung Österreich und Deutschland räumte die ungarische Polizei am Dienstag den wichtigsten Bahnhof der Hauptstadt Budapest. Zeitweise kamen keine Züge mehr im Keleti-Bahnhof an oder fuhren ab, hieß es in einer Lautsprecherdurchsage.

Ungarn begründete die Schließung des Ostbahnhofs mit der Umsetzung von EU-Recht. Dieses verlange, dass jeder Bürger aus einem Drittstaat sich nur mit einem gültigen Pass und einem Schengen-Visum frei in der EU bewegen könne, sagt Regierungssprecher Zoltan Kovacs.

Alle Passagiere wurden zum Verlassen des Bahnhofsgebäudes aufgefordert, während hunderte Polizisten die Menschen nach draußen führten. Die Räumung des Bahnhofs erfolgte, während rund 500 Migranten versuchten, in einen Zug nach Wien zu gelangen. Einige Flüchtlinge begannen zu schreien, als sie nach draußen gedrängt wurden, leisteten aber keinen Widerstand.

Hunderte Migranten versammelten sich anschließend vor dem Bahnhof, der von der Polizei abgeriegelt wurde. „Germany! Germany!“, rief die Menge aus vorwiegend jungen Männern vor dem Bahnhof. „Wir wollen weg!“ und „Merkel!“, riefen sie. Erst sich keine Flüchtlinge mehr im Gebäude aufhielten, wurde der Zugverkehr wieder freigegeben.

Allein im August waren 50.000 Flüchtlinge in Ungarn eingetroffen – mehr als 2000 pro Tag. Sie stammten vorwiegend aus Kriegsgebieten wie Syrien, Irak und Afghanistan. Am Montag ließen die Behörden dann tausende Flüchtlinge, die seit Tagen in Budapest in provisorischen Lagern auf die Weiterfahrt warteten, unkontrolliert in Züge nach Österreich und Deutschland steigen. Eigentlich dienen die Bahnsteigkontrollen dazu, um visumpflichtige Reisende ohne gültiges Visum für Österreich oder Deutschland am Besteigen der internationalen Züge zu hindern.

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237 Kommentare zu "Flüchtlinge in Budapest: „Germany! Germany!“ "

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  • Wir haben meinungsfreiheitsmäßig derzeit den Stand wie von 1933 - 1945 in der BRD und 1948 bis 1989 in der DDR; nur unter anderen Vorzeichen.

  • Die Staatgewalt hierzulande wird diesen Staat bald nicht mehr regieren können.

  • Man kann derzeit jeden Tag eine weitere Seite in Sarranzins Buch umblättern. Das die BRD sich so schnell abschafft, hätte man doch nicht geglaubt.

  • Frau Elisabeth Goldmann ;
    Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus! Wo geht sie hin ?

  • Nur kein Neid, wer hat der hat und wenn es noch so viel bei den "REICHEN" zu holen und generieren läßt, dann aber mit Sicherheit nicht für die illegalen Einwanderer.

  • Glauben Sie nicht, dass es uns auf dem Lande nicht auch erwischt. Wir haben zwar eine hochgerüstete Feuerwehr , die wird uns aber nichts nützen sondern wird lediglich den Bereich sichern, der für Container und Zelte vorgesehen wird.
    Ein gutes hat es jeden falls : In Hamburg und allen Metropolstädten werden die Immobilienpreise mittelfristig sicherlich "back to normal " gehen. Oder was ist jetzt bevorzugte Wohnlage ?

  • Man kann nicht mehr schreiben, was man sich denkt.
    Jeder denkt es, aber keiner sagt es.

    So funktioniert aber die Demokratie nicht.

    Alle Dauerthemen in diesem Medienjahr haben bis jetzt gezeigt:
    Die Bevölkerung wird nicht gefragt.
    Es wird über sie hinwegentschieden, und wenn sie aufsteht und nachfragt, werden ihr häppchenweise schöngefärbte Fachinformationen und leere Versprechungen unterbreitet und wenn sie sich damit nicht zufriedengibt, wird sie wahlweise zum Pack oder zum Mob erklärt oder für zu einfältig, um die großen Visionen von Politikern und Medienleuten zu verstehen, die uns gleichzeitig permanent versichern, dass sie auf Sicht fahren, um den Laden zusammenzuhalten.

    Aufklärung nennt man das dann.
    Mit Zahlen und Statistiken wird umgegangen wie mit einer Krabbelkiste von Teilwahrheiten, die man sich zusammenstückelt als sei die Welt ein Basislager für Parteiprogramme und EU-interne Planpapiere.

    Wie lange, meint Ihr, soll das noch gutgehen?

    Das wird nicht gutgehen. Und jeder weiss es.
    'Deutschland‘ wird weder die Welt retten noch wird man 'Deutschland‘ retten, wenn es daran scheitert. Aber die Menschen hierzulande werden für den Wahnsinn zahlen – und zwar bis zum bittersten Ende.

    Das wird niemals gutgehen.

  • Widerstandsrecht nach Artikel 20 Grundgesetz (Staufenberg-Paragraph):

    (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

    (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

    (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

    (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.



  • @ Herr Sebastian Sportmann , Troll vom Dienst

    >> Gibt es für euch nix anderes im Leben. >>

    Da die meisten Kommentare hier vom o.g. Troll SPORTSMANN stammen, ist davon auszugehen, dass er seinen Spruch auch auf sich bezogen hat !



  • Noch ein Opfer von Merkel und ihre Linken Genossen.
    Sarrazins Buch ist so aktuell wie das Leben.
    Deutschland schafft sich ab: Wie wir unser Land aufs Spiel setzen

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