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Flüchtlinge in Europa Tsipras fordert Rest von Europa zum Handeln auf

Immer mehr Flüchtlinge sammeln sich in Griechenland. Alexis Tsipras hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Nun fordert er von den anderen EU-Ländern, mit der versprochenen Umsiedlung der Menschen zu beginnen.
16.12.2015 - 19:15 Uhr
Seit Mazedonien die Grenzen für Wirtschaftsflüchtlinge geschlossen hat, sammeln sich die Migranten zunehmend in Athen. Quelle: dpa
Alexis Tsipras

Seit Mazedonien die Grenzen für Wirtschaftsflüchtlinge geschlossen hat, sammeln sich die Migranten zunehmend in Athen.

(Foto: dpa)

Athen Einen Tag vor dem EU-Gipfel hat Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras die europäischen Länder in der Flüchtlingsfrage zum Handeln aufgefordert. „Griechenland hat seine Aufgaben unter schwierigen Umständen erfüllt, nun ist es an den anderen Europäern, mit der versprochenen Umsiedlung von 66.000 Flüchtlingen aus Griechenland voranzukommen“, sagte der Regierungschef dem Fernsehsender Skai bei einem Besuch der Ägäis-Inseln Chios und Leros am Mittwoch.

Bisher seien aus Griechenland weniger als 100 Flüchtlinge nach Mittel- und Nordeuropa umgesiedelt worden, weil die betreffenden EU-Staaten noch keine Voraussetzungen für die Aufnahme der Menschen geschaffen hätten, sagte Tsipras. Auch die Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer müsse von Brüssel stärker unterstützt werden.

„... dann ist das nicht mein Land.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 31. August in Berlin
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„Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

(Foto: Reuters)
Angela Merkel in der „Rheinischen Post“ am 10. September
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„Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze. Das gilt auch für die Flüchtlinge, die aus der Hölle eines Bürgerkriegs zu uns kommen.“

(Foto: Reuters)
CSU-Chef Horst Seehofer im „Spiegel“ am 11. September zum Entschluss Merkels, Flüchtlinge aus Ungarn nach Deutschland kommen zu lassen
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„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“

(Foto: dpa)
Merkel am 15. September in Berlin
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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

(Foto: AFP)
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am 6. Oktober
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„Die Bundeskanzlerin hat ja nicht gesagt: Wir schaffen das mit links.“

(Foto: dpa)
Auf einem Plakat von CDU-Mitglieder am 14. Oktober bei einem Regionalkongress der CDU im nordsächsischen Schkeuditz
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„Flüchtlingschaos stoppen - Deutsche Kultur + Werte erhalten - Merkel entthronen“

(Foto: dpa)
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der „Welt“ am 19. Oktober
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„Die Flüchtlingskrise ist die größte Herausforderung, vor der Deutschland je stand. Größer als die Wiedervereinigung. Damals trafen Menschen aufeinander, die alle Deutsch sprachen und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Das ist heute anders.“

(Foto: dpa)

Der Hintergrund: Seit das Balkanland Mazedonien die Grenzen für Wirtschaftsflüchtlinge geschlossen hat, sammeln sich die Migranten zunehmend in Athen.

Zudem forderte Tsipras, die Umsetzung des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei zu prüfen. „Wir haben dieses Abkommen begrüßt und erkennen an, dass die Türkei finanzielle Unterstützung bei der Flüchtlingsproblematik braucht. Aber die Flüchtlingsströme müssen auch deutlich zurückgehen.“ Der Internationalen Organisation für Migration zufolge kamen in Griechenland in den vergangenen Tagen täglich rund 2000 Flüchtlinge an.

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    Am Mittwochmittag kenterte Medienberichten zufolge erneut ein Flüchtlingsboot. Mindestens zwei Menschen, darunter ein kleines Mädchen, ertranken. 40 Menschen wurden gerettet, weitere werden noch vermisst.

    • dpa
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