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Flüchtlinge in Europa Christen willkommen, Muslime nicht?

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Türkei: Überfüllte Camps

Der Ferienort Bodrum im Südwesten der Türkei ist bekannt für seinen Yachthafen und seine reiche Klientel, die im Hochsommer aus den stickigen Großstädten flieht und die Zeit in einem der vielen weiß-getünchten Häusern verbringt; mehr als eine Million Menschen bevölkern während der heißesten Monate des Jahres den ehemaligen Fischerort.

Doch beim Flanieren auf der Promenade bietet sich Touristen dieses Jahr neben Booten, teuren Restaurants und gut gekleideten Menschen noch ein ganz anderer Anblick. Hunderte syrische Flüchtlinge haben auf den Wiesen am Ufer Decken ausgebreitet. Die meisten von ihnen sind auf dem Landweg von Syrien an der türkischen Küste entlang bis Bodrum gekommen. Von dort aus warten sie auf eine Gelegenheit zur Überfahrt auf eine der nahe gelegenen griechischen Inseln, etwa Kos.

Von vielen Touristen und Ladenbesitzern würden die Flüchtlinge zwar willkommen geheißen, schreibt die Zeitung Hürriyet. Gleichzeitig äußerten viele Bedenken, die Flüchtlinge könnten Touristen vergraulen, die lieber unter Ihresgleichen blieben. In einem offenen Brief zahlreicher Küsten-Bürgermeister an den für die Flüchtlinge verantwortlichen Katastrophenschutz AFAD fragen sie, ob man die Flüchtlinge nicht in die Camps zurückschicken beziehungsweise zur Weiterfahrt ermuntern könne.

Doch die sind oft bereits überfüllt. Die Türkei hat seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs vor gut vier Jahren knapp zwei Millionen Syrer aufgenommen – etwa so viele wie die gesamte EU. Viele von ihnen hatten ursprünglich eine Weiterreise in die EU geplant; entweder ist diese gescheitert, oder sie fühlten sich in der Türkei so wohl, dass sie beschlossen zu bleiben. Die Behörden des Landes stellen denjenigen, die mit dem eigenen Auto geflüchtet sind, sogar spezielle Kfz-Kennzeichen aus; auch, damit die Besitzer die jährliche Kfz-Steuer entrichten.

Und auch wenn das Arbeitsministerium keine weiteren Arbeitsvisa ausstellen will, haben sich die Gäste zu einem kleinen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Allein in den vergangenen 18 Monaten haben Syrer umgerechnet rund 100 Millionen Euro in Unternehmensgründungen in der Türkei investiert. Viele engagieren sich im Bausektor, darüber hinaus im Einzelhandel. Außerdem hätten viele Syrer eigene Restaurants eröffnet, erklärte der türkische Industrie- und Handelsverband TOBB Anfang der Woche.

Von Anschlägen gegen Flüchtlingscamps oder fremdenfeindlicher Rhetorik in sozialen Netzwerken ist bislang nichts zu hören. Im Gegenteil. Im Juli machte die Geschichte von einem jungen Ehepaar die Runde, das seine Hochzeitsfeier auf eine ganz bestimmte Art und Weise verbringen wollte. Fethullah und Esra Üzümcüoğlu aus dem kleinen Ort Kilis beschlossen, ihre Geldgeschenke für ein großes Grillfest für syrischen Flüchtlinge in ihrem Heimatort zu auszugeben. Alle wurden einen ganzen Tag lang verköstigt. Hinter der Theke stand das Ehepaar selbst – in Frack und Rüschenkleid.

Ozan Demircan, Istanbul

Schweiz: „Asylchaos“
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181 Kommentare zu "Flüchtlinge in Europa: Christen willkommen, Muslime nicht?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Albers

    Kennen Sie die Lösung oder sind Sie bei ".....wissen Sie nicht auch nicht mehr weiter? *G*" mit eingeschlossen?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette  

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • An den Slowaken sollten wir uns ein Vorbild nehmen denn wir haben schon zu viele Muslime in Deutschland und Europa welche uns permanent Probleme in allen Lebenslagen bereiten. Von den 800.000 Flüchtlinge welche in diesem Jahr nach Deutschland kommen werden sind doch bestimmt 90% Muslime. Wenn das so weiter geht wird im Bundestag bald anstatt der Bundesadler der türkische Halbmond an der Wand hängen und der Kanzler auf den Koran vereidigt. Mir tun unsere Enkel echt leid als Minderheit im eigenen Lande und als Christen diskrimiert zu werden, das haben sie nicht verdient.

  • @ Albers

    Sie sind aber ganz schön dünnhäutig geworden....

    Dass es, wie bei allen anderen Kommentaren wo ich Sie mal aufgefordert habe diese zu begründen, keine Antwort geben wird war aber von vornherein absehbar.

    Sie haben immer eine andere Ausrede: keine Zeit, keine Lust, kein Interesse usw.

    Ich vermute eher: Sie haben KEINE Argumente

  • ist aus einem Aufsatz von mir von 2007...^^ leider muss immer ein problem erst hochkochen bevor sich was bewegt

  • Da wollen wir mal ein paar fakten in die Debatte einstreuen da wir ja so hochgebildete Teilnehmer haben heute...^^

    Warum sind eigentlich so viele Staaten inzwischen “Failed States”? – Das liegt schlicht und einfach an der Bevölkerungsexplosion dort, die permanent Massen von arbeitslosen jungen Menschen ohne jede Chance auf ein erfülltes Leben schafft. Dieses hoffnungslose Problem ist in den Medien hierzulande natürlich ein absolutes Tabu, weil es nicht in das geliebte linke Klischee von der westlichen Ausbeutung und Diskriminierung der armen Länder passt.

    Wer es nicht glauben will:

    Pakistan 1950: 37,5 Millionen Einwohner – 1970: 59,4 Mio. – 1990: 111,8 Mio. – 2014: 196 Mio. – 2060: vermutlich 400 Mio. Einwohner
    Ägypten: 1950: 21,5 Mio. – 1970: 36,3 Mio. – 1990: 52 Mio. – 2014: 87,2 Mio. – 2060: vermutlich fast 180 Mio. Einwohner
    Jemen 1950: 4,3 Mio. – 1970: 6,1 Mio. – 1990: 11,9 Mio. – 2014: ca. 26 Mio. – 2050: vermutlich mindestens 60 Mio. Einwohner

    Die gleiche demographische Katastrophe findet in Somalia, Südafrika, Äthiopien, Sudan, Nigeria, Nepal, Syrien, Mexiko und vielen anderen armen Staaten statt. Und wenn man sich die einzelnen demographischen Linien (alle steil nach oben) anschaut, erkennt man, dass es keinerlei Trendänderung zum Besseren gibt. Auf der Welt und in Europa (wohin mal Dutzende, ja Hunderte von Millionen Arme drängen werden) wird es sehr bald extrem ungemütlich werden.

  • @ Herr Gerald Gantz

    << ..... insbesondere der geistig fehlgeleitete T. Albers, von mir manchmal Albern genannt. >>

    Glaub ich nicht, dass der geistig fehlgeleitet ist. Er ist schlicht und einfach Auftragschreiber. Noch vor ein paar Wochen nannte er sich "Herr Weißenfels", davor hatte er verschiedene andere Namen. Er ist unverkennbar. Seine Aufgabe ist es, die Diskussion zu zerreden und einzelne Teilnehmer zu demotivieren. Seine Fähigkeiten sind jedoch extrem begrenzt, fast könnte man Mitleid mit ihm haben. Von der Klasse eines "Rechner" aus der Zeit vor der letzten BW ist er meilenweit entfernt.

  • Die Arbeitsagentur ist seit 2012 dazu verpflichtet, gemeldete Erwerbslose auf einen Migrationshintergrund zu befragen, um daraus Schlüsse für die Arbeitsmarktpolitik ziehen zu können

    Mehr als ein Drittel der Arbeitslosen in Deutschland hat ausländische Wurzeln, davon erhalten drei Viertel Hartz IV. zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Überdurchschnittlich oft sind Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland arbeitslos. Nach Daten der Bundesagentur für Arbeit von 2012 hatten fast 36 Prozent der Arbeitslosen ausländische Wurzeln. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes beträgt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lediglich gut 20 Prozent.
    Da Produktionsstätten, die ungelernte Arbeitskräfte für Arbeitsprozesse anlernen und dauerhaft beschäftigen auch künftig vermehrt aus Deutschland abwandern, kann man sich leicht ausrechnen was auf uns noch alles zukommt.

  • Was denn nun? Die Politik sagt D braucht Zuwanderung. Die Industrie verlagert aber die Produktion in Billiglohnländer und Steueroasen. Zusätzlich wird immer mehr Arbeit durch die Computerisierung wegfallen. In ein paar Jahren ist die Pharma- und Gesundheitsindustrie sowei das wir alle über 100 werden. Somit werden wir auch länger arbeiten können. Also Zuwanderung im grossen Stil braucht Europa nun wirklich nicht. Oder ist es das Ziel der Politik das alle Menschen am Ende irgendein Mischmasch aus aller Herren Länder wird. Was wird dann aus Europa? Welch Deutscher, Schweizer oder Österreicher mag noch Kinder kriegen mit dem Wissen das er beim Elternsprechtag eingequetscht zwischen Kopftuch- und Schnurrbartträgern als Exot sitzt. Ich habe mich vor 5 Monaten in D (NRW) operieren lassen. Ich bin dann mal durch die Geburtenstation gegangen und habe mir dort das Geburtenbuch angeschaut. Interessant. Sah aus als gehöre das Buch neben Aladin und die Wunderlampe. Nach gut einem dutzend Seiten habe ich aufgehört zu blättern. Es war kein einziger westeuropäischer Name dabei!

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