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Flüchtlinge in Europa Die Stunde der rechten Scharfmacher

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Ungarn

Als Ende der vergangenen Woche Tausende von Flüchtlingen am Budapester Keleti-Bahnhof unter schwierigsten Bedingungen auf ihre Ausreise über Österreich nach Deutschland ausharrten, schlenderten immer wieder Rechtsextremisten durch den Ostbahnhof. Für die vor allem aus Syrien gekommenen Migranten hatten sie nur verächtliche Blicke übrig. Die rechtsextremistische Partei Jobbik Magyarországért Mozgalom (Bewegung für ein besseres Ungarn) ist eine wichtige politische Kraft in Ungarn.

Ausnahmezustand in Budapest
Ansturm auf die Züge
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Nach dem Abzug der ungarischen Polizei stürmen Flüchtlinge den Bahnhof und die Züge. Zuvor hatte die Polizei seit Dienstag keine Flüchtlinge mehr in das Gebäude gelassen.

(Foto: ap)
Trügerische Hoffnung?
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Zuerst gab die Polizei bekannt, dass keine Züge nach Westeuropa fahren würden. Trotzdem versuchten die Flüchtlinge in Massen, Budapest zu verlassen.

(Foto: ap)
Bloß weg
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Teilweise seit Tagen harrten die mehr als 1.000 Flüchtlinge vor dem Budapester Ostbahnhof aus, darunter auch viele Familien mit Kindern.

(Foto: ap)
Chaos in Budapest
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Viele Flüchtlinge stiegen wohl in einen Zug Richtung Serbien in der Hoffnung, dieser fahre nach Österreich.

(Foto: ap)
Alle wollen nach Westen
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Die Polizei unternahm zunächst nichts, um das Chaos im Keleti-Bahnhof zu unterbinden. Später bauten sich etwa 30 Polizisten auf einem benachbarten Gleis auf. Die Passagiere des wartenden Zuges weigerten sich aber weiterhin, die überfüllten Waggons zu verlassen.

(Foto: Reuters)
Behörden lösen Verwirrung aus
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Am Vormittag kündigten die ungarischen Behörden an, dass zwei Züge in Richtung österreichische Grenze fahren würden. Der erste Zug ist bereits auf dem Weg.

(Foto: Reuters)
Kampf um Fahrplätze
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Die österreichischen Behörden sind in Alarmbereitschaft. Ungarns Regierung gab Deutschland die Schuld an den chaotischen Zuständen in Budapest. Die Bundesrepublik habe Syrer „an den gedeckten Tisch eingeladen“.

(Foto: Reuters)

Zwar regiert beispielsweise in Ungarn die nationalkonservative Fidesz-Partei von Premierminister Viktor Orbán mit einer Mehrheit von fast zwei Dritteln, doch der Aufstieg der rechtsextremistischen Partei geht offenbar weiter. Orbáns harter Kurs gegen die Flüchtlinge erklärt sich auch durch den innenpolitischen Druck, unter dem er steht: Bekommt der Premier das Flüchtlingsproblem nicht in den Griff, könnten die Rechtsextremisten mit ihrer Partei Jobbik noch mehr Zulauf bekommen.

Jobbik ist nach Orbáns Regierungspartei Fidesz bereits die zweigrößte Kraft in dem EU-Land, das immer mehr nach rechts abdriftet. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr erreichte Jobbik das Rekordergebnis 20,2 Prozent. In keinem anderen Land Osteuropas sind die Rechtsextremisten so stark wie in Ungarn. Durch das Flüchtlingsproblem könnte Jobbik künftig noch mehr Zulauf erhalten.

Die Partei fordert, Ungarn müsse sich selbst schützen. Um Brüssel solle man sich angesichts des „Ausnahmezustandes“ nicht scheren. Die rechtsextreme Oppositionspartei versucht sich ein bürgerliches Image zu verpassen, auch um neue Wählerschichten aus dem national-konservativen Lager anzusprechen. Deshalb hat Ungarns Regierungschef Orbán eine ganze Reihe von Positionen seines politischen Gegners übernommen und versucht im Streit um die Flüchtlinge Jobbik bisweilen rechts zu überholen.

Hans-Peter Siebenhaar, Budapest

Österreich
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269 Kommentare zu "Flüchtlinge in Europa: Die Stunde der rechten Scharfmacher"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Also, ich hab' eigentlich nicht den Eindruck, dass die Menschen im islamischen oder sonstigen östlichen Kulturräumen ein größeres Ego hätten als die hier im "Westen".

    Dass im islamischen Kulturraum in vielen Gegenden tatsächlich immer noch eine doch sehr archaische Kultur vorherrscht dürfte wohl eher geographische und historische Gründe haben (Stichworte: Europas Seefahrernationen - Renaissance - Aufklärung etc. - alles Entwicklungen, für die Europa allein schon wegen seiner geographischen Lage prädestiniert war).

    Und was noch nicht ist, kann ja noch werden. Muss (und wird) es auch, schon weil's anders gar nicht geht. Die müssen ja nicht alle gleich so dekadent werden wie einige hier im Westen und z.T. schon in China. Etwas mehr Ausgewogenheit (von jedem hier etwas mehr und da etwas weniger) wär echt nicht schlecht.

    Gab übrigens auch Zeiten (auch wenn die jetzt schon lange zurückliegen), in denen wir Europäer im Vergleich zum östlichen - gerade auch dem islamischen - Kulturraum Barbaren waren.

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/09/08/britischer-politologe-deutsche-haben-bei-fluechtlingen-den-verstand-verloren/

  • Ich kenne Eritrea. Wie die anderen auch - arm und natürlich Diktator, aber das trifft eben auf 80% der Welt zu. Armeedienst ist in Russland nicht besser.

  • http://www.sezession.de/51293/geistige-verschaerfung-gegen-defaitismus.html

  • Es ist die „geistige Waage“, die alle Bundesbürger im Kopf haben. Sie wägt ab, ob man mit der offiziellen Selbstzerstörungspolitik konformgehen und dafür in Ruhe gelassen werden, oder ob man dagegen auftreten und dafür als „dunkeldeutsches Pack“ in den gesellschaftlichen Tod getrieben werden soll. Genauer: Die persönlich erfahrenen Nachteile der Masseneinwanderung müssen schwerer wiegen als die Nachteile des sozialen Ausschlusses, damit sich der Zeiger auf „Aktion“ verschiebt.

  • Nachdem Herr Lucke Parteigängern der AfD in einem Rundbrief mitgeteilt hat, sie sollten sich jeder Kritik an der gesellschaftlichen Organisation in dieser Republik enthalten, hat er faktisch jeden Anspruch auf die Notwendigkeit zur Gründung einer neuen Partei geleugnet und auch sich selbst überflüssig gemacht. Ob er nun den Überblick über die Ziele einer wirklich neuen politischen Kraft neben den bereits bestehenden Farben tragenden Blockparteien verloren hat oder schon zu lange von der CDU indoktriniert worden ist, spielt dabei keine Rolle. Aber für ein „weiter so“ gibt es mehr als genug „politische Kräfte“. Wer also weiterhin in einer Republik leben möchte, die ihre Bürger grundsätzlich von jeder Mitwirkung an der politischen Willensbildung ausschließt, sie möglicherweise in Listen packt, wenn sie sich entschließen, den 1,6% Einwohnern dieses Landes, die in Parteien versammelt sind, beizutreten; Wer also meint, daß der Art.20 GG, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, aber nie mehr dahin zurückkehrt (Josef Isensee), sondern zu den Repräsentanten der Parteien und den sie wieder beherrschenden Interessengruppen (Lobby), die dann, ohne das Mindestmaß an Gewaltenteilung, bis zum BVerfG durch regieren, der ist ja in einer Republik à la Merkel/Lucke gut aufgehoben. Aber in diesem Staate werden die Kälber, die sich ihren Metzger selber aussuchen, immer weniger, machen heute aber immerhin noch rd. 50% aus. Ein weiteres Absinken dieser Gruppe wird diese – milde als „Parteiendemokratie“ bezeichnete – Staatsform noch nicht aus den Latschen kippen lassen, aber ein solcher Staat wird für eine Öffnung nach außen immer leichter manipulierbar, da immer weniger Bürger dahinterstehen. Auch diese EU, die immer mehr Formen und Inhalte einer EUSSR annimmt, ist eine Zuwanderung, die kaum noch zu stoppen ist. Wenn sich also eine wieder gefestigte AfD den Themenbereichen EU und Zuwanderung zuwendet, liegt sie durchaus im Mainstraem der Bürger dieses Landes.

  • Bei Manta Til gibt's wohl Probleme
    vorgesehen war die Erwin Rommel Kaserne (was für eine Ironie) Im Harz.

    es gibt wohl eine zu hohe Schadstoffbelastung.

    Und mehr Pläne hatte der Manta Fahrer wohl nicht.
    Ich meine statt 600 Flüchtlinge in die Erwin Rommel Kaserne zu stecken
    wären auch 6 zu Hause aufnehmen ein Zeichen ;-)
    Aber soweit wollte Manta-Till dann wohl doch nicht gehen mit seiner
    Willkommenskultur. sein Kumpel Sigmar wohnt auch lieber mit der Familie allein.

    wobei doch schon die historischen Beispiele zeigen
    Napoleon, Friedrich II, Alexander der Große
    MIT GUTEM BEISPIEL VORRANGEHEN

    Die ganzen Welcome Party Feierer
    Autokonvoi Empathen
    Grünen, Linken
    Wo sind sie alle bei dem Thema
    Sollen sie doch mal als erstes Ihre Türen aufmachen und ihre Herzen.
    Till hat sicher Platz, und Sigmar auch.

  • Was gibt es eigentlich Neues von Til Schweiger und seinem epochalen Plan?

  • Ich weiß nicht, was Frau Hulda erwartet, ich hätte von unseren Politikern erwartet, dass sie schon vor längerer Zeit eine Politik betrieben hätten, die Schlepper bekämpft, den Flüchtlingen vor Ort (in den Nachbarländern) hilft, massiven Einfluß auf die Regierungen der Herkunftsländer ausübt, damit die Menschen egal ob Mann, Frau, Kind gar nicht erst auf die Reise gehen. Das wäre verantwortungsvoll gewesen. Was hätte man mit den jetzt geplanten 10 Mrd. Euro vor Ort alles bewirken können? Es bringt aber viel mehr Medieninteresse, wenn man Flüchtlingsunterkünfte besucht, gescheit daher redet und auf Bürger (in Deutschland und anderen europäischen Ländern) schimpft. Europa hätte sich für die Ereignisse in den Ländern vor seiner Haustür viel mehr interessieren und entsprechend handeln müssen. Aber wir überlassen dies ja Amerika, Russland, den Türken und den Saudis.

  • heute bei uns in der Lokalzeitung ein Bericht über einen afrikanischen Flüchtling (Fluchtgrund ist nicht angegeben, Herkunftsland weiß ich nicht mehr), der zwei Jahre gebraucht hat um nach Deutschland zu kommen.
    Die Fluchtstationen sind detailiert angegeben. Der gute Mann hat auf seiner Reise x-Länder "passiert" um in das "gelobte Land" zu kommen.
    Er wohnt nun bereits einige Monate hier im Flüchtlingsheim, spielt im örtlichen Fußballverein mit und träumt davon, in der Bundesliga zu spielen.

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