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Flüchtlinge Kritik aus Rom „unfreundlich und haltlos“ – Paris bestellt Botschafter ein

Dass Menschen ihre Heimatländer in Afrika verließen, sei vor allem die Schuld Frankreichs, findet der italienische Regierungschef – Paris reagiert.
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Italien macht Frankreich für Migrationskrise mitverantwortlich

ParisDer italienische Vize-Regierungschef Luigi Di Maio hat Frankreich für die Migrationskrise mitverantwortlich gemacht und damit scharfen Protest im Nachbarland ausgelöst. Das Außenministerium in Paris teilte am Montag mit, dass die italienische Botschafterin Teresa Castaldo einbestellt worden sei.

„Die Chefin des Ministeriums für europäische Angelegenheiten, Nathalie Loiseau, hat die italienische Botschafterin nach unannehmbaren und haltlosen Äußerungen der italienischen Regierung einbestellt“, hieß es nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP aus dem Ministerium. Sie habe Rede und Antwort zu den „unfreundlichen und haltlosen“ Äußerungen Di Maios stehen sollen. Diese liefen der „französisch-italienischen Partnerschaft“ und der Idee der „europäischen Gemeinschaft“ zuwider.

Di Maio hatte Frankreich am Sonntag vorgeworfen, noch immer Kolonien in Afrika zu haben und von der dortigen Armut zu profitieren. „Wenn es heute Menschen gibt, die Afrika verlassen, (ist es) weil einige europäische Länder, Frankreich vorneweg, nie aufgehört haben, Afrika zu kolonialisieren“, sagte der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung. Nur den „afrikanischen (...) Kolonien“ habe Frankreich seine weltwirtschaftliche Stellung zu verdanken.

Italiens Innenminister Matteo Salvini legte am Dienstag nach und warf Frankreich vor, Afrika seinen Reichtum zu entziehen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Er warf Paris zudem vor, kein Interesse daran zu haben, die Situation im Bürgerkriegsland Libyen stabilisieren zu wollen.

Jüngst hatte es zwischen Paris und Rom geknirscht, weil die italienische Regierung der „Gelbwesten“-Bewegung in Frankreich ihre Unterstützung erklärt hatte. Seitdem die rechts-populistische Regierung in Italien an der Macht ist, hat sich die Stimmung zwischen den beiden Ländern immer weiter verschlechtert. Heftigen Streit hatte es auch immer wieder über die europäische Flüchtlingspolitik und das Rettungsschiff „Aquarius“ gegeben.

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  • ap
  • dpa
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1 Kommentar zu "Flüchtlinge: Kritik aus Rom „unfreundlich und haltlos“ – Paris bestellt Botschafter ein"

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  • Die Italiener sollten sich auf das besinnen, was sie in Aethiopien und Libyen angerichtet
    haben.