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Flüchtlinge Herzlich willkommen – aber nicht bei uns

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Schweden

Schweden ist eines der EU-Länder, das die meisten Flüchtlinge aufnimmt. 2013 erhielten 26 400 Menschen Asyl in Schweden. Das waren 300 genehmigte Anträge mehr als in Deutschland. Gemessen an der Bevölkerungsanzahl nahm nur Malta mehr Flüchtlinge auf als Schweden. Der Großteil der Menschen, die nach Schweden kamen, stammte aus Syrien. Vor Ausbruch des Krieges kamen die meisten Flüchtlinge aus dem Irak. Södertälje, südlich von Stockholm, ist die Stadt, in der weltweit die meisten Iraker außerhalb des eigenen Landes leben.

Viele Flüchtlinge wollen nach Schweden, weil hier bereits Verwandte oder Freunde leben. Unumstritten ist die relativ liberale Einwanderungspolitik allerdings nicht. Bei den Parlamentswahlen vor zwei Wochen verdoppelten die ausländerfeindlichen Schwedendemokraten ihr Ergebnis und wurden mit 13 Prozent der Stimmen zur drittgrößten politischen Kraft in Land. Die Partei profitierte von der Unzufriedenheit vieler Wähler mit der bisherigen Flüchtlingspolitik.

Tatsächlich haben übervolle Unterkünfte und fehlende Integration zu Spannungen geführt, von denen die Schwedendemokraten profitierten. Sie treten für eine drastische Begrenzung der Flüchtlingsaufnahme ein. Die bisherige bürgerliche Regierung hatte im vergangenen Jahr beschlossen, dass sämtliche Flüchtlinge aus Syrien Asyl in Schweden erhalten. Damit war Schweden das erste EU-Land, das diese Regelung einführte.

Wer als Flüchtling nach Schweden kommt, wird zunächst in eine Aufnahmeeinrichtung gebracht. Während der Zeit, in der der Asylantrag geprüft wird, darf der Flüchtling nicht arbeiten. Stattdessen wird den Flüchtlingen ein kostenloser Sprachkurs angeboten. Es hat sich gezeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn sie nicht die Sprache beherrschen. Erst, wer einen erfolgreichen Abschluss des Sprachkurses nachweisen kann, darf sich um einen Arbeitsplatz bemühen. Allerdings ist die Arbeitslosenquote bei Flüchtlingen mit 30 bis 40 Prozent deutlich höher als der Durchschnitt.

Kritik an der generösen Flüchtlingspolitik gibt es immer wieder: Dabei geht in erster Linie um ein fehlendes Konzept für die Eingliederung der Flüchtlinge in die schwedische Gesellschaft. In den Vororten der drei größten Städte Stockholm, Malmö und Göteborg kam es im vergangenen Jahr zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und der Polizei. Perspektivlosigkeit und Ghettobildung sind die Probleme, die auch Schweden nicht in den Griff bekommen hat.

Im hohen Norden Europas hat kein anderes Land eine so liberale Flüchtlingspolitik wie Schweden. Vor allen Dingen Dänemark und Norwegen machen immer wieder mit restriktiver Flüchtlingspolitik von sich reden. In Dänemark wurde die Einwanderungspolitik in den vergangenen Jahren immer restriktiver gehandhabt, selbst Familienzusammenführungen sind nur noch unter gewissen Umständen möglich. Auch in Norwegen hat sich das Klima seit dem Regierungswechsel im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert.

Ein Flüchtling muss beispielsweise zwischen vier und sechs Monaten auf ein erstes Interview mit der Einwanderungsbehörde warten. In dieser Zeit darf der Betreffende nicht arbeiten. Das hat sich schnell herumgesprochen. Deshalb beantragen viermal mehr Flüchtlinge Asyl in Schweden als in Norwegen.

Helmut Steuer, Stockholm

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Mehr zu: Flüchtlinge - Herzlich willkommen – aber nicht bei uns

21 Kommentare zu "Flüchtlinge : Herzlich willkommen – aber nicht bei uns"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Und ich warne jeden ganz dringend davor, sich willenlos und unreflektiert wie ein Schaf in der Herde von eigenen - und erst recht von fremden!! - Stimmungen und Emotionen treiben zu lassen!

    Wir sind freie, mit der Fähigkeit zum Denken ausgestattete Menschen, keine (Rudel-)Tiere, und haben (m.E. jedenrfalls) nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, von dieser Gabe Gebrauch zu machen! Jeder nach seinen Möglichkeiten, aber höchstselbst, und ohne diese Aufgabe an andere zu delegieren!

    Übrigens: Bei den Flüchtlingen handelt es sich fast immer gerade nicht um die von Ihnen beschriebenen „Moslems mit Nachthemd und Sauerkrautbart“ (...), sondern um Menschen, die gezwungen sind, gerade vor denjenigen unter diesen „Sauerkrautbartträgern“ zu fliehen, bei denen es sich tatsächlich um Bestien handelt!

    (...)

    Aus folgendem Grunde: Ich werde es niemals akzeptieren, dass irgend ein Mensch - ganz egal, wer - sich anmaßt, seinen Mitmenschen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen – und erst recht, was sie zu denken haben!! Mal ganz abgesehen davon, dass solche Manipulationsversuche aufgrund der menschlichen Natur – jeder ist anders – gottlob grundsätzlich zum Scheitern verurteilt sind, handelt es sich einem solchen Missbrauch von Religion um nichts anderes als Blasphemie!

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Das Problem ist die unkontrollierte Zuwanderung. Es gibt aber endlich eine Partei, die das Problem glaubhaft anzugehen gedenkt - die AfD. Sollte ich wegen dieser Meinung als rechtslastig verunglimpft werden, hätte ich damit kein Problem. Wenn "Links" und die sogen. "Mitte" das Zuwanderungsproblem nicht schnell und wirkungsvoll unter Berücksichtigung der Bürgermeinung in den Griff bekommt, bleibt letztlich nur eine demokratische Entscheidung mit dem Stimmzettel - AfD!

  • Ich kann Ihnen nur zustimmen. Fakt ist, dass die sozial schwächsten Gruppen in unserer Gesellschaft, die größten Opfer für die fehlgeleitete Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik zu erbringen haben. Es wäre wünschenswert, wenn die Klasse unserer "Leistungs- und Entscheidungsträger" öffentlichkeitswirksam einen weit größeren Anteil übernimmt, etwa durch Aufnahme von Flüchtlingen bei denjenigen, denen übergroße Wohnflächen zur Verfügung stehen oder Zweitwohnungen und Ferienhäuser. Auch ein Solidarbeitrag zur Finanzierung der Zuwandererströme speziell von den Bestverdienenden und Vermögendsten in unserer Gesellschaft wäre vorbildlich. Es würde nicht lange dauern, bis nach Wirksamwerden solcher Bestimmungen die Politik geändert würde, denn die Zeche für populistische Gutmenschen-Politik zahlen immer die Schwächsten und nie die Urheber.

  • Wenn viele Menschen aus einer anderen Kultur und mit vergleichsweise niedriger Qualifikation in ein Land kommen um zu bleiben, verändert das das Aufnahmeland erheblich. Es ist verständlich, dass dies nicht jeder wünscht, und die Politik sollte hier nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entscheiden.

  • Wenn man selbst der Meinung, ist dass wir schon Genug Leute aufgenommen haben, dann wird einem von den öffentlich-unrechtlichen Medien suggeriert, man wäre einer von 3% unverbesserlich Rechtsradikalen.

    Wenn ich aber hier die Foren lese und mit normalen Menschen in meinem Bekanntenkreis spreche, dann erkenne ich: Ich bin nicht allein!
    Ich gehöre zur Mehrheit, die die unkontrollierte Zuwanderung ablehnen.

    Und ja, dann bin ich gerne politisch unkorrekt.

  • Es ist nicht möglich in Europa alle Flüchtlinge dieser Welt aufzunehmen.Die Politiker sind ratlos, denn keiner wagt dies anzusprechen. Die Flüchtlinge müssen Vorort versorgt werden oder Grenznah. Wenn alle das Land verlassen, Syrien, Irak, Sudan, Somalia, Äthiopien etc., wer kämpft denn dann eigentlich für seine Heimat? Die wollen doch nie wieder zurück. Deutschland ist reich? Wieviel Schulden haben wir? Wiesehen unsere Strassen, unsere Bildungstätten, unsere Brücken unsere Kindertagesstätten und die Bundeswehr aus? Wir brauchen einen Flüchtlingsaufnahmestopp sofort. Es tümmeln sich inzwischen genug Arbeitslose und schlecht untergebrachte Personen in unseren Städten. Wenn es so weiter geht explodiert irgendwann die deutsche Seele und macht sich Luft.

  • Die Leute sollten bei ihren friedlichen "Muslimischen Brüder" bleiben. Dort sind sie sicherlich erwünscht und werden bestens versorgt. Eine Einreise in die EU kommt
    daher nicht in Frage.

  • am Ende und nach dem 2.Weltkrieg waren Reichs-Interne Fluechtlinge aus Ostpreussen und Pimocke = Vertriebene aus dem ehemaligen Polen und der ehemaligen Ukraine, sowie aus Schlesien etc im Westen ebenfalls "sehr" wilkommen!
    ungebetene Zuwanderer aus einem andern insbesondere Muslemischen Kulturkreis sollten jedenfalls nicht "unbedingt" und "alternativlos" hier als Fluechtlinge aufgenommen werden.
    Deitschland schafft sich sonst noch schneller ab, als es eh jetzt schon der Fall ist!

  • Flüchtlinge? Nein es sind kriminelle, faul Sozialschmarototzer. Diese sollen willkommen sein. Gerade haben die friedlichen Erpresser wieder das DGBhaus in Berlin besetzt und erpressen jetzt den DGB. Flüchtling = ich suche im Nachbarland Unterkunft. Deutschland = Nachbarland von Deutschland? Da habe ich in der Erdkunde total geschlafen. Wir sind reich? Nur unsere Flugzeuge sind Schrott. Warum nehmen wir Kinder ohne Begleitung der Eltern auf? Rückführung sofort zu den Eltern! Wir dürfen Eltern und Politiker nicht aus der Verantwortung entlassen. Zivilcourage? Warum wird dies nur von Deutschen gefordert? Warum wollen die Flüchtlinge/Asylanten nicht mit Ihren Nachbar in Frieden leben? Woher haben die "armen" Flüchtlingen die Tausende für Schleuser?? Sie könnten, was sie nicht wollen, ihre Heimat damit aufbauen!

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