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Flüchtlingshilfe im Mittelmeer Rettungsschiff „Lifeline“ darf in Malta festmachen

Die „Lifeline“ hat offenbar die Erlaubnis erhalten, in einen maltesischen Hafen zu fahren. Mehr als 230 Menschen harren auf dem Boot aus.
Update: 26.06.2018 - 14:28 Uhr 2 Kommentare

Rettung ist in Sicht – Containerschiffe mit Geflüchteten dürfen Hafen ansteuern

Düsseldorf/Rom Das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Mission Lifeline darf nach tagelangem Warten auf dem Mittelmeer nach Angaben der italienischen Regierung in Malta anlegen. Er habe mit dem maltesischen Premierminister Joseph Muscat telefoniert, erklärte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Dienstag: „Das Schiff der NGO Lifeline wird in Malta anlegen.“

Etwa 230 Migranten und 17 deutsche Besatzungsmitglieder harren seit Donnerstag auf dem Schiff „Lifeline“ der Dresdner Organisation im Meer vor Malta aus.

Italien werde einen Teil der an Bord befindlichen Migranten übernehmen, sagte Conte. Und er hoffe, dass andere EU-Länder sich auch dazu bereit erklären werden.

Malta hatte zuvor erklärte, es liefen Diskussionen, ob die „Lifeline“ in Malta anlegen dürfe - allerdings nur unter der Bedingung, dass die Migranten dann auf EU-Länder verteilt würden. Frankreichs Regierungssprecher hatte am Dienstag gesagt, es zeichne sich eine Lösung ab. Falls das Schiff auf Malta anlege, wäre Frankreich bereit, ein Team zu schicken, um Asylanträge von Migranten an Bord zu bearbeiten.

Die neue populistische Regierung in Italien will private Seenotretter aus dem Meer verbannen, weil sie diese für Handlanger der Schlepper hält. Seit Jahren dringen Länder wie Italien allerdings schon darauf, dass die ankommenden Migranten fair unter den anderen EU-Mitgliedstaaten verteilt werden – alle Versuche dazu scheiterten bisher jedoch. Malta sah sich bei der Aufnahme der „Lifeline“ bisher nicht in der Pflicht, weil das Land die Rettung nicht koordiniert hätte und sie nicht in maltesischen Gewässern stattfand.

Die Deutsche Bischofskonferenz warnte mit Blick auf die Seenotrettung auf dem Mittelmeer: „Die Grenze Europas darf keine Grenze des Todes sein.“

Italien lässt zwar keine NGOs in seine Häfen. Doch Militär-, Handels- und Küstenwache-Schiffe durften schon mit Geretteten anlegen. Allerdings oft mit großer Verzögerung. So bekam das dänische Containerschiff „Alexander Maersk“ erst knapp vier Tage nach der Rettung von Flüchtlingen die Erlaubnis, in Sizilien anzulegen. Das Schiff der Reederei Maersk hatte in der Nacht zu Freitag 113 Migranten im Mittelmeer aufgenommen.

Die Bundesregierung müsse sich für die Menschen einsetzen, sagte die Grünen-Abgeordnete, Luise Amtsberg, die ebenfalls auf der „Lifeline“ war. Es dürfe nicht sein, dass der politische Streit in der EU, aber auch zwischen CDU und CSU in Deutschland dazu führe, dass Menschen in Lebensgefahr gerieten.

  • jad
  • dpa
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2 Kommentare zu "Flüchtlingshilfe im Mittelmeer: Rettungsschiff „Lifeline“ darf in Malta festmachen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Loesung ist die Menschen nach Libyen zurueckzubringen. Und das ist die einzige
    Moeglichkeit das Schleusertum zu stoppen.

  • Man fast es einfach nicht. Da fliegen Grüne und Linke Abgeordnete an das Mittelmeer auf Staaskosten, lassen sich bis zur Lifeline schippern um den Flüchtlingen zu erzählen wie Traurig sie sind und alles tun werden , dass sie von Merkel gerettet werden. Allen voran Von Amsberg , die im Klang von Schad-Parteien als Hintermänner der Schleuser bezeichnet werden können. Da hätte man das Geld sammeln sollen und den armen Verführten Bar geben sollen.

    Es gibt nur eine Lösung die von Merkel ausgelösten größten Flüchtlingsströme nach dem 2 Weltkrieg zu uns zu beenden,

    Europäische Soldaten besetzen mit Hilfe Lybien Teile Nordsyrien und nehmen den Schleusern die Gelegenheiten zu Morden,Totschlag . Bei uns bekämpfen wir die Schad.politiker und Schadparteien die als Hintermänner die Schleuser anfeuern und ihnen zeigen ., hier bleiben unsere Grenzen offen.

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