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Flüchtlingskrise Ungarn baut Zaun an Grenze zu Slowenien wieder ab

Abgebaut: Die von Ungarn an der slowenischen Grenze errichtete Sperre aus Nato-Draht ist wieder verschwunden. Das Innenministerium spricht von einem Versuch. Am Freitag trafen erneut über 8000 Flüchtlinge in Ungarn ein.
26.09.2015 - 14:54 Uhr
Die Sperre aus Natodraht an der Grenze zwischen Ungarn und Slowenien ist bereits wieder verschwunden. Quelle: dpa
Temporäre Grenzsicherung

Die Sperre aus Natodraht an der Grenze zwischen Ungarn und Slowenien ist bereits wieder verschwunden.

(Foto: dpa)

Tornyiszentmiklos/Budapest Ungarn hat die an der slowenischen Grenze errichtete Sperre wieder abgebaut, die zur Abwehr von Flüchtlingen dienen sollte. Das berichtete die staatliche ungarische Nachrichtenagentur MTI am Samstag. Am späten Freitagabend hatte das Innenministerium in Budapest erklärt, bei dem Bau habe es sich nur um einen Versuch gehandelt.

Am Donnerstag hatte Ungarn ohne Vorankündigung begonnen, bei Tornyiszentmiklos an der slowenischen Grenze einen provisorischen Zaun zu errichten, der aus drei übereinandergezogenen Rollen Nato-Draht bestand. Diese Konstruktion ist nun abgerissen worden.

Ministerpräsident Viktor Orban sagte nach einem Treffen mit seinem österreichischen Kollegen Werner Faymann am Freitag in Wien, ein Zaun an der slowenischen Grenze sei problematisch, weil das Nachbarland ebenso wie Ungarn zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum gehöre. Daher könnten dort allenfalls Sperren errichtet werden, die binnen eines Tages wieder abbaubar sind.

„Europas Schande“
Nichts geht mehr
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Seit Montag ist Ungarns Grenze zu Serbien komplett abgeriegelt. Ein Zugwaggon blockiert das letzte Teilstück, ein Bahngleis in der Nähe von Röszke.

(Foto: dpa)
Registrierungscontainer in Röszke
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Lediglich an zwei Stellen entlang der Grenze können Flüchtlinge noch Asyl beantragen. Zusätzlich hat Ungarn seine Asylgesetze verschärft, die Aufnahmeverfahren sollen nur noch wenige Stunden dauern.

(Foto: dpa)
Loch im Grenzzaun
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Trotzdem versuchen immer noch viele, den Grenzzaun illegal zu überqueren. Am Dienstag nahm die ungarische Polizei 367 Menschen bei dem Versuch fest.

(Foto: dpa)
Schäm dich, Europa
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Mehr als 1.500 Menschen warten am Grenzübergang von Röszke darauf, in die EU eingelassen zu werden. Die Stimmung heizt sich immer mehr auf.

(Foto: dpa)
Großes Polizeiaufgebot an der Grenze
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Seit Dienstag gilt in zwei grenznahen Bezirken Ungarns der Notstand. Nun könnte dort theoretisch auch das Militär zur Grenzsicherung eingesetzt werden.

(Foto: dpa)
Zeltlager am Grenzübergang
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Serbiens Regierung forderte Ungarn am Dienstag auf, die Grenze wieder zu öffnen. „Das ist nicht nur ein ungarisches und ein serbisches Problem. Das ist ein Problem für ganz Europa“, sagte der serbische Sozialminister Aleksandar Vulin.

(Foto: dpa)
Ein Blick in die Freiheit
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Die ungarische Regierung zeigt sich davon nicht beeindruckt. Stattdessen plant sie nun auch einen Zaun an der Grenze zu Rumänien.

(Foto: dpa)

Er wolle zudem mit Kroatien, das nicht zum Schengen-Raum gehört, über die Kontrolle der gemeinsamen Grenze verhandeln. An diesem Montag will sich Ungarns Innenminister Sandor Pinter mit seinem slowenischen Kollegen Vesna Györkös Znidar an der Grenze treffen, um über gemeinsame Kontrollen zu beraten.

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    Am Freitag kamen nach Polizeiangaben 8159 Flüchtlinge nach Ungarn, die meisten davon aus Kroatien. In den vergangenen drei Tagen waren es insgesamt 26.309. Nahezu alle wurden Medienberichten zufolge von Ungarns Behörden zur österreichischen Grenze gebracht. Nach Sperrung der ungarisch-serbischen Grenze suchen die meisten Flüchtlinge auf ihren Weg Richtung Westen den Umweg über Kroatien.

    • dpa
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