Flüchtlingspolitik Pakistan weist zwei Millionen Flüchtlinge aus

Mehr als zwei Millionen afghanische Flüchtlinge sollen innerhalb von 60 Tagen Pakistan verlassen. Ursprünglich sollten die Menschen bis Ende Juli bleiben dürfen.
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Zwei Millionen Flüchtlinge müssen Pakistan bald verlassen. Quelle: AFP
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Zwei Millionen Flüchtlinge müssen Pakistan bald verlassen.

(Foto: AFP)

IslamabadKehrtwende in Pakistans Flüchtlingspolitik: Das Kabinett in Islamabad hat am Donnerstag angekündigt, dass mehr als zwei Millionen afghanische Flüchtlinge innerhalb von 60 Tagen das Land verlassen müssen. Erst am Mittwoch hatte Pakistan eine für Ende Januar geplante Ausweisung abgesagt.

Anfang Januar hatte das Kabinett beschlossen, die Aufenthaltsgenehmigung für die Afghanen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in Pakistan leben, nur noch bis zum 31. Januar zu verlängern. Am Mittwoch sagte jedoch ein Sprecher des zuständigen Ministeriums für Staaten und Grenzangelegenheiten, dass die Menschen für weitere fünf Monate bis Ende Juni bleiben könnten.

Regierungschef Shahid Khaqan Abbasi ordnete aber Stunden später die Verkürzung der Frist auf 60 Tage an. Dies sei auf Anraten der Sicherheitsbehörden geschehen, hieß es aus Regierungskreisen. Die Nachrichtendienste warnten, dass sich Mitglieder afghanischer Extremistengruppen unter die Flüchtlinge gemischt hätten.

Pakistan beherbergt Millionen Flüchtlinge aus Afghanistan. Seit einigen Jahren verschlechtert sich aber das Verhältnis zwischen den Nachbarn zunehmend. Afghanistan und auch die USA werfen Pakistan vor, die afghanischen Taliban zu unterstützen. Nach erheblichen Repressalien von pakistanischen Behörden waren 2016 knapp eine Million Afghanen in ihr kriegszerrissenes Land zurückgekehrt. Es leben laut UN immer noch rund 1,4 Millionen als Flüchtlinge registrierte Afghanen in Pakistan, außerdem Hunderttausende, die als „undokumentiert“ gelten.

  • dpa
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8 Kommentare zu "Flüchtlingspolitik: Pakistan weist zwei Millionen Flüchtlinge aus"

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  • Sorry, Herr Peter Spiegel - war mal kurz weg.

    "Schutzsuchende" aus Afghanistan, die eingeflogen werden, sind, auch wenn sie Talibans sind, nicht kriminell gemäß GG.

    Zur Sozialisierung in Deutschland muss nach hiesigem Verständnis dann auch noch ein Familiennachzug erwogen werden. Aber das kennen Sie ja bestimmt.

  • Herr Peer Kabus@ Wer in Pakistan Asyl sucht, wirkt irgendwie glaubhaft, wer aber bis nach Deutschland läuft ist ein Krimineller im sinne des GG und somit Gast von Frau Dr. Merkel.

  • Stimmt, Herr Spiegel. Selbst wenn täglich 300 "Eingeladene" den Rückflug nutzen würden - wie lange soll es denn dann dauern, bis von den 2 Mio. alle in "Sicherheit" sind?

    Herr Old Harold,

    Sie stellen ja die gleiche unbewiesene Behauptung wie dieser fürchterliche Mensch in den USA auf. Obwohl - ich fürchte, einer von Ihnen könnte recht haben.

    Wenn ich jetzt nur noch wüßte, wer die 2 Mio. nach Pakistan Geflüchteten sind - sind das auch geflohene Taliban und wenn ja, wie viele?

    Frage nur deshalb, weil das, wie ich mal geklesen habe, das auch ein Asylgrund ist, den "Schutzsuchende" angeben "ich bin geflohen, weil ich Taliban in Afghanistan verfolgt werde" (oder so ähnlich).

  • Herr Peer Kabus@ Die paar Gäste die hin fliegen spielen doch insgesamt keine Rolle,
    selbst wenn jeder Merkel-Gast einzeln geflogen wird. Das hat doch was mit Grenzwerten zu tun. Limes bei Null oder der Staat zahlt immer volle Maschinen, was eher zu dem Trottel-System passt.


  • Wenn Pakistan den Taliban keine Operationsbasis bieten würde, hätte es auch keine afghanischen Flüchtlinge im Land.

  • Das ist Quatsch Herr Spiegel. Nicht die NGO`s sind die Nutzniesser.

    Schon mal an die Abschiebeflüge gedacht? Wenn die schon mit geringster Nutzlast hinfliegen, dann wird doch die Fluggesellschaft in der Lage sein, voll belegt zurückzufliegen? Kleinvieh macht schließlich auch Mist.

    Oder glauben Sie, dass die Auftraggeber des Hinflug-Charters einen leeren Rückflug mit gechartert haben?

    Aber wenn ich so darüber nachdenke, denke ich, sollte ich das Nachdenken vielleicht doch besser bleiben lassen.

  • Neue Gäste für Frau Dr. Merkel, wer holt die ab, welche NGO bekommt den Auftrag ?
    Der verblödete Steuerzahler hat doch noch was, oder ?

  • Na denn. Dann ist ja neuer Nachschub an "Flüchtlingen" eigentlich vorprogrammiert.

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