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Flüchtlingstragödie 13 Menschen vor Griechenland ertrunken

Trotz kalter Temperaturen und rauer See machen sich Tausende Flüchtlinge auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. Mit dem Winter wird die Überfahrt immer gefährlicher. Nun ist erneut ein Schnellboot gekentert.
23.12.2015 - 17:44 Uhr

Merkel will eine europäische Grenzschutzpolizei

Athen Kurz vor Weihnachten hat sich eine neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer ereignet: 13 Flüchtlinge – darunter sieben Kinder – ertranken vor der kleinen griechischen Insel Farmakonisi, wie die Küstenwache am Mittwoch mitteilte. Ihr sechs Meter langes Schnellboot sei aus noch unbekannten Gründen gekentert und gesunken. Ein Mensch wurde noch vermisst.

Trotz kalter Temperaturen und rauer See machen sich immer noch Tausende Flüchtlinge auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa. Mit dem Winter werde die Überfahrt immer schwieriger und gefährlicher, sagte ein Vertreter der Küstenwache. „Wir sind Tag und Nacht da draußen. Aber einige Tragödien sind nicht zu verhindern.“

Unter den Toten vor Farmakonisi waren auch vier Männer und zwei Frauen. 15 Menschen wurden gerettet. Sie wurden zur medizinischen Versorgung auf die nahe gelegene Insel Leros gebracht, wo es auch Notunterkünfte gibt. Farmakonisi liegt unweit der türkischen Küste und damit an einer Hauptroute der Flüchtlinge. Rund 100.000 Migranten hat die griechische Küstenwache dieses Jahr bereits vor dem Ertrinken gerettet.

Die größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg hat auch zu Spannungen zwischen den EU-Staaten geführt. Tschechiens Ministerpräsident Bohuslav Sobotka wies den Vorwurf mangelnder Solidarität zurück. Sein Land sei zur Hilfe bereit, bestehe aber darauf, dass die nationalen Regierungen die Kontrolle behielten, sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

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    Sobokta bekräftigte seine Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Entscheidung, zunächst unbegrenzt Bürgerkriegsflüchtlinge insbesondere aus Syrien aufzunehmen. „Deutschland hat ein Signal ausgesandt, das in weiten Teilen des Nahen Osten und Nordafrikas zu hören und zu sehen war. Das hat zur illegalen Migration in Richtung Europa gereizt.“ Entschieden wandte sich Sobotka gegen die Drohung des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann, im Flüchtlingsstreit EU-Mittel zu kürzen. "So eine Argumentation spaltet Europa nur weiter."

    • rtr
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