Folge der Krim-Krise Treffen mit russischer Wirtschaft abgesagt

Die Krim bleibt das bestimmende Thema zwischen Russland und Deutschland. „Aus Termingründen“ sagt Außenminister Steinmeier nun eine Konferenz mit Russland ab. Dabei kommt sogar ein russischer Vize-Regierungschef nach Dresden.
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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird nicht zu einem geplanten Treffen mit russischen Wirtschatfsgrößen in Dresden erscheinen. Quelle: dpa

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wird nicht zu einem geplanten Treffen mit russischen Wirtschatfsgrößen in Dresden erscheinen.

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BerlinVor dem Hintergrund der Ukraine-Krise wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nicht an der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Dresden teilnehmen. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin begründete die Absage am Montag mit Terminschwierigkeiten. Weitere Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Ursprünglich sollte Steinmeier am Mittwochabend zu den Teilnehmern der Konferenz sprechen.

Zu der Veranstaltung in der sächsischen Landeshauptstadt werden nach Angaben des Veranstalters auch der russische Vizeministerpräsident Arkadi Dworkowitsch und Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller erwartet. Rund 340 Experten wollen über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit im Rohstoffbereich diskutieren. Deutschland deckt rund ein Drittel seines Gas- und Ölbedarfs mit russischen Lieferungen ab. Wegen der Ukraine-Krise wird derzeit über diese Abhängigkeit diskutiert. Nach der Annexion der Krim hatten EU und USA Sanktionen gegen Russland verhängt.

„Gerade angesichts der derzeitigen Spannungen ist sie (die Konferenz) eine Gesprächsmöglichkeit, die nicht vergeben werden darf“, erklärte Horst Teltschik. Der frühere Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz sitzt im Präsidium des Deutsch-Russischen Rohstoff-Forums. Auch sein Präsidiumskollege, der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), hob die Wichtigkeit der Rohstoffpartnerschaft hervor. „Wir wollen deshalb gerade jetzt den Gesprächsfaden zwischen Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik nicht abreißen lassen.“

Eröffnet wird die Veranstaltung am Dienstagabend mit einem Empfang durch den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU), der Schirmherr der Konferenz ist. Zu den Referenten gehört auch der frühere deutsche Umweltminister und ehemalige Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer (CDU).

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2 Kommentare zu "Folge der Krim-Krise: Treffen mit russischer Wirtschaft abgesagt"

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  • Terminplanung? Was haben wir für Experten. Unsere Politiker sind für Deutschland dar, haben sich so zu verhalten: Amtseid!! Warum handeln unsere eigenen Politiker immer gegen Deutschland? Steht dies jetzt im Grundgesetz???

  • Zitat : Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise wird Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nicht an der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz in Dresden teilnehmen.

    - er ist für diese Konferenz auch ein ziemlich unnützes Glied, zumal er von der Rohstoffwirtschaft keine Ahnung hat.

    Steinzeitmeier macht am liebsten Überflieger.....heute da, morgen dort !

    Große, substanzlose Klappe eines überfliegenden Schaumschlägers !

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