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Fondsmanager alarmiert „EZB pflanzt die Saat für ein Auseinanderfallen der Euro-Zone“

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„Relokalisierung der Märkte“

„Überall, wo es eine Krise gibt, findet eine Relokalisierung der Märkte statt“, berichtet Laurent Fransolet, Leiter Strategie Festverzinsliche bei Barclays Capital in London. „In Spanien und anderen Euroraum-Randstaaten war es klar, dass es umfangreiche Verkäufe durch ausländische Investoren gegeben hat und irgendjemand muss diese Papiere aufnehmen. Diese Unsicherheit macht die Anleger weiter nervös.“

Spaniens Kosten, Kapital für 10 Jahre aufzunehmen, sind im vergangenen Monat um 42 Basispunkte gestiegen und erreichten am 16. April 6,16 Prozent, den höchsten Wert seit dem 1. Dezember. Die zehnjährigen italienischen Renditen sind von 5,12 Prozent Anfang April auf 5,52 Prozent geklettert.

Anleihen aus den beiden Ländern brachten den Anlegern im vergangenen Monat die größten Verluste im Euroraum ein, zeigen Daten von Bloomberg und der European Federation of Financial Analysts Societies. Spanische Staatsanleihen büßten im April 1,8 Prozent ein, italienische Papiere verloren 1,3 Prozent.

Die Bonitätsnote Spaniens wurde von Standard & Poor's zum zweiten Mal in diesem Jahr herabgestuft. Die Ratingagentur begründete dies mit den Bedenken, dass das Land bei einer Konjunkturverschlechterung seinen Banken weiterhin finanziell unter die Arme greifen muss. S&P hat am Montag die Ratingnoten von elf spanischen Banken nach unten korrigiert, darunter Banco Santander SA und Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA und verwies auf die „potenziell negativen Auswirkungen“ der Bonitätsherabstufung des Landes.

„Die Liquiditätsmaßnahmen der EZB sind ein zweischneidiges Schwert“, sagt Gianluca Ziglio, Zinsstratege bei der UBS in London. „Einerseits haben sie die Nachfrage nach Staatsanleihen angeschoben, andererseits sind die Banken dadurch stärker der Volatilität und den sich ausweitenden Spreads ausgesetzt.“

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4 Kommentare zu "Fondsmanager alarmiert: „EZB pflanzt die Saat für ein Auseinanderfallen der Euro-Zone“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Super. Gerade Deutschland verliert somit noch schneller an Einfluss nicht nur innerhalb der EU. So wie die Weltwirtschaft und die geostrategischen Interessen sich verschieben, gerät Deutschland weiter in Abseits.

  • Was nicht zusammengehört, muss sich wieder trennen.
    Das gilt für Beziehungen, Arbeitsverhältnisse und Währungsunionen.
    Auch wenn manche Euro-Fanatiker das nicht wahrhaben wollen.
    Daran ist nicht die EZB schuld, sondern die verschiedenen Mentaliäten zwischen Nord- und Südstaaten.
    Was die wirklichen Experten übrigens schon immer gesagt haben.

  • Es muss jedem in Deutschland klar sein, dass Draghi indirekt über den Bundeshaushalt bestimmt und die hier gewählten Volksvertreter kein Kontrollrecht über ihn besitzen.

    Besonders deutlich ist dies an dem Umstand zu erkennen, dass Draghi nicht auf Basis des mit Deutschland abgeschlossenen Vertrag agiert.

    Noch bemerkenswerter ist, dass dies allen gewählten Volksvertretern bekannt ist und auch in den Medien großflächig bekannt gemacht wurde und wird.

    Hoffen wir, dass die Wähler diese Leistung mit ihrer Stimmkarte richtig würdigen.

  • Eine gute Entwicklung!!!

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