Forderung abgewiesen EU will Irland-Rettung nicht neu verhandeln

Irlands Forderung nach einer Neuverhandlung des Euro-Rettungspaktes ist von der EU abgewiesen worden. Einzig die Senkung der Zinsen für die Kredite aus dem Hilfspaket wurde in Aussicht gestellt.
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BrüsselIrland stößt mit seiner Forderung nach einer Neuverhandlung des Euro-Rettungspaktes in Brüssel auf Ablehnung. EU-Währungskommissar Olli Rehn wollte am Montag den Vorschlag aus Dublin nicht kommentieren, sondern sagte dazu lediglich: „Wir werden der nächsten irischen Regierung weiter gerne bei der Umsetzung des Programms helfen.“ Der Währungskommissar stellte nur in Aussicht, dass die Zinsen, die Irland für Kredite aus dem Hilfspaket zahlen muss, gesenkt werden könnten.

Rehns Sprecher erklärte, das 85 Milliarden Euro schwere Hilfspaket vom vergangenen Jahr seit nicht mit der Regierung, sondern mit der Republik Irland abgeschlossen worden - und schon deswegen unabhängig von einem Regierungswechsel. Dabei verwies er auf die Bedeutung des Pakets: „Diese Programm ist das Beste für die irische Wirtschaft, um  auf einer solideren Basis neu zu starten.“

Im Gegenzug zu den Milliarden-Hilfen hatte Dublin konkrete Sparschritte zugesagt, um das  auf 32 Prozent der Wirtschaftsleistung explodierte Staatsdefizit zu drücken. Irland war im November 2010 als erstes Land unter den Euro-Rettungsschirm für Wackelkandidaten geschlüpft. Nach seinem Wahlsieg in Irland will der designierte Premierminister Enda Kenny die Konditionen für das Rettungspaket von EU und Internationalem Währungsfonds in Höhe von 85 Milliarden Euro neu verhandeln. Allerdings werden ihm dafür allgemein schlechte Chancen eingeräumt. 

  • dpa
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9 Kommentare zu "Forderung abgewiesen: EU will Irland-Rettung nicht neu verhandeln"

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  • Das beste Mittel gegen Politikverdrossenhet ist die regelmäßige Lektüre der Leserkommentare in deutschen Zeitungen. Das Maß an Intelligenz und Sachverstand, das sich darin ausdrückt, bringt uns unseren Politikern wieder ein bischen näher, denn wenn wir oft allzu harsch mit ihnen umgehen, sollten wir uns auch ins Gedächtnis rufen, über was für ein Personal sie regieren.

  • Stmmt doch auch, verhandelt i.e.S. wurde ja auch nicht - man hat gleich der Forderung Irlands zugestimmt, ohne Gegenleistung, und ohne daß die Forderung überhaupt konkret formuliert wurde.

  • Das wird nicht gemacht. Die Politiker, die das initiziern sind sich Leib und Leben nicht mehr sicher. Was glaubst du was die Bankbranche alles macht. Die heuert einen Killer an, und macht das auch, und droht vorher damit. Und schon knicken die Politiker ein.

  • Verträge einhalten ? Was ist mit dem ATOMAUSTIEG ?

    Aber dieser Vertrag darf unter der nächsten Regierung gekündigt werden...

    Liebe Politiker, DAS STINKT DOHC ALLES SO GEWALTIG WIE EIN GROSSER SCH...HAUFEN, das glaubt euch doch keiner mehr !

    Und jetzt versucht ihr systemmatisch das Volk zu verblöden, nur damit es niemand merkt ?

  • Haha, es wird nicht neu verhandelt, sondern NUR der Zins gesenkt. Wirklich witzig, das HB! Das sag ich meiner Bank auch mal: Die hypothekenkonditionen sollen ja gleich bleiben, NUR der Zins, den haett ich gern niedriger

  • Deutschlands Politiker haben das eigene Volk, UNS, verkauft, nur um sich politisch zu profilieren!
    Die EU funktioniert nur so lange, wie WIR bezahlen. Sobald die 80% der Netto-Leistungsempfänger nichts mehr bekommen, wird ihr Interesse an der EU auf 0 (!) sinken! Das Interesse dieser Länder besteht nur darin, den eigenen Lebensstandard auf Kosten Deutschlands anzuheben. Klar ist jedoch, daß wir nicht alle EU-Länder auf unser Sozialniveau heben können. Klar ist auch, daß wir bei Beibehaltung des EU-Kurses in vielen Bereichen zurückstecken müssen. Klar ist auch, daß sich alles anpassen soll. Das ist nur über gewaltige Umverteilungen möglich, die im Rahmen von Sozialisierungen erfolgen. Letztendlich läuft alles auf eine "DDR light" hinaus. Wann wacht der Deutsche Zahlmichel endlich auf und wählt nicht nach christlicher Gesinnung und/oder Tradition?

  • Ja,Ja die EU! Da weiß doch der Eine nicht was der Andere macht und Ahnung von der Materie haben beide nicht. Mich würds nicht wundern wenn die Bedingung nachverhandelt werden. Merkel dürfte einmal protestieren und dann ist die Sache aber doch "alternativlos" und wir finanzieren den Wahnsinn. Und bald arbeiten wir bis 70, damit sich die EU weiter verschulden kann und wir das refinanzieren können.

  • Natürlich muss die EU was entgegenkommen, auch wenns keinem gefällt. Was wäre im Umgekehrten Fall ? Der Wahlsieger wird doch nicht sein Gesicht Zuhause verlieren wollen! Also könnte er auch: Raus aus dem Euro, alle Schulden auf die neue Währung umgestellt, die maroden Banken vor die Wand fahren lassen - so wie Argentinien es mal vorgemacht hatte. Schon bezahlen die Eu-Länder alles.
    Und nach ein paar Jahren ist Irland wieder da wo es vor dem EU-Beitritt war: nicht reich aber solide. Und seine Bankmafia los!

    Ist das nicht auchmal eine nette Gedankenspielerei ? Aber sowas will ja keiner lesen oder höhren :D
    tomtom
    Fan von: http://www.querschuesse.de/ DEM Wirtschaftsblog!

  • Für dumm verkaufen können wir uns alleine, Kollegen!

    Einerseits "EU will Irland-Rettung nicht neu verhandeln"

    und andererseits

    "Der Währungskommissar stellte nur in Aussicht, dass die Zinsen, die Irland für Kredite aus dem Hilfspaket zahlen muss, gesenkt werden könnten."

    Was bitte ist denn "Zinsen senken" anderes als "Konditionen neu verhandeln"??? Am Ende wollen die Iren weniger zahlen und wie ich unserer Regierung kenne, wird das auch gelingen.

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